Politische Statements werden nicht aufgenommen, lautet die Vorgabe des Verlags. Dabei ist das Bekenntnis eines Deutschen, auch nur einen einzigen Russen zu kennen, heutzutage bereits ein politisches Statement. Eine Anthologie mit Erzählungen, Gedichten, Berichten und Zeichnungen von 37 deutschen und österreichischen Autoren erst recht.
Diplomatie, Verhandlungen und Frieden für Europa statt Konfrontation
Eine Erklärung von Alexander von Bismarck und Michael von der Schulenburg
Es gab einst einen Petersburger Dialog, gegründet 2001 von Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder. Im Jahr 2021, bereits vor dem Beginn des Krieges Rußlands gegen die Ukraine, wurde einseitig seitens Deutschlands der Dialog eingestellt; im ersten Quartal 2023 wurde er aufgelöst. Der Bismarck-Dialog ersetzt den Petersburger Dialog:
Die Ströer-Gruppe ist ihm auf der Spur!
Spur führt nach Moskau. Bismarck-Nachfahre macht pro-russische Propaganda
Von pri, jse, t-online. Aktualisiert am 21.03.2025
Wettern gegen die liberale Demokratie. Mosern über den Westen. Stänkern gegen Selenskyj: Alexander von Bismarck agitiert für Russland und Wladimir Putin:
Geheimtreffen in Baku
Deutsche Politiker und Kreml-Vertreter. Beitrag von Markus Pohl und Daniel Schmidthäussler,
DIE ZEIT und RBB-Kontraste haben herausgefunden, daß das Gesprächsformat, wohl im Verborgenen weiterlebt. Und das mit Dr. Ralf Stegner! Er heißt in Blogger-Kreisen "Pöbel Ralle", auch "Der Schwätzer". Diesen ihren Freund läßt DIE ZEIT unerwähnt. Warum? KONTRASTE hingegen kriegt sich nicht ein vor Geifern, vor offen demonstriertem Haß auf Rußland, als gäbe es keine Zukunft, keine Zeit nach dem Ukrainekrieg, aber es gibt in Deutschland noch Politiker, die Sinn für Geopolitik und für deutsche Interessen haben!
Auf diesem Hintergrund ist die Anthologie, die bereits am 31. Juli 2023 erschienen und mir bis jetzt entgangen ist, besonders empfehlenswert; denn jeder einzelne, der sich darin äußert, beweist Mut. Man denke nur an den Schweizer Oberst a.D. Jacques Baud, dem von der EU-Kommission angeblicher Rußland-Propaganda wegen willkürlich, ohne juristisches Urteil, seine Existenzgrundlage vernichtet wird. Auch er vertritt "die falschen Narrative".
Bismarck, Alexander von (Hg.): Begegnungen zwischen Russen und Deutschen. *****
Eine Anthologie der Verständigung. Mit 35 Zeichnungen von Sebastian Hennig. 31.7.2023
159 S., 4 Abb., 35 Zeichn. 280 gr. ISBN 3-95930-272-X. Gb. 18,– €*
Mit Beiträgen von Alexander von Bismarck, Sebastian Hennig, Uwe Steimle, Jens Lammla, Alexander Block, Bernd-Ingo Friedrich, Oda Schaefer, Jürgen Kuhlmann, Georg Steiger, Helmut Bartuschek, Hilko Gerdes, Uwe Lammla, Horst Köhler, Michael Klonovsky, Werner Ulrich, Norbert Zankl, Klaus Ender, Tanja Krienen, Alexander Ulfig, Rolf Schilling, Adorján Kovács, Helmut Roewer, Viola Schühly, Hansjörg Rothe, Uwe Haubenreißer, Franns-Wilfried von Promnitz, Árpád von Nahodyl Neményi, Uwe Nolte, Richard Reschika, Roman Koshmanov (Piligrim), Oliver Guntner, Marc Zoellner, Burkhard Jahn, Maria Vola-Vladykina, Rainer Hackel, Daniil Koshmanov und Jurek Haslhofer.
Inhaltsverzeichnis
(Informationen zu den Autoren verlinkt)
Es gibt Beiträge von vor und nach 1989/90. Alle Autoren berichten aufrichtig, auch mit Kritik wird nicht gespart. Lesenswert ist das Buch für diejenigen, die Rußland nur aus dem AgitProp der westlichen, besonders der europäischen Medien kennen. In den USA läuft die Berichterstattung seit Donald Trump differenzierter, besonders von Politikern und Medien der Republikaner. Noch lesenswerter ist das Buch für solche, die schon mit Russen und mit Rußland zu tun hatten, gar im Land gereist sind. Ich gebe ihm fünf Sterne *****.
