„Verhindert europäische Haltung“ –
SPD kritisiert Nein zur Aussetzung von EU-Abkommen mit Israel
säd/doli, WELT, 22. April 2026
"Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, [der bosnisch-stämmige Muslim] Adis Ahmetović, hat die Entscheidung des Auswärtigen Amtes scharf kritisiert, die Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel zu blockieren. Dies sei eine falsche Entscheidung, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)."
Meinem Dorfblatt L'Indépendant ist die Blockade eine kleine Nachricht wert: Spanien, Irland und andere ...
"Besitzt Frankreich noch die Mittel, seine Ambitionen im Nahen Osten zu verwirklichen? Zwischen dem Wunsch nach Einfluß, einer forschen Rhetorik und der Abwesenheit von den entscheidenden Verhandlungstischen scheint die Kluft immer größer zu werden. In einem von den USA und zunehmend selbstbewußten regionalen Akteuren dominierten Umfeld fällt es Paris schwer, seine Absichten in konkrete Maßnahmen umzusetzen."
Welch ein Glück für Israel, für die ganze Region - und nicht zuletzt für Frankreichs Bürger!
Hier ein Artikel vom 24. Juli 2006, 20 Jahre alt. Es hat sich nichts geändert. Ich bin fix&foxy! 😡
Jacques Myard ruft zur militärischen Aktion gegen Israel auf
Nicht nur die Lieblingsseite der französischen antisemitischen und anti-israelischen Linken Bellaciao, sondern ganz Frankreich, angeführt von seinem Präsidenten Jacques Chirac und sekundiert von den Regierungsmitgliedern Dominique Galouzeau de Villepin und Philippe Douste-Blazy dokumentieren täglich ihre volle Unterstützung für den Libanon und seine unschuldige Bevölkerung, die nichts dazu kann, daß die vom Iran und Syrien unterstützte und finanzierte Hezbollah vom Süden des Landes und vom Süden Beiruts aus ihren Kampf gegen Israel, die Juden und für die Ausweitung des schiitischen Islam und der Macht des Iran in der Region führt.
Nicht nur die Lieblingsseite der französischen antisemitischen und anti-israelischen Linken Bellaciao, sondern ganz Frankreich, angeführt von seinem Präsidenten Jacques Chirac und sekundiert von den Regierungsmitgliedern Dominique Galouzeau de Villepin und Philippe Douste-Blazy dokumentieren täglich ihre volle Unterstützung für den Libanon und seine unschuldige Bevölkerung, die nichts dazu kann, daß die vom Iran und Syrien unterstützte und finanzierte Hezbollah vom Süden des Landes und vom Süden Beiruts aus ihren Kampf gegen Israel, die Juden und für die Ausweitung des schiitischen Islam und der Macht des Iran in der Region führt.
Entretien de M. Philippe Douste-Blazy, ministre des affaires étrangères, avec Le Parisien le 1er août 2006, sur l'exigence française d'un cessez-le-feu immédiat et d'un accord politique avant tout déploiement d'une force de stabilisation internationale au Liban. Texte intégral, Vie publique
"Interview mit Herrn Philippe Douste-Blazy, Außenminister, mit Le Parisien, am 1. August 2006, über die französische Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand und einer politischen Vereinbarung vor jeglichem möglichen Einsatz einer internationalen Stabilisierungstruppe im Libanon. Vollext"
"Für einen bedingungslosen Waffenstillstand!" wiederholt sich der französische Außenminister. Solche Sprüche mögen seiner Naivität in außenpolitischen Angelegenheiten geschuldet sein, nicht naiv ist es jedoch von Jacques Chirac, einen solchen zum Außenminister zu machen, sondern das hat Methode.
""Luxusautos und Steueroasen – der ehemalige Minister im Zentrum des Verdachts"
Philippe Douste-Blazy : voitures de luxe et paradis fiscal, l’ex-ministre au cœur des soupçons
Par Clara Gaillot Gourdon, Gala, Le 16 avril 2025
Die Editrix schickt mir einen zweisprachigen Link, um mich mit einer zusätzlichen Information über die einseitige Parteinahme Frankreichs gegen Israel zu versorgen. Als wenn ich davon nicht genug hätte! Der zweisprachige Beitrag des Dissident Frogman zieht einem die Schuhe aus, so man denn bei der Hitze noch welche anhat.
