31. März 2011

Krimi-Misere. Fakten, Fakten, Häuserkampf um die Blume des Bösen

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ihre Regionalsender entblöden sich nicht, immer&immer&immer wieder dieselben ausgeleierten Tatorte zu senden. Am 31. März und am 1. April 2011 sind's Fakten, Fakten und Häuserkampf. Den Thiel/Boerne gibt's seit dem 1. Dezember 2002 zum elften und den Cenk Batu seit dem 13. April 2009 zum vierten Mal. Wie schön, daß ich solches im Tatort-Fundus nachlese, dann kann ich meine Wut besser rationalisieren und muß nicht schreiben: Ach, diesen langweiligen Häuserkampf zeigen sie zum gefühlten 36 419. Mal.

29. März 2011

Stéphane Hessel im Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg

Am Tag der Niederlage des gesunden Menschenverstandes in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz kann man sich in Heidelberg ins DAI retten und den Philosophen Michael Schmidt-Salomon hören. Beim Eintritt wird einem das Programmheft zu den Veranstaltungen des zweiten Quartals ausgehändigt. Wer prangt auf dem Titelbild? Richtig, der zur "gewaltlosen Revolte" aufrufende alte Lügenbaron!

27. März 2011

Stéphane Hessel. Abu Sheitan darf bei Amazon nicht rezensieren

Liebe Freunde!

Leser Abu Sheitan berichtet am 22. März, daß auch er eine Rezension des Stéphane-Hessel-Pamphlets Indignez-vous ! Empört Euch! an Amazon geschickt habe. Er hat dazu nicht nur die paar Seiten gelesen, sondern auch die gut recherchierten Beiträge meiner Herrin über den Demagogen. Aber die Tatsachen will Amazon immer noch nicht veröffentlichen, was Abu Sheitan, wie Teufel so sind, weise vorausgesehen hat.

Hier der Mail-Wechsel zwischen Abu Sheitan und mirrr. Die Links sind von mirrr hinzugefügt!

Blök!
Euer Schaf


namenlos

25. März 2011

Die Panikmacher für 169,90 Euro. Alternativen zur Hetzschrift

Liebe Freunde!

Meine Herrin reibt sich die Augen; denn der Spiegel bringt am 18. März 2011 einen lesenswerten Artikel von
Monika Maron: "Wie hast du's mit der Religion?" So knapp, und doch so genau auf den Punkt gebracht, habe sie das lange nicht gelesen: "Wir alle, Christen, Juden, Orthodoxe, Atheisten, sind gezwungen, fast täglich über den Islam zu sprechen und nachzudenken, wir sollen den Koran lesen und die Hadithen, damit wir den Islam verstehen lernen. Aber ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen und nur zu erwarten, dass wir von ihm nicht mehr behelligt werden als von allen anderen Religionen?"



20. März 2011

Jerusalem. Die Einnahme der Stadt durch Ptolemaios

Eine weitere Notiz des Josephus [aus Contra Apionem] über die wechselvollen Ereignisse während der Diadochenkämpfe stützt sich auf den Geographen und Historiker Agatharchides von Knidos, 2. Jh. v.Chr.

[auszugsweise hier] Dieser Bericht als solcher von einer Eroberung Jerusalems durch Ptolemaios an einem Sabbat wird nicht bestritten. Die Praxis ist hinlänglich bekannt und wurde etwa zu Beginn des Makkabäeraufstandes auch von den Seleukiden angewandt.

Bestätigt wird der Bericht des Agatharchides durch den Pseudo-Aristeasbrief, wo es ebenfalls heißt, daß Ptolemaios zahlreiche Juden nach Ägypten verschleppt und einen Teil davon als Soldaten ausgewählt habe. Die Datierung der Einnahme Jerusalems durch Ptolemaios ist dagegen umstritten, doch spricht manches für die dritte Eroberung Syrien/Palästina im Jahre 302 v.Chr. Die führende Schicht der Jerusalemer Bevölkerung scheint auf der Seite des Antigonos gestanden und dies mit einem bewaffneten Angriff des Ptolemaios und sicher auch drastischen Strafen bezahlt zu haben. Die freiwillig nach Ägypten ausgewanderten bzw. von Ptolemaios deportierten Juden bildeten dann den Kern der späteren jüdischen Diaspora, vor allem in Ägypten (und dort in Alexandria).

