15. Dezember 2014

Das ZDF und die angebliche Islamisierung


Sehr geehrte Frau Schausten,

wenn ich Ihre Worte über die “angebliche” Islamisierung nicht gleich als billige Propaganda abtue, sondern mir überlege, wie Sie wohl auf solchen Begriff kommen konnten, dann bleibt mir nicht viel Spielraum. Den gilt es also zu nutzen, und da hilft mir eine Nachricht heute in meiner Provinzzeitung L’Indépendant. Sie handelt davon, daß in Perpignan als erster Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern demnächst ein Bürgermeister des FN gewählt werden könnte, nämlich Louis Aliot, der Lebenspartner von Marine Le Pen. Dies wird der Islamisierung unserer Stadt und Frankreichs insgesamt wegen so eingeschätzt. Nun sind wir beim Thema.

Update
DoS-Angriff auf den Server von PI. Einen Bericht von der PEGIDA gibt's trotzdem!
Der neue Präsident des BKA Holger Münch verbreitet Hysterie.
Gottvergessene Darsteller des Katholizismus
Selbstislamisierung in Aktion
Ein Ignorant als Vorsitzender des ZdJ

Die Islamisierung sowohl des PS als auch der UMP zeigt sich nicht etwa darin, daß die Abgeordneten oder die gemeine Bevölkerung in einschlägigen Islam-Uniformen auftreten, die Frauen mit Kopftuch, die Männer mit Rauschebart, Häkelmützchen, gar mit Nachthemd alias Djellaba, sondern sie äußert sich darin, daß es in unserer Stadt die Muslime sind, die durch ihre Stimmen entscheiden, wer die Mehrheit bekommt. Noch stimmen die Muslime in unserer eher politisch rechts angesiedelten Stadt bei den Kommunalwahlen etwa gleich verteilt für UMP oder PS, eher mehr für den PS.

Das war in ganz Frankreich übrigens auch schon bei der Präsidentenwahl, Mai 2012, der Fall, da haben mehr als 90% der Muslime François Hollande gewählt. [Ergänzung, vom 15. Dezember 2014: Es waren 86%, im zweiten Wahlgang.] Das reichte bei dem knappen Ergebnis zum Machtwechsel.

Und nun zu den Folgen einer solchen Konstellation: Die gesamte Politik, ob hier in Perpignan oder landesweit in Frankreich, ob im PS oder in der UMP, ist islamisiert. Es wird keine Entscheidung ohne Blick auf die Muslime getroffen, deren Scharia –Gesetzgebung den Politikern bekannt ist. Was die “Ehe für alle” angeht, da haben die herrschenden Linken abgewogen, die Muslime haben sie damit beleidigt, die verstehen nämlich unter Ehe die Polygamie des Mannes mit mehreren Frauen. In Frankreich leben ca. 200 000 Menschen in polygamen Familien (siehe Artikel).

Mit dem Vorschlag, die Noten in den Schulen abzuschaffen, gewinnen sie die Muslime, denn es soll deren Kindern wegen getan werden. Von den anderen Entscheidungen in Schule, Kindergarten und sonst wo nicht zu reden. Es gibt keine Politik, keine Gesetzgebung mehr ohne die Berücksichtigung der Forderungen der Muslime.

Wenn Sie aber die Kopftücher zählen, gar die Burkas, von letzteren soll es in Deutschland wohl schlapp ein Dutzend geben, dann haben Sie recht. Da sind zwar schon erstaunlich viele Kopftücher in den Straßen zu sehen, auch Hijabs, und es werden bei uns in Perpignan immer mehr, aber sie bestimmen noch nicht das Stadtbild, man erkennt noch die Mehrheitsgesellschaft. Es laufen aber trotz Verbot Frauen im Niqab, also mit Sehschlitzen, direkt am Justizpalast entlang, am Quai Sadi Carnot (siehe Foto). Das ist als Test zu werten, und den bestehen wie immer die Muslime. Man kommt allen ihren Forderungen nach, sogar solchen, die sie noch gar nicht erhoben haben, wie Dhimmis es zu tun pflegen.

Das nennt man Islamisierung, nicht “angebliche” Islamisierung.