"Frankreich muß handeln: Krieg gegen Israel!"
France must act: war on Israel! ♠ La France doit agir : guerre contre Israël!
Jacques Myard, ein UMP-Abgeordneter der Nationalversammlung, Mitglied der Partei des Jacques Chirac und Mitglied des Außenpolitischen Ausschusses der Nationalversammlung, fordert die Regierung Frankreichs auf, militärische Mittel gegen das Vorgehen Israels im Libanon einzusetzen: Le gouvernement français doit prendre toutes les mesures y compris militaires, The French government must take every measure, including militarily, Die französische Regierung muß alle Maßnahmen ergreifen, einschließlich militärische.
"Pressemitteilung: Krieg im Libanon - hat Israel den Verstand verloren?"
Guerre au Liban – Israël a-t-il perdu la raison ? ‘War in Lebanon – Has Israel lost her mind ?’
Communiqué, le 18 juillet 2006 - July 18th, 2006
The Dissident Frogman liefert die Pressemitteilung in Französisch und in englischer Übersetzung.
Jacques Myard insistiert darauf, daß Frankreich handeln müsse: es könne sich nicht zufrieden geben damit, seine Alliierten zu überzeugen, von denen man la pusillanimité, die Kleinmütigkeit in diesem Konflikt kenne. Das Wort kommt vom lateinischen pusillus, winzig, schwach, kleinlich, und es gibt den Blick frei auf die Traumwelten, in denen sich französische Politiker heutzutage aufhalten.
Solche Forderungen liest man nicht einmal bei Bellaciao, vielleicht, weil sie gar nicht darauf kommen, daß es für derartige Ansinnen eine Anlaufstelle auf Regierungsseite geben könnte. Aber es gibt sie, und man kann davon ausgehen, daß Jacques Myard nicht der einzige ist, der auf diese Weise den lange verlorenen Glanz der Grande Nation in der Region aufpolieren möchte. Die Abenteuer in der Elfenbeinküste reichen offensichtlich noch nicht aus.
Was am 18. Juli 2006 in der Welt so alles los ist, berichtet der NouvelObs, am 20. Juli 2006, darunter befinden sich auch zahlreiche Ereignisse im vom Botschafter Frankreichs in London Daniel Bernard, im Dezember 2001, so bezeichneten "shitty little country", dem beschissenen kleines Land Israel, dessen Premierminister Ariel Sharon vom Botschafter der Grande Nation Gérard Arnaud schon vor seinem Amtsantritt in Tel-Aviv, am 8. September 2003, als "thug", Gangster, Verbrecher, und Israel als "a paranoid country,” ein paranoides Land, apostrophiert wird; so nachzulesen im Forward.
Hier einige vom NouvelObs notierte Israel betreffende Ereignise, darunter, um 13:35 Uhr, die Nachricht vom Kommuniqué des Jacques Myard. Was bis dahin allein an dem Tag, den 18. Juli 2006, auf Israel herabregnet sowie Angriffe Israels auf die Hezbollah, immer so dargestellt, daß es ungerechtfertigte Angriffe auf den Libanon, sein Militär und seine Bevölkerung sind, wer Frogpeak kann, lese bitte alle:
"Verfolgen Sie die Ereignisse rund um die Spannungen zwischen Israel und der libanesischen schiitischen Hezbollah-Bewegung [sic] stündlich."
7:20 Uhr - Jerusalem Laut einer Umfrage der Tageszeitung Yediot Ahronot glauben fast neun von zehn Israelis (86 %), daß die Offensive gegen die Hezbollah gerechtfertigt ist, und fast sechs von zehn Israelis (58 %) sind der Meinung, daß der jüdische Staat diese Offensive bis zur Zerstörung der Organisation fortsetzen sollte.
10:25 - Teheran Kein Teil Israels ist in dem Konflikt zwischen Israel und dem Libanon sicher, warnt der Präsident des iranischen Parlaments und spielt damit auf die Reichweite der der Hezbollah zur Verfügung stehenden Raketen an.
