1. Mai 2013

Islam. Tschetschenen im Visier


In Deutschland gibt es an manchen Kiosken DIE WELT. Sie kostet 2,10€, aber die lohnen schon allein Hans Zipperts Gezappe wegen, obgleich man die Zeitung nicht zu kaufen brauchte, um die tägliche Perle zu genießen, die der Bielefelder vor die Freunde der Politsatire wirft. Einfach vorm Blatt stehengeblieben, kann der ganze Zippert gratis inhaliert werden, aber mensch ist ja nicht so und spendiert die 2,10€. Zum Vergleich. Ein Figaro kostet 1,60€, er ist umfangreicher und von der Qualität her ebenbürtig: durchwachsen.

DIE WELT versichert auf Seite 1, vom 29. April 2013, daß sie den Islam schön und friedlich findet: Deutsche sollen [sic!] sich mehr mit Islam beschäftigen, befehlen Matthias Kamann und Thomas Vitzthum. Die Berliner Mottenpost recycelt die Aufforderung unter Religion, damit es nicht auffällt, daß der Islam eine totalitäre  Politideologie ist, der sich die Deutschen zu widmen haben. Dazu läutet Nikolaus Schneider, vom Blatt zur Frau degradiert, die Glocken, bevor die zur Moschee umgewandelte Kirche im Minarett-Turm den Muezzin die Gläubigen zum Gebet und die Ungläubigen zur Unterwerfung unter den Islam aufruft: "Die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, attestiert den Deutschen Unkenntnis in Bezug auf den Islam."

Die der Islamisierung Deutschlands zugeneigte Bertelsmann-Stiftung liefert in einer neuen Studie die passenden Zahlen und die täglich in Worten und Taten weltweit widerlegte Behauptung, bei den Religionen, offensichtlich Judentum, Christentum, Islam, überwögen die Gemeinsamkeiten. Verblüfft stellt die Stiftung in ihrer Pressemeldung, vom 28. April 2013, fest, daß "die Ablehnung des Islam ein Phänomen der westlichen Welt zu sein scheint." Bei Menschen höherer Bildung und "besserer wirtschaftlicher Lage" stellt sie eine "größere Offenheit gegenüber anderen Religionen" fest. Es sind halt die Ungebildeten, die den Islam völlig falsch einschätzen. Sie sehen zuviel fern und dabei einige der Attentate der gläubigen Muslime, obgleich die demokratieabgabefinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten schon mit der rechtsextremen NSU und der ihr zugeschriebenen Mordserie ihr Bestes tun, von den Verbrechen radikaler Muslime abzulenken.

Die Bertelsmann-Stiftung macht uns den Islam schmackhaft, kann man im September 2008 auf meiner Website über eine ihrer Sonderstudien lesen. Wirtschaftliche und politische Interessen der Stiftung lassen ihre Mitarbeiter unermüdlich eine islamfreundliche Studie nach der anderen, genannt Religionsmonitor, auf den Markt werfen, und neben den gewöhnlichen Verdächtigen, Prof. Dr. Udo Steinbach, der Islamischen Zeitung, der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Dr. Rita Süßmuth sowie Jörg Lau, der sich vor Begeisterung über das Werk der Dilettanten kaum einkriegt, ist der Mann von WELT Matthias Kamann immer mit von der Partie. Das Agitprop von 2008 bezeichnet er als Die Wahrheit über die Muslime in Deutschland. Ein Islam-Quiz ergänzt die Indoktrination.

