10. Januar 2012

Tobin-Steuer / Finanztransaktionssteuer

Philipp Rösler weiß, was auch Angela Merkel weiß, aber genau wie Nicolas Sarkozy aus billigstem Opportunismus nicht sagt: Eine solche Steuer ist nicht machbar. Frankreichs Nationalversammlung hat bereits am 13. Dezember 2001 unter der Regierung Jacques Chirac/Lionel Jospin dafür gestimmt, sie aber niemals eingeführt. Alles, was da draufgeschlagen wird, bezahlen die Bankkunden, vor allem die kleinen, ich beispielsweise. Das Kapital wird abwandern in Länder, die eine solche Steuer nicht eingeführt haben, nach Indien und China sowie in Offshore Tax Havens, in Steuerparadiese.

Die großen Kunden finden immer (!) eine Möglichkeit, diese Steuer zu umgehen. Das habe ich in jahrelanger Arbeit mit asiatischen Entwicklungsbankern gelernt, mit Indern und Chinesen, und die waren fortschrittlich, man konnte sie nach unseren Kriterien als links bezeichnen. Experten werden aber nicht gefragt, wenn Ideologen und machtgeile Politiker_Innen entscheiden. Gegen die Wahrheit sind Tatsachen machtlos.

Schafsangelegenheiten

Liebe Freunde!

Heute blöke ich schüchtern: "Herrin, warum bloggst du kaum noch?"
Sie: "Ich habe wenig Zeit, ich bin an meinem Leben!"
Ich: "Ach so, ich dachte schon, dir ging' es gut!"

Blök!
Euer Schaf
vernachlässigt

6. Januar 2012

Bundespräsident. Meine Herrin hat fertig

Liebe Freunde!

Seit einiger Zeit ereifert sich meine Herrin über die Gebärde, Gebahrung? das Gebalge? des Christian Wulff (Foto mit dem Emir) und seiner Verfolger. Mit Staunen sieht sie sich auf der Seite derjenigen MSM, die sonst immer ihr Angriffsziel sind, sie attestiert der BILD jenseits ihrer jahrelangen Erfahrungen anständiges Verhalten. Sie entdeckt auch den Focus als ernstzunehmendes MSM. Der Focus bietet eine Abstimmung von 90,4 Prozent der Internauten, die für einen Rücktritt des Bundespräsidenten sind. Wie staunt sie, zwei Tage später unter demselben Link diese Mitteilung zu finden: Trend 0. Abstimmen. Mit einiger Mühe findet man das Ergebnis wieder: Überwältigende Mehrheit wünscht Wulffs Rücktritt. An der Umfrage haben sich 94 490 Focus-Online-Leser beteiligt.

5. Januar 2012

Bundespräsident. Des Sonntags, wenn man Unruh' hat, truderidera

Am Sonntag, den 11. Dezember 2011, ist was los! As-salâmu alaykum, wenn'se vorbeikumm', könn'se ma' rei'kumm! Wer, wo und wann?

Der Hauptredner Christian Wulff zwischen 11:00 und 13:00 Uhr UTC/GMT + 3 oder 9:00 und 11:00 Uhr MEZ, auf dem Vierten Forum der Allianz der Zivilisationen. Dort bekennt er sich den muslimischen Teilnehmern gegenüber als Dhimmi, in dem er Deutschland dem Islam öffnet: "Sehr geehrte Damen und Herren, in meiner Heimat werbe ich für die Anerkennung des Islam, weil er inzwischen zu unserem Land dazugehört - das haben längst nicht alle akzeptiert. Und in muslimisch geprägten Ländern rufe ich dazu auf, Christen und anderen religiösen Minderheiten Schutz und freie Entfaltung zu geben. Staat und Kirche müssen getrennt sein." Der Nachsatz mit den Christen geht im Beifall unter, den akzeptieren nicht nur nicht alle Muslime, sondern korankonform keiner von ihnen.

4. Januar 2012

Bundespräsident. Deutschland hat fertig!

Meine 50-minütige Lieblingssendung Sturm der Liebe wird dreimal untertitelt damit, daß der Bundespräsident um 20:15 Uhr Ulrich Deppendorf, ARD, und Bettina Schausten, ZDF, ein gemeinsames Interview gebe, und daß er nicht zurücktrete. In den 16-Uhr-Nachrichten der Tagesschau werden erste Ausschnitte für 18:25 Uhr angekündigt.

3. Januar 2012

Syrien. Hilfe des Brookings Doha Center für den radikalen Islam


Der Figaro kostet nunmehr 10 Centimes mehr, mein Kaffeehausbesitzer muß ab sofort in der Woche täglich 1,50€ hinblättern, die vente forcée, am Wochenende, bekommen die Leser weiterhin für 4,50€, wie der Figaro gnädig anmerkt. Dafür liefert das Blatt immer Überraschungen, oft üble, selten gute, letztere beispielsweise, wenn Georges Malbrunot und Pierre Prier die Feder führen. Auf den hinteren Seiten tummeln sich hin&wieder Experten vom Project Syndicate, wie Shlomo Ben Ami, Joschka Fischer oder Ian Buruma, die weisen Sätze des Ivan Rioufol gibt's nur freitags, aber auch nicht immer. Heute überbietet sich der Figaro mit einer Analyse der Lage in Syrien: Repenser le rôle de la Russie en Syrie. Die Rolle Rußlands in Syrien neu durchdenken, ohne daß der Autor Salman Shaikh einmal die Begriffe Islam, Muslimbrüder, Schiiten, Sunniten, Iran auch nur erwähnt, ohne daß er die "demokratische Alternative" definiert. Das ist große Kunst!

1. Januar 2012

Neujahrskonzert 2012 der Wiener Philharmoniker


Das beste Neujahrskonzert seit 1987, Herbert von Karajan / Kathleen Battle. Wer es versäumt hat im BR oder im ZDF, der hole das wunderbare Programm irgendwie und irgendwo nach, beispielsweise auf 3sat, am Montag, 2. Jänner 2012, 20:15 Uhr. Der Dirigent ist Mariss Jansons.

Allen ein gutes Neues Jahr!
Ein besonderer Gruß geht an meine österreichischen Freunde!