11:00 Uhr - London – Die Hezbollah hat seit letzter Woche 1.500 Raketen und Geschosse auf Israel abgefeuert, sagte der israelische Vizepremierminister Schimon Peres gegenüber Sky News.
11:00 Uhr - Paris: Alain Juppé bezeichnet die Hezbollah als „terroristische Organisation“ und fügt hinzu, daß Israel „das Recht und die Pflicht hat, sich gegen Terrorismus zu verteidigen“.
"Alain Juppé sticht durch seine scharfe Kritik an Israel hervor." Les Echos, 3 août 2006
„Was Israel im Libanon (und in Gaza) tut, ist moralisch inakzeptabel und politisch unvernünftig.“
11:55 Uhr – Haifa: Mehrere von der Hezbollah abgefeuerte Raketen sind in Haifa, Nordisrael, eingeschlagen, teilte die Polizei mit. Ob es Opfer gab, ist noch unklar.
12:25 - Haifa Rund zwanzig Raketen schlugen in Ortschaften im Norden Israels ein, darunter auch in der Hafenstadt Haifa. Nach Angaben der Rettungsdienste entstanden Sachschäden, es gab jedoch keine Verletzten.
13:35 Uhr - Paris Der UMP-Abgeordnete für Yvelines, Jacques Myard, ein Souveränist, fordert die französische Regierung auf, Israel nicht zu erlauben, "sich im Libanon so zu verhalten".
14:45 Uhr - Jerusalem Der israelische Premierminister Ehud Olmert bekräftigt, dass die am 12. Juli begonnene israelische Offensive im Libanon so lange fortgesetzt wird, wie die Angriffe der Hezbollah gegen den Norden des jüdischen Staates andauern und die von der libanesischen schiitischen Miliz gefangengenommenen IDF-Soldaten nicht freigelassen wurden.
15:35 Uhr - Beirut Der libanesische Präsident Emile Lahoud bezeichnet den israelischen Angriff auf eine Kaserne in der Nähe von Beirut, bei dem 11 Soldaten getötet wurden, als „Massaker“ und wirft Israel vor, den Libanon „zerstören“ zu wollen.
"Sayed Nasrallah [pbuh] bekräftigte seinen Dank an Lahoud für dessen mutige nationale Haltung, seinen großen Beitrag zum Kampf für Befreiung und Würde sowie seine uneingeschränkte Unterstützung des Widerstands, dessen Befreiung im Jahr 2000 und der Sieg für den Libanon im Jahr 2006 sich als seine wichtigsten Errungenschaften erwiesen." InfoAlahed, Beirut 2010, mit Foto.
16:30 Uhr - Jerusalem: Israelische Rettungsdienste geben den Tod eines Israelis bei der Explosion einer aus dem Libanon auf Nahariya in Nordisrael abgefeuerten Rakete bekannt.
17:30 Uhr - Rom Der italienische Außenminister Massimo D'Alema kritisiert die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen als „unverhältnismäßig“ und versichert, daß der „Zerfall des Libanon“, der Bombenangriffen aus Tel Aviv ausgesetzt sei, den jüdischen Staat nicht stärken werde.
17:40 Uhr - London Der britische Premierminister Tony Blair wirft dem Iran und Syrien vor, die Hezbollah in der aktuellen Nahostkrise zu unterstützen, was seiner Meinung nach zum „Zerfall der Hoffnungen auf Stabilität“ in dieser Region der Welt geführt habe.
17:40 Uhr - Berlin Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gibt bekannt, daß es 200.000 Euro Soforthilfe für die Opfer der israelischen Bombenangriffe im Libanon geleistet hat. [Jeder hilft, so gut, wie er kann!]
18:30 Uhr - Jerusalem: Israelische Flugzeuge haben vier Lastwagen aus Syrien zerstört, die Waffen und Munition für die Hezbollah im Bekaa-Tal nordöstlich des Libanon transportierten, wie eine Sprecherin der israelischen Armee mitteilte.
19:05 Uhr - Beirut Die libanesische schiitische Hezbollah gibt den Tod eines ihrer Kämpfer bekannt, womit sich die Zahl ihrer Toten seit Beginn der israelischen Offensive gegen den Libanon am 12. Juli auf fünf erhöht. [Unter den anderen libanesischen Toten befinden sich keine ihrer Kämpfer?]