Welche weiteren politischen und wirtschaftlichen Interessen die Bertelsmann-Stiftung vertritt, steht auf der Startseite ihrer Website unter "Aktuelles": Chinesische Investitionen in Deutschland, Elogen auf den Euro, der bereits erwähnte Religionsmonitor 2013, und die Suche nach Mitmachern, früher genannt Mitläufer und nach WKII dafür gescholten. Mitmacher sind eben keine Macher, sondern von diesen instrumentalisiert, hier sollen sie im von der Bertelsmann-Stiftung gewünschten Sinn für Europa Reklame machen. Die Europa-Erziehung wird gemeinsam mit den Volkshochschulen aufgelegt. Neben dem Islamdialog gibt's nun auch einen BürgerDialog mit einem Schreihals als Maskottchen. Er trägt eine schwarze Hornbrille und kneift die Augen zu. So muß er nicht sehen, welchen Unsinn er da beschreit. Schöne weiße Zähne hat er aber.

Von Matthias Kamann und Thomas Vitzthum eingestimmt darauf, dem Islam gegenüber aufgeschlossen zu sein, überliest man fast den nebenstehenden Anreißer "Angst vor kaukasischen Terroristen. Verfassungsschutz beobachtet Aktivisten". Das ist schon kess, nach dem Attentat auf die Teilnehmer des Marathons von Boston kein einziges Mal das Gebiet zu nennen, dessen "Aktivisten" beobachtet werden: Tschetschenien, sondern wie Petra Gerster im ZDF vom Kaukasus zu berichten, von "Terroristen aus dem Kaukasus. Der in Boston getötete Bombenattentäter war 2012 von einem Besuch im Kaukasus in die USA heimgekehrt". 

Ihr Qualitätsjournalisten, der Attentäter ist in der islamischen südrussischen Republik Tschetschenien oder im benachbarten ebenfalls islamischen Dagestan gewesen, und das wißt Ihr!

Die sowjetischen Muslime sind während des WKII begeisterte Anhänger Nazi-Deutschlands, Hitler's Soviet Muslims. Die vereinigten muslimischen Armeen der Sowjetrepubliken versprechen sich die Unabhängigkeit von der Sowjetunion zur Wiederaufrichtung ihrer islamischen Khanate, Emirate, Sultanate. Davon träumen sie heute mehr denn je, und islamische Ölstaaten unterstützen sie bei der Verwirklichung des Traumes mit Geld und Waffen. Barack Obama kann die Entwicklung nicht gleichgültig sein, läuft sie doch auf eine Schwächung Rußlands hinaus.

Derweil zieht die islamische Terrorgefahr aus dem Kaukasus auch nach Deutschland. Florian Flade und Martin Lutz führen dazu ein Interview von WELT mit dem seit August 2012 der Sonderkommission Beate Zschäpe (Soko BZ) als Präsident vorstehenden Dr. Hans-Georg Maaßen: Geheimdienst nimmt Tschetschenen ins Visier ist das Interview auf Seite 5 betitelt. "Wir müssen sehr wachsam sein", heißt's im Internet bescheiden, damit nicht etwa beleidigte Tschetschenen auf den Gedanken kommen, einen Glaubenskrieg gegen Deutschland zu führen, von wegen Generalverdacht und so.

Der Präsident der Soko ist ein 48 Jahre alter Jurist, abgebildet mit auf überschlagenen Beinen gefalteten Händen. Bei solchen Vorstellungen, wie den im Interview dargelegten, kann er nur noch beten!

Die Unkenntnis des Islam kann man bei Führungskräften, die sich mit der Bekämpfung islamischen Terrors befassen, als selbstverständlich voraussetzen, sie unterschätzen die Gefahr des Islam und betonen gebetsmühlenartig, daß es sich um Einzeltäter handeln müsse, die an "kein Netzwerk" gebunden sind, um "selbstradikalisierte Täter". Vom Projekt der Muslimbruderschaft, der islamischen Internationale, hat der Präsident der Soko BZ noch nie vernommen, auch nicht vom Hamas Covenant. In beiden gibt es Anleitungen der Muslime für ihren Glaubenskampf. Als Einzeltäter vorzugehen, wenn es denn im Falle Bostons so ist, wäre eine Kampfmethode. Auch Mohamed Merah und sein Bruder könnten solche Einzeltäter sein. Sie handeln selbständig im Rahmen der Aufgabe, die Welt zu islamisieren. Ihr Vorgehen wäre nicht inhaltlich, sondern allenfalls aus strategischen und taktischen Gründen abzulehnen. Imam Hassen Chalghoumi weiß für Frankreich wirksamere Methoden der Islamisierung, aber solche von Dr. Hans-Georg Maaßens Verein analysieren zu lassen, das liegt mangels Islamkenntnis außerhalb jeder Vorstellungskraft.