Auch die Kämpfe der Diadochen in Palästina fanden ihren Widerhall in der jüdischen Literatur. So deuten manche Forscher Sach 14,2 auf die Eroberung Jerusalems durch Ptolemaios:

Die Stadt wird genommen, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet, die Hälfte der Stadt wird verschleppt; doch der Rest des Volkes wird nicht vertilgt aus der Stadt.

Und Sach 9,13f. könnte den Widerstand und den Haß der Bewohner Jerusalems gegen die fremden Eroberer reflektieren:

Fürwahr, Juda spanne ich mir,
Ephraim lege ich auf den Bogen.
Ich schwinge deine Söhne, o Zion,
gegen die Söhne von Jawan
und verwende dich als Schwert eines Helden.


Noch das viel später (um 120 v.Chr.) geschriebene Makkabäerbuch urteilt über die Nachfolger Alexanders:

Alexander starb nach zwölfjähriger Regierung, und seine Gefolgsleute übernahmen die Herrschaft, ein jeder an seinem Ort. Nach seinem Tode aber setzten sich alle das Diadem auf und ebenso ihre Söhne nach ihnen, viele Jahre lang: und sie verübten viel Böses auf der Erde.

Peter Schäfer: Geschichte der Juden in der Antike
Die Juden Palästinas von Alexander dem Großen bis zur arabischen Eroberung
2., durchges. A. 2010. XXIII, 316 pages. UTB Mohr Siebeck, S. 13f.

Links und [Klammern] von mir eingefügt.

HaTikvah


Kol od balevav p'nimah
Nefesh Yehudi homiyah

Karl Albrecht Schachtschneider. Es gibt keine Religionsfreiheit

Wer Karl Albrecht Schachtschneider liest, tut nicht nur gut daran, der deutschen Sprache mächtig zu sein, sondern auch daran, die Begrifflichkeit demokratisch verfaßter Gesellschaften einerseits und islamisch verfaßter andererseits zu kennen und ihre jeweilige Bedeutung auseinanderzuhalten.

Das ist desto schwieriger, je mehr Ministerien, Behörden, Organisationen und Institutionen ersterer dazu immer weniger fähig oder willens sind, von den Bemühungen der Vertreter letzterer, die Ziele des Islam durch Vernebelung der Begriffe zu verschleiern, nicht zu reden. Die Islamisierung unserer Gesellschaft geschieht auch durch die schleichende Übernahme der islamischen Bedeutung für Begriffe wie Glauben, Willen, Wissen, Freiheit, Recht, Frieden.

Das wird deutlich in der veröffentlichten Meinung der Kirchen, Parteien und Medien, in Legislative, Exekutive und Jurisdiktion. Deren Versagen und die Folgen für die Islamisierung Deutschlands führt der Jurist, Emeritus der Universität Erlangen-Nürnberg, in 14 Abschnitten, auf 140 Seiten vor. Das Werk "Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam" ist vom Verlag Duncker & Humblot als Buch und als E-Book zu beziehen.

Es gibt kein Grundrecht auf Religionsfreiheit, stellt der Autor fest, wie anders diverse Urteile des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE) auch lauten mögen, das damit verfassungswidrige Religionsausübung als rechtmäßig einbezieht und die Gesellschaft der Willkürherrschaft des Islam öffnet, sondern es gibt gemäß Artikel 4,1 GG die Grundrechte auf Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses. Nach Artikel 4,2 GG gewährleistet der Staat die ungestörte Religionsausübung. Leben und Handeln nach der Religion sind demnach nicht vom GG geschützt, sondern im Rahmen der Gesetze gewährleistet. (S. 12, 15)
Artikel 9, 2 GG bestimmt: "Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen, oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten."

Politisches Handeln im Rahmen einer Religion ist grundgesetzlich weder geschützt noch gewährleistet. (S. 16, Abschnitt VIII, S. 49ff.)

Karl Albrecht Schachtschneider definiert nach Artikel 5 GG Meinungs- und Redefreiheit, einen Abschnitt widmet er "Glauben, Meinen, Wissen"; er lehrt seine Leser den Unterschied zwischen Bekenntnisfreiheit und Freiheit des Bekennens; dieses ist die Handlung, jenes zieht Handeln nach sich. (Abschnitt III, S. 24ff.)