Sehr geehrte Frau Schausten, bevor Sie mit dieser für die deutschen Bürger verhängnisvollen Begriffsverwirrung weitermachen, das Problem durch Wegreden, Beschönigen, gar durch Lügen sowie durch Denunzierung derjenigen, die es erkannt haben, immer mehr verschlimmern, lesen Sie bitte das neueste Buch des Orientalisten Tilman Nagel: Angst vor Allah? Ich habe es hier rezensiert:

Tilman Nagel: Angst vor Allah?

Perpignan, 14. Dezember 2014
[unverändert dokumentiert. An Bettina Schausten gesendet, am 14.12.2014, 20:10 Uhr]

“angebliche”, neuerdings auch "vermeintliche" Islamisierung scheint die neue Sprachregelung zu sein, von der reden inzwischen viele Politiker und Journalisten. Sie gehen vom Erscheinungsbild aus, und damit fertig. Hinzu kommt, daß sie nicht einmal dieses Erscheinungsbild einschätzen können. Zum Kopftuch als Uniform der Demonstration des Vordringens des Islam in unserer Gesellschaft fällt ihnen die Erklärung ein, daß die eine Frau halt ihr Haar verhülle, die andere nicht, jede Frau entschiede das nach eigenem Willen. Wenn man es so sieht, dann herrscht Islamisierung nur “angeblich”.

Die strukturellen Veränderungen unserer Gesellschaft wurden mir noch einmal verdeutlicht: Perpignans Bürgermeister Jean-Marc Pujol ist, am 30. März 2014, deshalb im zweiten Wahlgang gewählt worden, weil der PS-Kandidat auf Weisung der Pariser Parteizentrale des PS zurücktrat, so daß allein Louis Aliot gegen ihn antrat. Er vereinigte auf sich im ersten Wahlgang mit Abstand die meisten Stimmen:

Kalte Dusche für den bisherigen UMP-Bürgermeister Jean-Marc Pujol (29,8%), und den Kandidaten der Linken Jacques Cresta (12%). In Perpignan ist es der FN-Kandidat Louis Aliot, der im ersten Wahlgang mit 34,4% vorn lag und damit die Umfragen Lügen strafte, die die UMP an erster Stelle sahen.

Ausschlaggebend waren die Muslime, die laut L'Indépendant “noch” (steht da so!) für Jean-Marc Pujol, UMP, gestimmt haben. Das sind solche Muslime, die in Frankreich als “integriert” gelten, das heißt, die sich bürgerlich angepaßt geben und dafür von den Regierenden der UMP oder des PS alle Forderungen, die friedliche Ausbreitung ihrer Religion und ihrer Macht betreffend, erfüllt bekommen. Das tut der UMP-Bürgermeister ebenso brav wie die PS-Präsidentin des Regionalrates Hermeline Malherbe. Ob Moscheebau, Eherecht, Festtage, Halal-Speisung für alle Kinder, UMP und PS arbeiten an der friedlichen Islamisierung, wie sie von der Islamischen Internationale der Muslimbruderschaft, am 1. Dezember 1982, angeordnet worden ist und seit mehr als 30 Jahren von den Muslimen, jeder an seinem Platze, verwirklicht wird: Al Hidaya = die Anleitung zum rechten Glauben.

Darum vermutet das Provinzblatt L'Indépendant in einem Interview mit dem Politologen Nicolas Lebourg, daß Louis Aliot 2020 Bürgermeister von Perpignan wird. So wird es sein, selbst wenn in Frankreich das undemokratische Wahlrecht beibehalten wird, das dem mit 55,11% gewählten Jean-Marc Pujol 43 Sitze, dem mit 44,89% besiegten Louis Aliot 12 Sitze zubilligt; denn auch davon haben die Bürger Frankreichs die Nase voll.

Der zu den Linken gehörende Politologe meint, das könnte nur gelingen, wenn der Kandidat des Front National die wahlberechtigten Muslime sowie vor allem die Rentner überzeuge, die noch [!] dem Jean-Marc Pujol ergeben seien, dem "Rentier de la politique": "convaincre l’électorat arabo-musulman, encore acquis à Jean-Marc Pujol - ndlr : maire UMP de Perpignan - et surtout les seniors chez qui Pujol le distance." Die Rentner aber werden immer unzufriedener, weil von der vorgegebenen "fast mütterlichen Fürsorglichkeit" des Bürgermeisters nicht viel bis nichts in die Tat umgesetzt wird.

