29. Januar 2019

Theresa May kämpft um die Kontrolle über den Brexit


Als wenn nicht alles gesagt worden wäre zum Brexit und seinen Modalitäten!

Ich habe, Dienstag, 29. Januar 2019, ab 15 Uhr MEZ, Sky News mit den Debatten über den Brexit gesehen. Dort werden heute zwei vom Speaker John Bercow aus mehreren Änderungsanträgen ausgewählte Änderungs- und Ergänzungsvorschläge erörtert, der vom Tory Graham Brady und der von der Labour-Abgeordneten Yvette Cooper. Der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn (Foto) will keinen Brexit ohne Vertrag und ordnet Fraktionszwang für die Abstimmung an. Seine Entscheidung könne zu Rücktritten mehrerer Minister seines Schattenkabinetts führen. So weit zur Gewissensfreiheit:

"Corbyn stützt den Cooper-Vorschlag, den Brexit im letzten Moment zu verschieben - aber der Antrag könnte immer noch scheitern, da die Unterstützung der Tories auf Messers Schneide steht"
Corbyn backs Cooper bid to delay Brexit at the 11th hour - but amendment could still FAIL as Tory support for the move teeters on a knife edge. By Martin Robinson,
Daily Mail, 29 January 2019

22. Januar 2019

Angela Merkel und Emmanuel Macron beerdigen die EU


Während die Alternative für Deutschland und der Rassemblement National noch unschlüssig sind, ob sie für draußen oder drinnen sein sollten, hat die Bundeskanzlerin sich bereits für draußen entschieden, und wie schon 1940 hat Frankreich zu folgen.

21. Januar 2019

Der Tory-Abgeordnete Sir Nicholas Soames über den Brexit


Wer am 21. Januar 2019 den Figaro auf der Seite 6 aufschlägt, liest eine ganze Seite über den Brexit. Figaro-Korrespondent Florentin Collomp liefert die obere Hälfte der Seite, und ein Interview mit Sir Nicholas Soames, dem 70-jährigen Enkel, Sohn der Tochter des zweifachen Premierministers Sir Winston Churchill (30. November 1874 - 24. Januar 1965), füllt die untere Hälfte. 

Das Interview mit dem ehemaligen Militär, dem Staatsminister für die Armee, 1994 bis 1997, und Tory-Abgeordneten seit 1983 wurde von Florentin Collomp und der WELT-Korrespondentin Stefanie Bolzen geführt. Beide Fassungen, die deutsche und die französische, findet man im Internet; sie sind reserviert für Abonnenten. Ich zitiere aus der französischen.

20. Januar 2019

Anne Will und das mangelnde deutsche Problembewußtsein


Die EU, und vor allem Deutschland, werden jetzt die Quittung bekommen für einen Vertrag, der von Anfang an angelegt war, die Brexiteers und damit Großbritannien zu demütigen und zu bestrafen. Theresa May hat diesem Ansinnen in zweieinhalb Jahren der Verhandlung nichts entgegen gesetzt, sondern dazu beigetragen. Warum?  Weil sie zu den Remainers gehört und ihr Volk in eine Lage manövriert hat, aus der ihrer Berechnung nach nur noch der Verbleib in der EU führt oder, im zweitbesten Fall, ein zweites Referendum, das zugunsten des Verbleibs ausfällt.

19. Januar 2019

Wem schadet der Brexit?


Es wird allmählich klar, daß der Brexit am meisten den verbleibenden wirtschaftlich stärkeren EU-Staaten schadet, vor allem Deutschland, und da ist die Domino-Wirkung noch nicht thematisiert. Wenn die Briten die EU verlassen, wäre es in etwa so, als wenn 19 der kleinen Mitgliedsstaaten gingen. In den Medien liest man aber meist mitleidiges Gejammer über die armen Briten, die sich demnächst sehr wundern dürften über die Nachteile, die der Brexit für sie haben werde.

9. Januar 2019

US-Demokraten. Der Shutdown

Liebe Freunde,


schon lange durfte ich nicht mehr auf dem Blog meiner Herrin blöken. Es ist ein halbes Jahr her, daß sie mich zuletzt mit meinen Klauen auf ihren Lappy hauen ließ. "Schaf," pflegte sie zu sagen, wenn ich protestierte, "das ist nichts für dich, sondern ernst!"

Islam, illegale Einwanderung, Innenpolitik, idiotische Politiker in aller Welt, das soll nichts für mich sein? Nur die französisch-deutsche Freundschaft in Okzitanien? Als wenn die Akteure nicht genauso komisch wären wie die Weltpolitiker, blök!

Update, vom 11. und 19. Januar 2019
Hillary Clinton und Barack Obama waren für die Mauer, bevor sie gegen die Mauer waren.
Mexiko tut nichts, die Karawane anzuhalten.

1. Januar 2019

Der schöpferische Journalist. Jetzt!


Der claasische Relotiutismus erhebt die Propaganda der Klaus Brinkbäumer, Heribert Prantl, Jakob Augstein und ihres Gefolges zum anerkannten "Genre des schöpferischen Journalismus", wie Alexander Wendt schreibt. Claas Relotius hat die Regeln des "schöpferischen Journalismus" in zahlreichen Artikeln bestimmt. Empört kann nur derjenige sein, der niemals das Gemeinsame, das Gesetzmäßige in den Verlautbarungen der deutschen Medien anerkennen wollte.

Update, vom 3. Januar 2019
BILD: „Neonazis ertränkten Kind“