31. März 2011

Krimi-Misere. Fakten, Fakten, Häuserkampf um die Blume des Bösen


Die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ihre Regionalsender entblöden sich nicht, immer&immer&immer wieder dieselben ausgeleierten Tatorte zu senden. Am 31. März und am 1. April 2011 sind's Fakten, Fakten und Häuserkampf. Den Thiel/Boerne gibt's seit dem 1. Dezember 2002 zum elften und den Cenk Batu seit dem 13. April 2009 zum vierten Mal. Wie schön, daß ich solches im Tatort-Fundus nachlese, dann kann ich meine Wut besser rationalisieren und muß nicht schreiben: Ach, diesen langweiligen Häuserkampf zeigen sie zum gefühlten 36 419. Mal.

29. März 2011

Stéphane Hessel im Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg

Am Tag der Niederlage des gesunden Menschenverstandes in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz kann man sich in Heidelberg ins DAI retten und den Philosophen Michael Schmidt-Salomon hören. Beim Eintritt wird einem das Programmheft zu den Veranstaltungen des zweiten Quartals ausgehändigt. Wer prangt auf dem Titelbild? Richtig, der zur "gewaltlosen Revolte" aufrufende alte Lügenbaron!

27. März 2011

Stéphane Hessel. Abu Sheitan darf bei Amazon nicht rezensieren

Liebe Freunde!

Leser Abu Sheitan berichtet am 22. März, daß auch er eine Rezension des Stéphane-Hessel-Pamphlets Indignez-vous ! Empört Euch! an Amazon geschickt habe. Er hat dazu nicht nur die paar Seiten gelesen, sondern auch die gut recherchierten Beiträge meiner Herrin über den Demagogen. Aber die Tatsachen will Amazon immer noch nicht veröffentlichen, was Abu Sheitan, wie Teufel so sind, weise vorausgesehen hat.

Hier der Mail-Wechsel zwischen Abu Sheitan und mirrr. Die Links sind von mirrr hinzugefügt!


Blök!
Euer Schaf

namenlos

25. März 2011

Die Panikmacher für 169,90 Euro. Alternativen zur Hetzschrift

Liebe Freunde!

Meine Herrin reibt sich die Augen; denn der Spiegel bringt am 18. März 2011 einen lesenswerten Artikel von
Monika Maron: "Wie hast du's mit der Religion?" So knapp, und doch so genau auf den Punkt gebracht, habe sie das lange nicht gelesen: "Wir alle, Christen, Juden, Orthodoxe, Atheisten, sind gezwungen, fast täglich über den Islam zu sprechen und nachzudenken, wir sollen den Koran lesen und die Hadithen, damit wir den Islam verstehen lernen. Aber ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen und nur zu erwarten, dass wir von ihm nicht mehr behelligt werden als von allen anderen Religionen?"



20. März 2011

Jerusalem. Die Einnahme der Stadt durch Ptolemaios

Eine weitere Notiz des Josephus [aus Contra Apionem] über die wechselvollen Ereignisse während der Diadochenkämpfe stützt sich auf den Geographen und Historiker Agatharchides von Knidos, 2. Jh. v.Chr.

[auszugsweise hier] Dieser Bericht als solcher von einer Eroberung Jerusalems durch Ptolemaios an einem Sabbat wird nicht bestritten. Die Praxis ist hinlänglich bekannt und wurde etwa zu Beginn des Makkabäeraufstandes auch von den Seleukiden angewandt.

Bestätigt wird der Bericht des Agatharchides durch den Pseudo-Aristeasbrief, wo es ebenfalls heißt, daß Ptolemaios zahlreiche Juden nach Ägypten verschleppt und einen Teil davon als Soldaten ausgewählt habe. Die Datierung der Einnahme Jerusalems durch Ptolemaios ist dagegen umstritten, doch spricht manches für die dritte Eroberung Syrien/Palästina im Jahre 302 v.Chr. Die führende Schicht der Jerusalemer Bevölkerung scheint auf der Seite des Antigonos gestanden und dies mit einem bewaffneten Angriff des Ptolemaios und sicher auch drastischen Strafen bezahlt zu haben. Die freiwillig nach Ägypten ausgewanderten bzw. von Ptolemaios deportierten Juden bildeten dann den Kern der späteren jüdischen Diaspora, vor allem in Ägypten (und dort in Alexandria).