Wer Schwierigkeiten mit den Begriffen hat, dem sei gesagt, daß das BVerfGE alles gleichmacht; es beziehe sich nicht auf Werte, sondern folge einer beliebigen Schrankendogmatik, es flüchte sich ohne Dogmatik in abwägende Einzelfallentscheidungen. Das BVerfGE begreife die Republik nicht, die Deutschland verfaßt hat, und noch weniger deren Grundlage, die Freiheit. Die verstehe das BVerfGE anscheinend als Recht auf Willkür. (S. 13, 19, 21f., 25f.)

Im folgenden kommt er darauf mehrfach zurück. (S. 29, 31, 34, 36) Wer sind die Richter, die dem Zeitgeist und dessen jeweiligen Vertretern folgen und ihnen nachgeben?

Im Internet gibt es den Werbetext des Verlages, die Zusammenfassung des Buches durch den Autor sowie einige Rezensionen, vor allem die von Erik Lehnert, Sezession 40/2011, abgekupferte, bis zur Islamischen Zeitung, die ihre Kritik den Abonnenten vorbehält.

Die Lektüre des Werbetextes und der Rezension in Sezession setze ich als bekannt voraus und erläutere im folgenden, warum ich das Buch jedem empfehle, dem an der Erhaltung unserer Kultur und der Demokratie in Deutschland gelegen ist:

Der Autor konfrontiert uns mit der Wirklichkeit; er zeigt, daß gläubige Muslime von unserem Wertesystem nicht zu erreichen sind, und er weist trotz einiger gegenteiliger Bemühungen immanent nach, daß der Islam, weil bereits durch und durch weltlich, nicht zu verweltlichen, nicht zu säkularisieren ist.

Meine Kommentare zu den Ausführungen des Autors, in Klammern die Seitenzahlen, auf die sich die Kommentare beziehen:

Gläubige Muslime von unserem Wertesystem nicht zu erreichen

  • Koran und Scharia beanspruchen nicht, eine Materialisierung der Menschenwürde zu sein. (S. 17)
  • Muslime erkennen das Verbot des Glaubenswechsels oder -austritts nicht als verfassungsfeindlich. Der Staat kann eine Religionsgemeinschaft nicht zwingen, Glaubenswechsel oder -austritt zuzulassen. (S. 18)
  • Muslime unterwerfen sich der Forderung, kein Recht bzw. nur das ihnen von ihren Herrschern und Imamen zugewiesene Recht zu beanspruchen. (S. 19)
  • Die Rechtschöpfung aus dem Glauben ist ihnen selbstverständlich. (S. 23)
  • Religiöses Handeln ist für Muslime immer auch gesetzliches Handeln. Das Einverständnis der anderen wird vorausgesetzt oder erzwungen. (S. 29)
  • Muslimen fehlt "Ungläubigen" gegenüber jedes Unrechtsbewußtsein. (S. 29)
  • Privilegien = vom Herrscher gewährte Freiheit. (S. 31, 34ff., 36, 38)
  • Siehe dazu auch die seit Mitte des 14. Jahrhunderts gewährten Fremdenprivilegien oder kapitülasyonlar = Kapitulationen.
  • Jeder Mensch muß religiös gebunden sein. Der Islam bindet die Handlungen aller Menschen. (S. 37)
  • Zugeständnisse an den Islam und an die Muslime halten diese für selbstverständlich. (S. 39)
  • Das Kopftuch als Ausdruck der Zugehörigkeit zum Islam ist über einen juristischen Streit um Artikel 4,2 GG hinaus geboten. (S. 61)
  • Die Entfernung aller die alleinige Gültigkeit des Islams in Frage stellenden Gegenstände, Kruzifixe, Kippas, Weihnachtsbäume aus der Öffentlichkeit ergibt sich aus der alleinigen Gültigkeit des Islam. (S. 62)
  • Von der Freiheit keinen Gebrauch zu machen, geziemt sich für Muslime. (S. 64)
  • Es gibt keinen "Islamismus", der Begriff beleidigt alle Muslime; Islam ist Islam. (S. 77)
  • Der islamische Fundamentalismus ist schon immer Teil der Tradition. (S. 78)
  • Verstand kann für Muslime nur derjenige haben, der die Gültigkeit und die Vorherrschaft des Islam anerkennt. (S. 81)
  • Die Rechte Allahs werden durch muslimische Rechtsgelehrte bestimmt. (S. 85)
  • Gleiche Rechte von Männern und Frauen sind nicht wesentlich für deren Würde. Ihre Würde sehen sie darin, Muslime zu sein. (S. 85)
  • Die islamische Rechtsordnung ist vornehmlich Pflichtenordnung. (S. 86)
  • Ein Mensch kann nicht gleichzeitig unterworfen und frei sein. Muslim = Unterworfener unter Allahs Willen. (S. 88)
  • "Die Lösung für Probleme der Welt" stammt von Allah. Wo das nicht akzeptiert wird, können und wollen Muslime "niemals heimisch werden". (S. 89)
  • Muslime können auf Grund für sie unverständlicher Begriffe nicht begreifen, was der Autor mit seiner Abhandlung sagen will. (S. 89)
  • Der Autor bezeichnet in seinem Buch wiederholt Allah als Gott. Muslime leben unter Allahs Willen. (S. 102)
  • Koran-Sure 2:256 gilt nur für Muslime, außer wenn damit die Ungläubigen irregeführt werden sollen. (S. 102)
  • Es gibt keine islamistische, es gibt nur islamische Wirklichkeit, sie ist bestimmt durch Herrschaftsordnung und die Freiheit der Muslime, ihr zu folgen. (S. 105f.)
  • Shura ist Dienst an Allah und seinem Propheten Mohammed. (S. 107)
Islam nicht zu verweltlichen, nicht zu säkularisieren
  • Im Islam gibt es keinen Vorrang der staatlichen Rechtsordnung vor der Ausübung der Religionsfreiheit. Weltliche und transzendentale Wirklichkeiten werden nicht getrennt betrachtet. (S. 13)
  • Für Muslime ist Bekenntnis = Bekennen; es ist immer Handlungsaufforderung in dieser Welt. (S. 20f.)
  • Glauben, Meinen, Wissen sind Synonyme, Glauben = Meinen = Wissen der Ersten und der Zweiten Welt = objektive Gewißheit. (25f., 87)
  • Im Islam herrscht Allahs Wille. Der wird durch islamische Gelehrte und Herrscher definiert. (S. 29)
  • Der Islam behauptet sich jederzeit gegen das Recht "Ungläubiger", er maßt sich einen Zugriff auf die allgemeinen Gesetze an. (S. 33, 35)
  • Muslime haben anderen ihre Religion und die Maximen ihrer Religion aufzuzwingen. (S. 37)
  • Parteilichkeit der Politik ist nicht sittenwidrig, sondern sie ergibt sich aus der Scharia. (S. 39)
  • Aufklärerische Trennung von Religion und Politik ist dem Islam wesensfremd; sie kann von den Muslimen nicht verlangt werden. (S. 40)
  • Toleranz ist Schwäche. (S. 42)
  • Religiöse Freiheiten und Sonderregelungen, auch auf Kosten der "Ungläubigen", sehen Muslime als ihr politisches Grundrecht an. (S. 43)
  • Der Islam kann nicht säkularisiert werden, er ist bereits säkularisiert. Es gibt keine von weltlichen Belangen abtrennbare Kirche, "Islam ist Islam". (S. 75ff., 78, 87, 109, Absatz X.,1)
  • Religiöse und weltliche Vorschriften konkurrieren nicht, sondern das Gesetz Allahs ist für alle und alles bestimmt. Muslime leben in einer Welt. (S. 67)
  • Ein islamischer Staat ist theokratisch, oder er ist nicht. (S. 69)
  • Der Islam ist eine politische Religion, die das gesamte Leben regelt, der Islam ist weltlich. (S. 75ff.)
  • Das Sein des Islam besteht in seiner weltweiten Durchsetzung, wobei Muslime den Tod nicht scheuen. (S. 78)
  • Islamische Parteien werden, obgleich unislamische Spaltung der Gesellschaft, dann gegründet, wenn sie der Durchsetzung oder Bewahrung der islamischen Herrschaft förderlich sind. Im Iran und in der Türkei ist es so, in Tunesien, Ägypten und vielleicht in Libyen wird es so sein. (S. 79, 109)
  • Es gibt, wie man an der türkischen AKP sieht, keine gemäßigte islamische Partei. (S. 79)
  • Die Beherrschung von Muslimen durch Ungläubige ist Allah zuwider, sich nicht-islamischer Herrschaft zu entziehen, so gut es geht, ist für jeden Muslim im mehrheitlich nicht-islamischen Ausland Pflicht. (S. 82)
  • Wenn sich der Islam von seiner Verbindlichkeit für die Politik nachhaltig lossagt, dann ist er nicht "säkularisiert", sondern er hört auf zu bestehen. Weltliche und religiöse Herrschaft sind ineinander verwoben. (S. 84, 87)
  • Die islamische Volksgemeinschaft, die Ummah, ist von Allah (nicht von "Gott") als die beste Nation geschaffen worden. (S. 86)
  • Der Islam (nicht der "Islamismus") ist eine machtorientierte und fundamentalistische politische Ideologie (ohne Anführungszeichen). (S. 87)
  • Der säkulare, der weltliche Islam, bildet in nicht-islamischen Staaten Gegengesellschaften; sie sind durchaus von dieser Welt. (S. 89)
  • Selbstbestimmung des Volkes? Im Islam bestimmt Allah, und was der bestimmt, bestimmen die Herrscher und ihre Religionsgelehrten. (S. 105, 107)
  • Muslimische Gelehrte wollen keine westliche Demokratie, sondern den reinen Islam der ersten Sahaba durchsetzen, die Vereinigung und gegenseitige Durchdringung der zwei Welten. (S. 109)
  • Der Islam ist inzwischen fast reine Säkularität, er ist derartig säkular, daß seine Prediger sich jetzt vermehrt auf seine Spiritualität besinnen. (S. 109)
  • Die islamischen Herrscher haben schon immer durchgerechnet, womit sie sich finanziell besser stünden, bei Nicht-Konversion eines "Ungläubigen" oder bei der Verweigerung dessen Konversion und lebenslanger Zahlung der Jizya, der Kopfsteuer, oder mit seiner Vertreibung oder Ermordung sowie Einzug seines Vermögens. Was könnte säkularer sein? (S. 103f.)
  • Die Scharia sollte sich in allen islamischen Staaten überall in gleicher Weise behaupten, dann wären die Fronten endlich auch dem letzten klar. (S. 104)
Wer sich mit den rechtlichen, aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie andererseits aus der Kairoer oder Arabischen Erklärung der Menschenrechte erwachsenden Gründen für die Unvereinbarkeit des Islam mit Werten und Gesetzen unseres Staates sowie der meisten nicht-islamischen Staaten der Welt vertraut machen will, wer sich nicht länger als islamophob, als fremdenfeindlich und intolerant beschimpfen lassen will, der hole sich Argumentationshilfe aus dem Buch von Karl Albrecht Schachtschneider: "Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam".