Das sollte deutschen Bürgern bekannt vorkommen; denn dort ist es ebenso.

Trotzdem aber wäre die Islamisierung in Deutschland sogar nicht nur "angeblich", sondern ZDF: Es gibt nachgewiesenermaßen keine Islamisierung in Deutschland! zitiert PI das Video der Sendung Berlin direkt. Das grenzt an Tollkühnheit, aber das ZDF als GEZ-zwangsfinanzierter Sender muß als Staatsfunk anscheinend im Sinne der Ignoranz und der fehlenden Kenntnisse der Bundeskanzlerin und ihrer Regierung auftreten.

Das ARD-Pendant zum ZDF konnte man am Sonntag bei Günther Jauch sehen. Schon der Titel der Sendung: Frustbürger und Fremdenfeinde - wie gefährlich sind die neuen Straßenproteste? zeigt die Verkommenheit auch dieses zwangsfinanzierten Senders. Günther Jauch bestimmt, daß es sich um Frustbürger und Fremdenfeinde handelt. Seine Gäste, darunter Professorin Gesine Schwan, und die ausgesuchten Claqueure gaben der Propaganda-Sendung den Pfiff.

Gast war auch "der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke. Seine Disziplin in der Sendung von Günther Jauch: Sowohl-als-auch-ja-aber-man-wird-doch-noch-sagen-dürfen, sich den Pelz waschen, aber nicht nass werden wollen." So wird dieser Ignorant von Michael Hanfeld, FAZ, in einer TV-Kritik zur Sendung bezeichnet.

Das zum Justizminister aufgewertete politische Leichtgewicht Heiko Maas meint in der FAZ, daß Pegida-Proteste eine "Schande für Deutschland" darstellten. Er bekommt von den Kommentatoren passende Antworten. Er sowie die gesamte Bundesregierung sind die Schande für Deutschland. Durch Ignorieren, Lügen, Schönfärben, angereichert mit Bürgerbeschimpfung und Kriminalisierung von Islamkritikern verspielen sie die Interessen unseres Landes.

Wie viele Leute müssen denn noch...
Thomas Schmid (roostercocogburn) - 15.12.2014 08:02
auf die Straße, 20000, 30000 oder gar 50000, bevor der Herr Justizminister tätig wird? Deutschland ist mittlerweile das zweitbedeutendste Einwanderungsland der Erde und hat immer noch keine hinreichende gesetzliche Grundlage hierfür geschaffen. Herr Maas, nehmen Sie endlich die Realitäten wahr, und machen Sie sich bitte unverzüglich an die Arbeit. Pauschale Bürgerbeleidigungen sind hier nicht hilfreich und vergiften die Beziehung zu großen Teilen Ihres Souveräns nur noch weiter.


Wer sich einbildet, wenigstens die höchsten Vertreter des katholischen Klerus hätten Grundkenntnisse des Islam und seiner 1400-jährigen gewaltsamen Eroberungen, der sieht sich enttäuscht. Angefangen beim Papst Franz, der sich nicht entblödet, mit einem ranghohen Vertreter des Islam in der Blauen Moschee zu beten, bis zu deutschen und österreichischen Zeitgeistlern wie dem Kölner Erzbischhof Rainer Maria Kardinal Woelki, dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn und dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der den Christen verbietet [!] bei PEGIDA mitzumachen, und der meint, die reiche christliche Kultur im Zweistromland verschwinde, sind sie alle angetreten ihre und unsere Kultur zugunsten des Islam aufzugeben. Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Nein, Eminenz, die verschwindet nicht einfach, sondern sie wird samt den Christen von radikalen Muslimen ausgerottet, von den Glaubensbrüdern und -schwestern derjenigen, gegen deren Anmaßungen die PEGIDA jeden Montag auf die Straße geht.

Diese gottvergessenen Darsteller des Katholizismus sollten besser in den Mitternachtsspitzen auftreten, denn dorthin gehören sie. Dort gibt's ebenfalls Kampagnen gegen die Kirche, und der Kabarettist Wilfried Schmickler empört sich, daß PEGIDA behaupte, die Muslime zündeten Kirchen an. Ich habe es, aus Versehen in die Propaganda-Schau geraten, mit eigenen Ohren vernommen.