Meine erste Erfahrung mit Russen bzw. Rußland machte ich 1946. In meiner ostwestfälischen Heimatstadt Herford klopfte es eines Tages ans Fenster, ich schaute raus und sah einen völlig verdreckten schwarzen Mann. Schreiend lief ich zu Oma, die schaute auch raus und schrie vor Freude; denn es war ihr ältester Sohn Max, der aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war und schnurstracks nicht zu seiner Frau Mimi, sondern zu seiner Mutter geeilt war. Mimi hat ihm das lange nicht verziehen. Max war Kommunist und wurde bevorzugt behandelt. Man hatte es aber glaubhaft zu machen; denn die Kommunisten im Lager wurden plötzlich immer mehr. Den Grund für die frühe Entlassung habe ich Jahrzehnte später von Hans Mahle erfahren, der ab 1959 Chefredakteur der SEW-Tageszeitung Die Wahrheit war. Lemo schreibt allerdings, daß die meisten Kriegsgefangenen schon 1946/47 entlassen worden wären. Sei's drum!
Mein Schlüsselerlebnis war im Herbst 1965, als ich im eigenen Waggon, Pompons umrahmten die Fenster, mit dem Zug von Teheran über Djolfa,Tiflis, Sotschi, Krasnodar nach Moskau zuckelte. Es war gerade Cholera in Indien, und ohne Impfnachweis kam man nicht rein in die SU. Die Grenzer sprachen Russisch, Armenisch und Persisch, vielleicht noch Türkisch; ich zeigte ihnen meinen Impfpaß in Deutsch, Englisch und Französisch, tippte auf die Malaria-Impfbescheinigung, und hinein ins Land! Sonst hätte ich in Quarantäne gemußt. Allein im Waggon mit einem dienstbaren Geist, kriegte Tee ausm Samowar und jeden Mittag Soljanka. In Krasnodar stieg ein russischer Offizier mit Frau un kleiner Tochter zu, blonde Zöpfchen, Alter ca. fünf Jahre und neugierig, robbte sich hin und wieder an mein Abteil und spähte, was da wohl bei mir ablief. Ich hatte nämlich einen in Teheran gekauften Plattenspieler und nudelte meine persischen Platten ab.
Was ich dann an Zuwendung in Moskau erlebt habe, wunderbar empfangen überall! Ich wohnte im Hotel Berlin Берлин, saß als Einzelperson an einem kleinen Tisch inmitten von Reisegruppen, nicht unter einem Dutzend Personen pro Gruppe, und wurde bestaunt, führte Unterhaltungen im Park mit russischen gebrochen Deutsch sprechenden Kriegsveteranen, von denen das Gerücht ging, die würden, wenn sie sterben, nicht beerdigt, sondern mit ihren Medaillen verschrottet, hätte gut in die Anthologie gepaßt, auch die Schlange vorm Lenin-Mausoleum, ohne mich, was die eigens für mich abgestellte Stadtführerin dankbar annahm, dabei wäre ich als Ausländerin bevorzugt eingelassen worden, ach, ja, und die zwei Afghanen, einer der Sohn des Außenministers, beide Studenten, die mir auf Persisch-Russisch beim Einkauf im Kaufhaus Gum halfen, weil ich nix Russisch wohl aber Persisch konnte, aber zuerst an der Kasse sagen und bezahlen mußte, was ich haben wollte: ein Viertelpfund Leberwurst usw., und das wunderbar durch drei Nebenstraßen duftende Brot, Geheimtipp! Warum kaufte ich das? Von Moskau nach Warschau mit Anschluß nach Berlin gab es in den Zügen keine Speisewagen, ich wäre verhungert trotz nicht eßbarem persischem Isfahan-Teppich, den ich im Jutesack zollfrei nach Berlin-Zoo schmuggelte.
Ein Usbeke kommt von der Arbeit nach Hause zu Frau und Kind. Das sitzt unterm Tisch und ist völlig verdreckt. Fragt der Mann seine Frau: Waschen wir's, oder machen wir 'n neues?
Спасибо!
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