4. April 2013

Frankreich. Warum daraus nichts wird. Maîtressenwirtschaft


Staatspräsident François Hollande hat nicht nur eine verheiratete Maîtresse, Valérie Trierweiler, sondern auch noch eine abgelegte, die unverheiratete Mutter seiner vier Kinder, Ségolène Royal, sowie eine zur Zeit des Konkubinats mit Ségolène Royal geschwängerte weitere Maîtresse, Anne Hidalgo, Stellvertretende Bürgermeisterin von Paris. Während sie mit François Hollande unterwegs ist, kümmert sich der jetzige Premierminister Jean-Marc Ayrault um Ségolène Royal.

Anne Hidalgo, geboren am 19. Juni 1959, ist heute 53 Jahre alt und soll weiter im Polit-Set aufsteigen, deshalb kandidiert sie für das Bürgermeisteramt von Paris als Nachfolgerin von Bertrand Delanoë. Das ist echte Heimwerker-Sonnenkönig-Strategie, seine Favoritinnen an für ihn günstigen Stellen unterzubringen. Er ist tatsächlich ein Président normal à la française.

Wer aber meinen könnte, daß ein Amt wie das des Bürgermeisters von Paris den vollen Einsatz eines gesunden Menschen mitten im Berufsleben fordert, der erfährt nun, daß Anne Hidalgo bereits im Alter von 52 Jahren ihr Rentnerinnendasein begonnen hat.

Derweil verkündet der Staatspräsident in seiner Rede an die Nation, im staatlichen Fernsehsender France 2, am 28. März 2013, daß die Franzosen sich gefaßt machen müßten darauf, länger zu arbeiten: "Die Verlängerung des Lebens bedeutet Anstrengungen von allinnen und allen, vor allem darin, die bei der Arbeit verbrachten Jahre zu verlängern, um ihre und seine Rechte auf die Rente geltend zu machen."

Im Falle ihrer Wahl zur Bürgermeisterin hätte Anne Hidalgo also Rente, Vergütung als Abgeordnete der Nationalversammlung und das Bürgermeistergehalt.

Ich gebe dem Flanby der Nation noch einige Monate im Amt, dann ist für ihn Schluß. Vertrauen in ihn als Staatspräsidenten haben inzwischen sowieso nur noch 27 Prozent der Franzosen.

Auch Karikaturist Na! ist nicht sehr optimistisch. Er sieht den Staatspräsidenten samt seiner Werkzeugkiste untergehen.