17. März 2011


Bewertung: ***** (fünf Sterne!)


Karl Albrecht Schachtschneider:

Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam


Der Jude ist an allem schuld. Version I

Haust du den Juden eine rein,
muss es zitiert von Juden sein,
von
Zimmer- und von Zuckermann,
dass niemand etwa sagen kann,
du hättest etwas gegen sie.

Der Jude ist an allem schuld. Version II

Haust du den Juden eine rein,
muss es nicht mehr von Juden sein,
von Zimmer- oder Zuckermann,
dass niemand etwa sagen kann,
du hättest etwas gegen sie.

Eisbär Knut ist tot. R.I.P.

Was der Mossad immer tut,
tut er auch dem armen
Knut.
Leichen pflastern seinen Weg
bis hinein in Knuts Geheg.

Zieht ihn auf, dreht ihn im Kreis,
bis der Bär gar nichts mehr weiß.
Läßt ihn 
tot ins Wasser fallen,
ja, so macht er es mit allen!

15. März 2011

Stéphane Hessel und die Rezensionsrichtlinien von Amazon

Zwischen dem 16. und 24. Januar 2011 rezensiere ich bei Amazon.de das Pamphlet Stéphane Hessels, Indignez-vous ! Es ist die erste Rezension, die begeisterte des Clemens Keuner folgt einige Tage später, am 25. Januar 2011. Den Text meiner Rezension findet man weiter unten.

11. März 2011

Frankreich. Außenminister Alain Juppé und die moderaten Muslimbrüder

Die Ägypter wissen selbst noch kaum, wohin mit ihnen die Reise geht, da ist Frankreich bereits vorn, sich die ersten Plätze im neu zu gestaltenden Nahen Osten zu sichern. Diesmal wird nicht Stéphane Hessel geschickt, der ist allenfalls gut für die Politik gegenüber Gaza, sondern Alain Juppé reist höchstselbst.