Woelki zu Pegida: 'Retter des Abendlandes brauchen wir nicht'.

Kardinal Schönborn macht Diskussion um Gültigkeit der Wahl von Papst Franziskus salonfähig und rückt Ehe-Verteidiger in die Nähe Putins


Derweil lautet heute die Schlagzeile, La Une, im Figaro Immigration : le débat qui bouscule toute l’Europe. Einwanderung: Die Debatte, die ganz Europa erschüttert. Aus einer Graphik, auf Seite 2, wird deutlich, daß Deutschland von allen europäischen Ländern bei weitem die meisten Asylbewerber aufgenommen hat, 399 900, Großbritannien 286 100, Frankreich 258 900, Italien 258 400, Spanien 209 800, um nur die aufzuzählen, die mehr als 100 000 Flüchtlinge aufnahmen.

Update. So sind sie halt, die selbsternannten Demokraten!

Le Figaro zitiert an exponierter Stelle, auf der Seite 2, den Präsidenten des BKA, seit dem 1. Dezember 2014, und früheren Staatsrat beim Bremer SPD-Senator für Inneres Holger Münch: Nous observons une augmentation significative, à l'échelle nationale, des infractions xénophobes, zu deutsch: "Bei fremdenfeindlichen Straftaten verzeichnen wir bundesweit einen spürbaren Anstieg." Der Erste Flic Deutschlands verbreitet Hysterie, sieht überall Fremdenfeindlichkeit, "immer mehr Rechtsextremismus", "Auftrieb" bzw. "Zuwachs" bei Rechtsextremen, er warnt die Innenministerkonferenz vor fremdenfeindlichen Straftaten, das BKA "schlägt Alarm".

Der Berlin-Korrespondent des Figaro Nicolas Barotte berichtet, daß in Deutschland die anti-islamischen Strömungen im Aufwind seien. En Allemagne, l'essor des courants anti-islam [nur für Abonnenten]. Sein Bericht zeigt, daß er sich darüber im Gegensatz zu unserer polit-medialen Elite nicht wundert.

PI-Liveticker zu den Pegida-Demos +++ 15.000 in Dresden +++ Pirincci-Rede in Bonn


Hier die Top-Meldungen zusammengefasst: 15.000 Teilnehmer in Dresden (neuer Rekord!) +++ u.a. dabei Alexander Gauland (AfD) und Michael Stürzenberger (DF) +++ Rede von Akif Pirincci auf Bogida in Bonn +++

Kritik an Asylpolitik, Medien und etablierten Parteien. Pegida legt zu: 15.000 Anhänger in Dresden unterwegs, mdr Sachsen, 15. Dezember 2014

In Politik und Medien breitet sich Trotz aus: "Das rechtspopulistische 'Pegida'-Bündnis verzeichnet trotz bundesweiter Kritik weiter Zulauf."

Selbstislamisierung in Aktion:

Der Weihnachtsmarkt zwischen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz an der Dircksen-, Ecke Voltairestraße ist einer der größten in der Hauptstadt. Er nennt sich allerdings nicht "Weihnachtsmarkt" sondern "Wintertraum". Zirka zwei Millionen Menschen besuchten den Rummel im letzten Jahr insgesamt.

Jugendliche belästigen Mädchen sexuell auf Weihnachtsmarkt
Von Andreas Kopietz, Berliner Zeitung, 19. Dezember 2014

Dr. med. Josef Schuster warnte: "Wir dürfen die Pegida-Leute auf keinen Fall unterschätzen. Die Bewegung ist brandgefährlich. Hier mischen sich Neonazis, Parteien vom ganz rechten Rand und Bürger, die meinen, ihren Rassismus und Ausländerhass endlich frei ausleben zu dürfen."

"Verunglimpfung des Islam ist absolut inakzeptabel". Von Richard Herzinger und Karsten Kammholz, DIE WELT, 20. Dezember 2014

"Sobald die Lügen der Propaganda sich in einer 'lebendigen Organisation' verkörpert haben, können sie nicht mehr eliminiert werden, ohne das ganze Gebäude der Organisation selbst zu gefährden. Die Nazipropaganda verwandelte die Fabel der jüdischen Weltverschwörung aus einer objektiv debattierbaren Lüge in das zentrale Element einer totalitären Wirklichkeit.”


Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft.

Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft, München 1986, Seite 764