Die mangelnde Kenntnis des Islam zeigt sich darin, daß Dr. Hans-Georg Maaßen muslimische "Aktivisten" nicht zu einem "Extremismusbereich" zählt, sondern von Rechts- und Linksextremisten spricht, die er als sich gegenseitig zu Gewaltexzessen hochschaukelnde zwei "Lager" bezeichnet. Die Salafisten  und "rechtspopulistische Islamhasser" sieht er von den anderen Lagern getrennt. Die vorher erwähnten Morddrohungen gegen Islamkritiker hat er somit entsorgt. Es gibt nur noch "Islamhasser", und wo die anzusiedeln sind, zeigt er mit der Formulierung "der Islamhasser Breivik". Selbstverständlich trennt er zwischen Islam und Islamismus, den Islamisten stehen die "Islamfeinde" gegenüber. Immer neue Wortschöpfungen zeigen die Ahnungslosigkeit dessen, der sie erfindet.

Der Jurist Dr. Hans-Georg Maaßen meint auch zu wissen, daß die Theorie bei den Aktionen immer weniger eine Rolle spielt. Das kann nur einer so sehen, der den Islam für eine Religion hält. Somit sind die Extremisten definiert: Rechts-und Linksextremisten sowie gewaltbereite Islamisten. Immerhin erkennt er, daß es Schnittmengen gibt. Die zwischen Linksextremisten und gewaltbereiten Muslimen sind nachzuvollziehen und dokumentiert, aber welche Schnittmengen gibt es mit diesen und Islamgegnern aus PRO und FREIHEIT?

Wer hat wen körperlich angegriffen? Salafisten, die auf PRO-NRW-Chef Markus Beisicht einen Anschlag planen. Linke greifen PRO-Funktionäre tätlich an: Straße frei dem Antifa-Mobi-Mob!

Der auf den Kampf gegen Rächtz spezialisierte Präsident aber rührt alles gleich: "In allen Extremismusbereichen gibt es Gewaltpotenziale."

Solange er nicht erkennt oder wahrhaben will, daß es Linke und Muslime sind, die rechte Politiker gewaltsam an der Ausübung ihrer grundgesetzlich verbrieften Rechte hindern, die selbst bestimmen, wer rechtsextrem ist und bekämpft werden muß, solange er außer "Islamhassern" und "islamistischen Terroristen" nichts wahrnimmt oder gelten läßt, also die Islamkritiker unter die Islamhasser einordnet, solange er die Politideologie Islam auf ihre religiöse Komponente reduziert und den Islam insgesamt nicht als Gefahr für unsere Gesellschaft erkennt, kann der Verfassungsschutz das Problem nicht grundsätzlich angehen, sondern er wird sich immer im Feind irren. "Nur wer seinen Feind kennt, kann ihn besiegen," sagt General Sun Tzu (um 500 v. Chr.) über die Kriegskunst.

Wir befinden uns nicht im Krieg? Der Islam führt seit 1 400 Jahren Krieg gegen die Kuffar كفّار, die des Lebens unwürdigen Ungläubigen. Es hat sich zur Soko BZ noch nicht herumgesprochen, die ist gerade damit befaßt, den durch den NSU-Skandal erlittenen Vertrauensverlust wettzumachen. Das ist kraftaufreibend genug für die Beamten, zur Selbsterkenntnis und der des Feindes reicht es nicht mehr.