Auch die Kämpfe der Diadochen in Palästina fanden ihren Widerhall in der jüdischen Literatur. So deuten manche Forscher Sach 14,2 auf die Eroberung Jerusalems durch Ptolemaios:

Die Stadt wird genommen, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet, die Hälfte der Stadt wird verschleppt; doch der Rest des Volkes wird nicht vertilgt aus der Stadt.

Und Sach 9,13f. könnte den Widerstand und den Haß der Bewohner Jerusalems gegen die fremden Eroberer reflektieren:

Fürwahr, Juda spanne ich mir,
Ephraim lege ich auf den Bogen.
Ich schwinge deine Söhne, o Zion,
gegen die Söhne von Jawan
und verwende dich als Schwert eines Helden.


Noch das viel später (um 120 v.Chr.) geschriebene Makkabäerbuch urteilt über die Nachfolger Alexanders:

Alexander starb nach zwölfjähriger Regierung, und seine Gefolgsleute übernahmen die Herrschaft, ein jeder an seinem Ort. Nach seinem Tode aber setzten sich alle das Diadem auf und ebenso ihre Söhne nach ihnen, viele Jahre lang: und sie verübten viel Böses auf der Erde.

Peter Schäfer: Geschichte der Juden in der Antike
Die Juden Palästinas von Alexander dem Großen bis zur arabischen Eroberung
2., durchges. A. 2010. XXIII, 316 pages. UTB Mohr Siebeck, S. 13f.

Links und [Klammern] von mir eingefügt.

HaTikvah


Kol od balevav p'nimah
Nefesh Yehudi homiyah

Karl Albrecht Schachtschneider. Es gibt keine Religionsfreiheit

Wer Karl Albrecht Schachtschneider liest, tut nicht nur gut daran, der deutschen Sprache mächtig zu sein, sondern auch daran, die Begrifflichkeit demokratisch verfaßter Gesellschaften einerseits und islamisch verfaßter andererseits zu kennen und ihre jeweilige Bedeutung auseinanderzuhalten.

Das ist desto schwieriger, je mehr Ministerien, Behörden, Organisationen und Institutionen ersterer dazu immer weniger fähig oder willens sind, von den Bemühungen der Vertreter letzterer, die Ziele des Islam durch Vernebelung der Begriffe zu verschleiern, nicht zu reden. Die Islamisierung unserer Gesellschaft geschieht auch durch die schleichende Übernahme der islamischen Bedeutung für Begriffe wie Glauben, Willen, Wissen, Freiheit, Recht, Frieden.

Der Jude ist an allem schuld. Version I

Haust du den Juden eine rein,
muss es zitiert von Juden sein,
von
Zimmer- und von Zuckermann,
dass niemand etwa sagen kann,
du hättest etwas gegen sie.

Der Jude ist an allem schuld. Version II

Haust du den Juden eine rein,
muss es nicht mehr von Juden sein,
von Zimmer- oder Zuckermann,
dass niemand etwa sagen kann,
du hättest etwas gegen sie.

Eisbär Knut ist tot. R.I.P.


Was der Mossad immer tut,

tut er auch dem armen Knut.
Leichen pflastern seinen Weg
bis hinein in Knuts Geheg.

Zieht ihn auf, dreht ihn im Kreis,
bis der Bär gar nichts mehr weiß.
Läßt ihn tot ins Wasser fallen,
ja, so macht er es mit allen!

15. März 2011

Stéphane Hessel und die Rezensionsrichtlinien von Amazon

Zwischen dem 16. und 24. Januar 2011 rezensiere ich bei Amazon.de das Pamphlet Stéphane Hessels, Indignez-vous ! Es ist die erste Rezension, die begeisterte des Clemens Keuner folgt einige Tage später, am 25. Januar 2011. Den Text meiner Rezension findet man weiter unten.

11. März 2011

Frankreich. Außenminister Alain Juppé und die moderaten Muslimbrüder

Die Ägypter wissen selbst noch kaum, wohin mit ihnen die Reise geht, da ist Frankreich bereits vorn, sich die ersten Plätze im neu zu gestaltenden Nahen Osten zu sichern. Diesmal wird nicht Stéphane Hessel geschickt, der ist allenfalls gut für die Politik gegenüber Gaza, sondern Alain Juppé reist höchstselbst.