Da er eine besondere Befähigung besitzt, den Puls der Zeit zu spüren, man erinnert sich, wie er 1995 einen monatelangen Streik provoziert und die Abwahl seiner eigenen Regierung organisiert (von seinen Korruptionsaffären nicht zu reden), handelt er auch jetzt entschlossen und empfängt in Kairo in einem Restaurant in der Nähe des Tahrir-Platzes, des Zentrums des Aufstandes, eine Delegation von zehn jungen Aktivisten der Anti-Mubarak-Erhebung "coalition des jeunes de la révolution", "Koalition der Revolutionsjugend", unter ihnen mehrere Mitglieder der Muslimbruderschaft.

Der AFP-Bericht erweckt den Eindruck, daß diese an der Seite von Jugendlichen aus Oppostionskreisen oder von parteilosen Jugendlichen an der Revolte teilgenommen haben, obgleich jeder inzwischen weiß, daß sie es sind, die Hosni Mubarak endlich aus dem Amt gejagt haben, es sind die oppositionellen und parteilosen Jugendlichen, die ihnen dabei behilflich sind.

In der Pressekonferenz nach seinem Besuch erklärt er: "Der Dialog, den ich mit der Delegation insgesamt geführt habe, besonders mit den Mitgliedern der Muslimbrüder, ist interessant gewesen, er hat mich in die Lage versetzt, einzuschätzen, daß die Darstellung, die manchmal von dieser Bewegung gegeben wird, geklärt und vertieft zu werden verdient."

"Le dialogue que j'ai eu avec l'ensemble de cette délégation, et en particulier avec les membres des Frères musulmans, a été intéressant, et m'a permis de bien mesurer que la présentation qui est faite parfois de ce mouvement mérite d'être éclairée et approfondie."

Er berichtet, daß mehrere der Muslimbrüder ihn an einer Vision eines liberalen, die Demokratie respektierenden Islams hätten teilhaben lassen: "Plusieurs d'entre eux m'ont fait part de leur vision d'un islam libéral et respectueux de la démocratie."

Der Außenminister biedert sich einer Bewegung an, die durch ihre höchsten Sprecher erklären läßt, wie sie sich die zukünftige Entwicklung Ägyptens unter vollständiger Scharia-Gesetzgebung vorstellt, deren stellvertretender Präsident Rashad al-Bayoumi die umgehende Auflösung des Friedensvertrages mit Israel fordert, und die seit dem 1. Dezember 1982 nichts an ihrem Projekt zur Erlangung der weltweiten Macht geändert hat, sondern es konsequent weiter verwirklicht.

Das Projekt formuliert die Grundlage einer Weltpolitik, deren Philosophie im Wesentlichen pragmatisch ist, es läßt den vor Ort tätigen islamischen Vereinigungen und Gruppen aller Art Freiraum zur Entfaltung und sieht eine Zusammenarbeit mit nichtislamischen gesellschaftlichen Kräften vor, die einige Ziele der Muslimbrüder teilen. Hier ist der Ansatzpunkt zum Verständnis der Bestrebungen von Islamfunktionären, einen Dialog mit Politikern und Vertretern der christlichen Kirchen zu führen. Es hat seitens der Islamfunktionäre nichts damit zu tun, ein friedliches Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen zu organisieren, sondern damit, sich dieser Personen zu bedienen, den Islam als politische Kraft in unserer Gesellschaft zu verankern.

Dazu werden die Muslimbrüder demnächst in Ägypten eine eigene politische Partei gründen und somit die Durchsetzung ihrer politideologischen Doktrin öffentlich betreiben. Alain Juppé wird nicht allein bleiben, sondern der gesamte Westen, von der EU bis zu den USA des Barack Obama, wird sich ob der scheinbar demokratischen Entwicklung freuen, Millionen Euro und Dollar an zusätzlicher Entwicklungshilfe bereitstellen und zu den Wahlen eine internationale Beobachtergruppe nach Ägypten entsenden. Sie wird begeistert zurückkehren und keine größeren Unstimmigkeiten bei den Wahlgängen festgestellt haben. Schon heute nämlich hat die Muslimbruderschaft in Ägypten eine Mehrheit, zu betrügen hat sie nicht nötig. Die Muslimbrüder werden wie Adolf Hitler mittels Wahlen an die Macht gelangen und sie wie er durch Wahlen nicht wieder in Frage stellen lassen.