„'Wir kennen die Israelis in- und auswendig,' sagte ein Fedajin. 'Ihre Mentalität und ihre Methoden sind uns wohlbekannt. Wir haben sie über zwanzig Jahre lang unter Besatzung erlebt.' Er fügte hinzu, die Israelis hätten 'nicht verstanden, daß sich der Widerstand verändert hat, daß er sich vorbereitet, verbessert und ausgeweitet hat. Er ist keine Miliz mehr, die sich in den Obstgärten des Südlibanon versteckt. Er ist ein fester Bestandteil unseres Lebens, unserer Herzen geworden, genährt von jahrelangem Leid'.“ Le Monde. 22. Juli 2006
20:00 Uhr - Beirut Die Islamische Widerstandsbewegung [sic], der bewaffnete Arm der libanesischen Hezbollah, bekennt sich zu neuen Angriffen auf zweiundzwanzig Ortschaften in Nordisrael, 'als Reaktion auf die anhaltende israelische Aggression gegen libanesische Regionen'.
21:35 Uhr – Der israelische Premierminister behauptet [affirme, sic], die Hezbollah habe die Entführung zweier Soldaten am vergangenen Mittwoch mit dem Iran koordiniert, um die Aufmerksamkeit der Welt von dessen Atomprogramm abzulenken.
Artikel vom 27. Juli 2006
Der Abgeordnete fordert eine internationale Truppe, die Milizen gemäß Resolution des UN-Sicherheitsrates Nr. 1559, vom 2. September 2004, zu entwaffnen. Sie allein könne die Region stabilisieren. Wenn er damit eine der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) ähnliche Truppe meint, اليونيفيل, wie der Name schon sagt, so kann man ihm empfehlen, die Erfahrungen mit diesen korrupten Truppen, die sich als menschliche Schutzschilde für die Hezbollah zur Verfügung stellen und sich für gutes Geld an Entführungen israelischer Soldaten beteiligen, auf dem Blog The Volokh Conspiracy nachzulesen; denn Englisch und Deutsch spricht Jacques Myard fließend.
United Nations an Accomplice in Hezbollah Kidnapping.
By David Kopel, The Volokh Conspiracy, July 21, 2006
Empfehlenswert ist auch die Web Site von UNIFIL, und dort die Presseverlautbarungen, die sich vor allem um UNIFIL selbst und deren Lage drehen. Die UNIFIL wird im März 1978 vom UN-Sicherheitsrat eigens dazu gegründet, den israelischen Rückzug aus dem Libanon zu bestätigen und Israel in Schach zu halten, nicht etwa die Hezbollah und den Iran.
MYTHS and FACTS. A GUIDE TO THE Arab-Israeli Conflict. By Mitchell G. Bard
Die UNIFIL bedauert, daß israelisches Militär sie behindert, sich zu bewegen und Hilfe zu leisten. Sie könne aber nicht die Rolle der libanesischen Behörden ersetzen, gibt sie zu bedenken. UNIFIL kommt von beiden Seiten unter Beschuß, von der Hezbollah und von IDF.
Wie weiter mit den Uno-Truppen in Libanon? Die UNIFIL - machtlose Beobachter
rte. New York, 25. Juli. NZZ, am 26. Juli 2006
"Generalsekretär Annan hat dem Uno- Sicherheitsrat vorgeschlagen, das Mandat der Uno-Friedenstruppen in Südlibanon nur um einen Monat zu verlängern. Die Hoffnung ist, bis dann eine schlagkräftigere Truppe als Mittel zur Lösung der gegenwärtigen Krise zu schaffen."