Da er eine besondere Befähigung besitzt, den Puls der Zeit zu spüren, man erinnert sich, wie er 1995 einen monatelangen Streik provoziert und die Abwahl seiner eigenen Regierung organisiert (von seinen Korruptionsaffären nicht zu reden), handelt er auch jetzt entschlossen und empfängt in Kairo in einem Restaurant in der Nähe des Tahrir-Platzes, des Zentrums des Aufstandes, eine Delegation von zehn jungen Aktivisten der Anti-Mubarak-Erhebung "coalition des jeunes de la révolution", "Koalition der Revolutionsjugend", unter ihnen mehrere Mitglieder der Muslimbruderschaft.

Der AFP-Bericht erweckt den Eindruck, daß diese an der Seite von Jugendlichen aus Oppostionskreisen oder von parteilosen Jugendlichen an der Revolte teilgenommen haben, obgleich jeder inzwischen weiß, daß sie es sind, die Hosni Mubarak endlich aus dem Amt gejagt haben, es sind die oppositionellen und parteilosen Jugendlichen, die ihnen dabei behilflich sind.

In der Pressekonferenz nach seinem Besuch erklärt er: "Der Dialog, den ich mit der Delegation insgesamt geführt habe, besonders mit den Mitgliedern der Muslimbrüder, ist interessant gewesen, er hat mich in die Lage versetzt, einzuschätzen, daß die Darstellung, die manchmal von dieser Bewegung gegeben wird, geklärt und vertieft zu werden verdient."

"Le dialogue que j'ai eu avec l'ensemble de cette délégation, et en particulier avec les membres des Frères musulmans, a été intéressant, et m'a permis de bien mesurer que la présentation qui est faite parfois de ce mouvement mérite d'être éclairée et approfondie."

Er berichtet, daß mehrere der Muslimbrüder ihn an einer Vision eines liberalen, die Demokratie respektierenden Islams hätten teilhaben lassen: "Plusieurs d'entre eux m'ont fait part de leur vision d'un islam libéral et respectueux de la démocratie."

Der Außenminister biedert sich einer Bewegung an, die durch ihre höchsten Sprecher erklären läßt, wie sie sich die zukünftige Entwicklung Ägyptens unter vollständiger Scharia-Gesetzgebung vorstellt, deren stellvertretender Präsident Rashad al-Bayoumi die umgehende Auflösung des Friedensvertrages mit Israel fordert, und die seit dem 1. Dezember 1982 nichts an ihrem Projekt zur Erlangung der weltweiten Macht geändert hat, sondern es konsequent weiter verwirklicht.

Das Projekt formuliert die Grundlage einer Weltpolitik, deren Philosophie im Wesentlichen pragmatisch ist, es läßt den vor Ort tätigen islamischen Vereinigungen und Gruppen aller Art Freiraum zur Entfaltung und sieht eine Zusammenarbeit mit nichtislamischen gesellschaftlichen Kräften vor, die einige Ziele der Muslimbrüder teilen. Hier ist der Ansatzpunkt zum Verständnis der Bestrebungen von Islamfunktionären, einen Dialog mit Politikern und Vertretern der christlichen Kirchen zu führen. Es hat seitens der Islamfunktionäre nichts damit zu tun, ein friedliches Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen zu organisieren, sondern damit, sich dieser Personen zu bedienen, den Islam als politische Kraft in unserer Gesellschaft zu verankern.

Dazu werden die Muslimbrüder demnächst in Ägypten eine eigene politische Partei gründen und somit die Durchsetzung ihrer politideologischen Doktrin öffentlich betreiben. Alain Juppé wird nicht allein bleiben, sondern der gesamte Westen, von der EU bis zu den USA des Barack Obama, wird sich ob der scheinbar demokratischen Entwicklung freuen, Millionen Euro und Dollar an zusätzlicher Entwicklungshilfe bereitstellen und zu den Wahlen eine internationale Beobachtergruppe nach Ägypten entsenden. Sie wird begeistert zurückkehren und keine größeren Unstimmigkeiten bei den Wahlgängen festgestellt haben. Schon heute nämlich hat die Muslimbruderschaft in Ägypten eine Mehrheit, zu betrügen hat sie nicht nötig. Die Muslimbrüder werden wie Adolf Hitler mittels Wahlen an die Macht gelangen und sie wie er durch Wahlen nicht wieder in Frage stellen lassen.