Die 193 Kommentare zur Figaro-Meldung sind lesenswert; adrien saric meint, am 7. März, um 12:53 Uhr: N'oublions pas que Mr Juppé est maire de Bordeaux les Bordelais devraient s'en souvenir ! Laßt uns nicht vergessen, daß Herr Juppé Bürgermeister von Bordeaux ist. Die Bürger von Bordeaux werden sich erinnern! Elico5, um 15:29 Uhr: Ils veulent vraiment ne pas être au second tour... Mais lisez donc le Coran et les Hadiths et vous aurez froid dans le dos. Sie wollen tatsächlich nicht in die zweite Runde (bei den Präsidentschaftswahlen 2012) kommen ... Aber lest doch den Koran und die Hadithe, und es läuft Euch kalt den Rücken runter.

neo93500 empfiehlt dem Außenminister, am 6. März 2011, um 22:14 Uhr, Tariq Ramadan zum Berater seines Ministeriums zu ernennen. Als wenn der darauf nicht längst selbst gekommen wäre! Bordeaux bietet dazu eine gute Voraussetzung, dort ist die 18 Millionen Euro teuere Große Moschee von Bordeaux mit 2500 Plätzen im Bau. Leiten wird sie der marokkanisch-stämmige Imam Tareq Oubrou, selbst Schüler der Muslimbrüder und Mitglied der Union des organisations islamiques de France (UOIF), eines Dachverbandes der Muslimbruderschaft in Frankreich.

Alain Juppé braucht also nicht den weiten Weg nach Kairo anzutreten, die Muslimbrüder wirken schon jetzt in seiner eigenen Stadt, die ihnen zusätzlich zu bereits bestehenden Moscheen im Jahr 2005 den Bau der Großen Moschee genehmigt hat.

Derweil betreibt die katholische Kirche in Gestalt des Erzbischofs von Lyon die Islamisierung auf ihre Art. Der Kardinal von Lyon Philippe Barbarin erklärt den Islam für kompatibel mit der Republik.

Lyon ist Sitz des Salafistenverlages Tawhid, der u.a. die gesammelten Werke des Tariq Ramadan veröffentlicht. Vénissieux ist der islamisierte Vorort von Lyon. Dort war bis vor kurzem der Kommunist André Gerin Bürgermeister. Jahrzehntelang hat er der Islamisierung Vorschub geleistet, und jetzt setzt er sich an die Spitze der Burka- und Niqab-Ablehner in der Nationalversammlung. Ein geschickter Schachzug zur Rettung bzw. Rehabilitierung des kleinen niedlichen Kopftuchs für die Schule.

In diesem Umfeld wirkt der Kardinal, der die Islamisierung des Katholizismus betreibt und die Shahada der Muslime spricht, das Glaubensbekenntnis des Islam, und die Katholiken auffordert, es ihm gleichzutun: Achhadou an lâ ilâha illa-llâh, washadou ana muhammadun rasûlu-llâhi. Ich bezeuge, daß Allah Allah ist und Mohammed sein Prophet.

Er erteilt seinem eigenen Glauben damit eine Absage. Was der Koran über den Glauben an den Dreieinigen Gott sagt, an die Dreifaltigkeit, liest man in Sure 4:171. Was die Muslime mit Christen in ihren Ländern anstellen, das erfährt man täglich durch die MSM: Verfolgung, Verschleppung, Zerstörung, Mord.

169. (171.) O Volk der Schrift, überschreitet nicht euern Glauben und sprechet von Allah nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, ist der Gesandte Allahs und sein Wort, das er in Maria legte, und Geist von ihm. So glaubet an Allah und an seinen Gesandten und sprechet nicht: »Drei.« Stehet ab davon, gut ist's euch. Allah ist nur ein einziger Gott; Preis Ihm, daß ihm sein sollte ein Sohn! Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden, und Allah genügt als Beschützer.

Während man von Deutschland sagen kann, es sei im Begriff, sich abzuschaffen, ist Frankreich bereits bis in die höchsten Ränge der Regierung, der Organisationen und Institutionen abgeschafft.