Da ich annehme, daß es den Abgeordneten interessiert, was der Dissident Frogman von seinen Vorstößen hält, schicke ich ihm diese mit freundlichen Grüßen. Der rührige Mann ist ensetzt darüber, daß er für einen halluzinierenden Antisemiten gehalten wird, antwortet umgehend und schickt mir einen AFP-Bericht, der am 22. Juli in Le Monde veröffentlicht wird, mit der Bemerkung: Ist das auch ein halluzinierender Antisemit? Es handelt sich um eine Einschätzung des Staatsministers im britischen Außenministerium Kim Howells. Er ist verantwortlich für den Nahen Osten, Afghanistan und Südasien, Anti-Drogen-Kampf, Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen, Anti-Terror-Kampf, für die Vereinten Nationen und ihre Reform. Dieser Mann mit dem bunten Gemischtwarenladen kritisiert die Strategie Israels Journalisten in Beirut gegenüber mit den Goldenen Worten: "Wenn sie die Hezbollah verfolgen, müssen sie auf die Hezbollah zielen, nicht auf die Gesamtheit der libanesischen Nation."
"Der britische Staatsminister im Außenministerium, Kim Howells, weigerte sich gestern bei seiner Ankunft in Israel, seine umstrittenen Äußerungen zum Libanonkonflikt zurückzunehmen und wiederholte seine Aufforderung an die Israelis, 'Verhältnismäßigkeit und Zurückhaltung“ zu zeigen'."
Bis dahin kritisiert die britische Regierung Israel nicht, sondern fordert es nur zur Zurückhaltung auf, einen sofortigen Waffenstillstand fordert sie nicht. "Wir hoffen, es wird keinen Einmarsch israelischer Truppen ins Land geben," erklärt der Staatsminister. Und dann meint er noch, viel wirksamer als militärische Maßnahmen Israels gegen die Hezbollah, um sie zu zerstören, sei der politische Weg, einen prosperierenden Libanon zu schaffen.
"Ein britischer Außenminister kritisiert Israels Strategie"
Un secrétaire d'Etat britannique critique la stratégie d'Israël. AFP, Le Monde, 22 juillet 2006
Es versteht sich, daß dieser Staatsminister kein einziges Wort über die Angriffe der Hezbollah auf Israel verliert, keines über die Tötung israelischer Soldaten und die Verschleppung zweier seiner Soldaten vom Territorium Israels aus in den Libanon. Auf die Frage des Jacques Myard, ob ich Kim Howells auch für einen halluzinierenden Antisemiten halte, kann ich nur mit Ja antworten, es sei denn, man schüfe einen entsprechenden Begriff, der einen Menschen charakterisiert, der die Welt ohne Juden und ohne Israelis beschreibt. In dem Interview ist nur im Zusammenhang mit dem Libanon von Menschen die Rede: viele Tote, Tötung vieler Leute, Israel bleibt abstrakt.
Meine Einschätzung dieses Mannes kommentiert Jacques Myard: Alors là c’est la meilleure de la journée… cordialement malgré tout. Also, das ist das Beste vom Tage ... Trotzdem herzlichst.
Sabine Christiansen fragt: Wie weit darf Israel gehen?
Am frühen Sonntagmorgen, den 22. Juli 2006, konfrontiert Kewil in seinen Fakten&Fiktionen, seine Leser mit Fotos von sieben Hezbollah-freundlichen Demonstrationen von arabisch-stämmigen Einwohnern von Chicago, Sydney, Stockholm, London, Montréal, Genf und Paris sowie einer rotbeflaggten linken Friedensdemonstration von Israelis in Tel Aviv. So eingestimmt, kann man sich an der letzten Etappe der Tour de France freuen und sich vornehmen, nichts zu tun bei der Hitze.