Die 193 Kommentare zur Figaro-Meldung sind lesenswert; adrien saric meint, am 7. März, um 12:53 Uhr: N'oublions pas que Mr Juppé est maire de Bordeaux les Bordelais devraient s'en souvenir ! Laßt uns nicht vergessen, daß Herr Juppé Bürgermeister von Bordeaux ist. Die Bürger von Bordeaux werden sich erinnern! Elico5, um 15:29 Uhr: Ils veulent vraiment ne pas être au second tour... Mais lisez donc le Coran et les Hadiths et vous aurez froid dans le dos. Sie wollen tatsächlich nicht in die zweite Runde (bei den Präsidentschaftswahlen 2012) kommen ... Aber lest doch den Koran und die Hadithe, und es läuft Euch kalt den Rücken runter.

neo93500 empfiehlt dem Außenminister, am 6. März 2011, um 22:14 Uhr, Tariq Ramadan zum Berater seines Ministeriums zu ernennen. Als wenn der darauf nicht längst selbst gekommen wäre! Bordeaux bietet dazu eine gute Voraussetzung, dort ist die 18 Millionen Euro teuere Große Moschee von Bordeaux mit 2500 Plätzen im Bau. Leiten wird sie der marokkanisch-stämmige Imam Tareq Oubrou, selbst Schüler der Muslimbrüder und Mitglied der Union des organisations islamiques de France (UOIF), eines Dachverbandes der Muslimbruderschaft in Frankreich.

Alain Juppé braucht also nicht den weiten Weg nach Kairo anzutreten, die Muslimbrüder wirken schon jetzt in seiner eigenen Stadt, die ihnen zusätzlich zu bereits bestehenden Moscheen im Jahr 2005 den Bau der Großen Moschee genehmigt hat.

Derweil betreibt die katholische Kirche in Gestalt des Erzbischofs von Lyon die Islamisierung auf ihre Art. Der Kardinal von Lyon Philippe Barbarin erklärt den Islam für kompatibel mit der Republik.

Lyon ist Sitz des Salafistenverlages Tawhid, der u.a. die gesammelten Werke des Tariq Ramadan veröffentlicht. Vénissieux ist der islamisierte Vorort von Lyon. Dort war bis vor kurzem der Kommunist André Gerin Bürgermeister. Jahrzehntelang hat er der Islamisierung Vorschub geleistet, und jetzt setzt er sich an die Spitze der Burka- und Niqab-Ablehner in der Nationalversammlung. Ein geschickter Schachzug zur Rettung bzw. Rehabilitierung des kleinen niedlichen Kopftuchs für die Schule.

In diesem Umfeld wirkt der Kardinal, der die Islamisierung des Katholizismus betreibt und die Shahada der Muslime spricht, das Glaubensbekenntnis des Islam, und die Katholiken auffordert, es ihm gleichzutun: Achhadou an lâ ilâha illa-llâh, washadou ana muhammadun rasûlu-llâhi. Ich bezeuge, daß Allah Allah ist und Mohammed sein Prophet.

Er erteilt seinem eigenen Glauben damit eine Absage. Was der Koran über den Glauben an den Dreieinigen Gott sagt, an die Dreifaltigkeit, liest man in Sure 4:171. Was die Muslime mit Christen in ihren Ländern anstellen, das erfährt man täglich durch die MSM: Verfolgung, Verschleppung, Zerstörung, Mord.

169. (171.) O Volk der Schrift, überschreitet nicht euern Glauben und sprechet von Allah nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, ist der Gesandte Allahs und sein Wort, das er in Maria legte, und Geist von ihm. So glaubet an Allah und an seinen Gesandten und sprechet nicht: »Drei.« Stehet ab davon, gut ist's euch. Allah ist nur ein einziger Gott; Preis Ihm, daß ihm sein sollte ein Sohn! Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden, und Allah genügt als Beschützer.

Während man von Deutschland sagen kann, es sei im Begriff, sich abzuschaffen, ist Frankreich bereits bis in die höchsten Ränge der Regierung, der Organisationen und Institutionen abgeschafft.