Was wir in den deutschen Mainstream Medien und in den Verlautbarungen deutscher Politiker finden, das stellt sich auch in britischen, französischen, italienischen dar: geht es im Nahen Osten um menschliche Regungen, um Sorgen, Nöte, Ängste, um Leib und Leben von Menschen, die bedroht und getötet werden, dann beziehen sich die Kommentare auf die Araber, die Libanesen, die Palästinenser, die armen Opfer; geht es um Kriegsziele, um Strategie, um Taktik, dann ist von Israel die Rede: Wie weit darf Israel gehen? Sabine Christiansen, ARD Presseportal, 23. Juli 2006
Die Gäste:
- Shimon Peres (stellv. Ministerpräsident Israel und Friedensnobelpreisträger/wird zugeschaltet)
- Heidemarie Wieczorek-Zeul (Bundesministerin für Entwicklung)
- Tommy Lapid (ehem. Justizminister Israel)
- Mohammed Nazzal (Generaldirektion Palästinas in Deutschland)
- Manfred Lahnstein (Deutsch-Israelische Gesellschaft)
- Ulrich Kienzle (Publizist und Nahost-Kenner)
- Andrée Sfeir-Semler (Galeristin in Beirut/Libanon)
- Ellen Ihrig (Mitarbeiterin der Universität Haifa/Israel)
Yosef (Tommy) Lapid, der ehemalige israelische Justizminister und heutige Präsident der Gedenkstätte Yad Vashem, fragt die Moderatorin, wieso nicht gefragt wird: Wie weit darf die Hezbollah, die Hamas, wie weit dürfen der Iran und Syrien gehen? Diese berechtigte Frage wird nicht beantwortet, es geht wie immer um Israel. Hoch anzurechnen ist Sabine Christiansen und der ARD, daß in dieser Sendung einmal vier bekannte Israelfreunde auftreten, darunter sogar, in der Gestalt von Manfred Lahnstein, ein Nicht-Jude, allerdings Ehemann einer Jüdin. Von der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sagt mindestens einer, sie sei Freundin der Juden - sie selbst. Ihre Äußerungen über die Völkerrechtswidrigkeit der militärischen Maßnahmen Israels zur Schaffung wenigstens einiger Sicherheit für die Bürger sprechen deutlich eine andere Sprache. Es kann nicht an der Parteilinie liegen, wie man an der Verhandlungsführung des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier sieht.
Es habe keinen Zweck aufzurechnen, meint sie, was nichts anderes heißt, als daß sie die Terroraktionen der palästinensischen Gruppen und der Hezbollah den staatlichen Maßnahmen Israels gleichstellt. Dann tut sie einen weiteren Ausspruch, den man sich einrahmen sollte: Immer wenn Frieden sichtbar wird, haben Gruppen den torpediert. In der gesamten Geschichte Israels, von der UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947, bis heute haben immer und in allen Fällen die Araber die Friedenschancen zunichte gemacht. Das ist einfach eine Tatsache, die sich aus dem Islam und seiner rigiden Durchsetzung im Nahen Osten ergibt. Israel liegt auf angeblich für alle Zeiten islamischem Boden, es ist ein Waqf. Jeder Muslim ist nicht nur verpflichtet, den Islam weltweit zu etablieren, sondern vor allem erst einmal ehemals islamische Gebiete zurückzuerobern. Das kleine Israel, so groß wie mein Department Pyrénées-Orientales, liegt im Zentrum der Islamischen Welt, und da stört es. Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß der Islam keine Religion, sondern ein religiös verbrämtes Herrschaftsinstrument ist, hier wäre er erbracht.
Mohammed Nazzal, von der Generaldirektion "Palästinas" in Deutschland, erklärt, es habe 50 Jahre gebraucht, bis Israel jetzt erstmalig Raketen auf den Kopf bekäme. Er fordert, den Iran und Syrien aus der Betrachtung herauszuhalten. Er behauptet, daß es sich um einen Konflikt zwischen Israel und dem Libanon handele. Damit erntet er keinen Widerspruch. Er vertritt die Linie der iranischen Finanziers der Terrorgruppen im Libanon und in den palästinensischen Gebieten, die behaupten, sie unterstützten die Terrorgruppen nur moralisch. Im Iran erklärt Mahmud Ahmadinejad, Israel habe mit seinem Vorgehen gegen die Hezbollah im Libanon den Knopf zu seiner eigenen Zerstörung gedrückt. Genauer äußert er sich nicht, aber er meint, islamische Staaten und andere würden Israel und seine Hauptunterstützer, geleitet von den USA, isolieren. Am 22. Juli erklärt der Chef des Hauptkommandos der iranischen Armee Generalmajor Sayyed Hassan Firuzabadi (pbuh), der Iran werde sich niemals an den Kämpfen im Nahen Osten beteiligen. Dies kolportiert Mohammed Nazzal mit seinen Worten.
Manfred Lahnstein schlägt sich wacker, er besteht darauf, Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten, einen Waffenstillstand zu fordern, sei völlig daneben; die Hezbollah wolle keinen Waffenstillstand, kontert er die Ministerin. Um noch einen Juden zu Worte kommen zu lassen, der die israelischen Militäraktionen zur Sicherung des Lebensrechtes seiner Bevölkerung, Juden und Araber, nicht akzeptiert, wird Daniel Barenboim zugeschaltet, der Freund des Edward Said. Der von obskuren linksradikalen Web Sites und dem Fernsehsender ARTE gern zitierte israelische Stardirigent ist selbstverständlich nicht einverstanden mit dem Vorgehen der israelischen Armee. Das will etwas heißen; denn heuer ist sogar Moshe Zimmermann kein verläßlicher Gesprächspartner deutscher Journalisten mehr, sondern schlägt sich auf die Seite seiner geschundenen Landsleute.
Der Publizist Ulrich Kienzle, der viele Jahre im Libanon gelebt hat, scheint wenigstens kein Israelfeind zu sein, obgleich viele Blogger, deren Ansichten ich sonst schätze, das anders sehen. Im Laufe der Diskussion kritisiert er die Politik Israels, dessen Abschreckung die Araber nicht mehr ernst nähmen.
"Israels unnötiger Krieg"
Israel's Unnecessary War in Lebanon, by Daniel Pipes, New York Sun, July 18, 2006
Diese Beobachtung ist zutreffend. So sieht es auch Daniel Pipes und zieht die Konsequenzen bis heute.
Die Aufweichung beginnt 1993, da Israel Konzessionen an die Araber macht, die Palästinensische Autonomiebehörde gegründet und Yasser Arafat gestattet wird, politisches Kapital gegen Israel aus diesen Konzessionen zu schlagen. Man kann sagen, daß ab 1993 auf Grund der Friedenssehnsucht der Israelis nicht mehr konsequent darauf geachtet wird, daß politische Kompromisse und Konzessionen im Weltbild der Araber nicht vorkommen, daß sie als Schwäche interpretiert werden. Vergessen wird der Auftrag an die Muslime zur Zerstörung Israels, vergessen wird der Phased Plan, vom 9. Juni 1974, und vieles mehr. Ein Höhepunkt der Fehleinschätzungen mit den bekannten Folgen der Intifada II sind die Vorschläge für einen Friedensvertrag von Camp David, vom 11. bis 24. Juli 2000, da Israel den Arabern 97 Prozent von Gaza und der Westbank für ihren Staat anbietet. Das ist das Jahr, in dem Israel am 24. Mai den Libanon vollständig räumt.
"Gottes Allahs Armee will alles"
God’s [Allah's] Army Wants It All. By Charles Johnson,
"Gottes Allahs Armee plant, den gesamten Nahen Osten zu beherrschen."
God’s [Allah's] army has plans to run the whole Middle East. By Amir Taheri,
Subscription. Only 2 lines are readable. Cheapskates!
Keiner der Diskussionsteilnehmer spricht in klaren Worten aus, was jetzt im Nahen Osten auf dem Spiel steht: entweder siegt die Hezbollah gegen Israel, was dessen Existenz in Frage stellt, und es siegt damit der Iran gegen den Westen und seine demokratischen Werte [😂 Ja, heute lache auch ich über UnsereDemokratie™ Tränen, beonders seit Annalena], oder es gelingt, die Hegemonialbestrebungen des mittelalterlichen Mollahstaates zu konterkarieren und der Region eine Chance zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung jenseits des Schleiers einzuräumen. Diese Entscheidung steht an, und sie wird nur zugunsten des Westens entschieden, wenn die USA und die Staaten der EU an der Seite Israels stehen. Was Frankreich angeht, muß man an dessen Unterstützung zweifeln. Politiker der Regierungspartei äußern freimütig, daß ein militärisches Vorgehen gegen Israel angesagt sei.
24. Juli 2006 - mit Link-Ergänzungen in Quelle Nr. 5, 26. Juli 2006
Es hat sich nichts geändert. Ich bin fix&foxy! 😡
Derselbe Artikel, vom 24. Juli 2006, mit zu der Zeit aktuellen Ergänzungen
