12. April 2015

Aydan Özoguz und die indirekten Morddrohungen


"Haben Sie schon einmal Morddrohungen erhalten?

Mit Mord wurde mir noch nicht direkt gedroht. Ich bekomme Briefe, in denen steht: 'Du gehörst am nächsten Baum aufgehängt.' Ehrlich gesagt empfinde ich das nicht als konkrete Morddrohung, aber es beschäftigt mich."

Manuel Bewarder, Politikredakteur der WELT, äußert im Interview mit SPD Staatsministerin Aydan Özoguz, zuständig für Integration und Flüchtlinge, unter dem reißerischen Titel "Du gehörst am nächsten Baum aufgehängt" gemeinsam mit der Staatsministerin nicht einmal der ermittelnden Polizei bekanntes Wissen über die Täter in Tröglitz. Verantwortlich, wenn nicht Täter sind Fremdenfeinde aus Kreisen der NPD und der Pegida. Davon gehen beide selbstverständlich aus. Versicherungsbetrug oder Aktivitäten von Konkurrenten um die von den Steuerzahlern aufzubringenden überhöhten Mieten für die Unterkünfte der Asylbewerber, sie betragen mehr, als am Markt normalerweise zu realisieren ist, werden nicht in Erwägung gezogen, obgleich es nicht zum ersten Mal wäre, daß Rächtz es nicht war. Von Vorra hört man auch nichts mehr.


Aydan Özoguz stellt sich dar als Opfer, das "dicke Pakete" von Haßmails erhält. Sie vergißt dabei den Haß ihrer eigenen Brüder Dr. Yavuz und Dr. Gürhan Özoguz, die einen geballten Vernichtungswillen, getarnt als Gebet, als Mubahala, gegen den islamkritischen Orientalisten Dr. Hans-Peter Raddatz auf ihrem Internet-Portal Muslim-Markt veröffentlichen. Davon hat sich Aydan Özoguz bis heute nicht distanziert, und man darf deshalb ihr Einverständnis voraussetzen. Sie stimme "überhaupt nicht mit den politischen Standpunkten" ihrer Brüder "überein", erwidert sie allgemein, als selbst BILD aufwacht und sie anläßlich ihres Aufstiegs in der SPD, am 30. Oktober 2011, über ihre radikalen Brüder befragt. Probleme hat und bekommt sie aber entgegen allen Befürchtungen der BILD nicht.

"Verfassungsschützer stufen einen Fluch in einem Internet-Portal für Moslems als eine Lizenz zum Töten ein. Deutsche Richter wollen ihn nicht einmal als Beleidigung ahnden," titelt der FOCUS, am 16. August 2006.

Über einen "Mordaufruf im Internet - Wie ein Islamismuskritiker bedroht wird," berichtet Fritz Frey in der Sendung Report Mainz, am 17. Oktober 2005.

[Mubahala-Anfang. Zunächst steht statt XXX "Raddatz", der Klarname des Orientalisten]
Wir machen Ihnen einen einfachen Vorschlag, wie Sie für sich selbst Ihre eigene Glaubwürdigkeit prüfen können: Lassen Sie uns doch gemeinsam folgendes Gebet beten: "Wenn der Islam so ist, wie Herr XXX es immer wieder vorstellt, dann möge der allmächtige Schöpfer alle Anhänger jener Religion vernichten! Und wenn Herr XXX ein Hassprediger und Lügner ist, dann möge der allmächtige Schöpfer ihn für seine Verbrechen bestrafen und diejenigen, die trotz mehrfacher Hinweise auf die verbreiteten Unwahrheiten von Herrn XXX, immer noch darauf bestehen, auch.
[Ende des Gebetsvorschlags]

Spätestens seit der Ermordung des Theo Van Gogh ist weltweit bekannt, was es heißt, wenn "der allmächtige Schöpfer" alias Allah jemanden nach einem Aufruf "für seine Verbrechen" bestraft.

Zwei muslimische (!) Gutachter bietet das OLG Oldenburg auf und weist die Klage des bedrohten Wissenschaftlers und dessen Gutachter zurück, von Prof. Dr. Ursula Spuler-Stegemann und Prof. Dr. Tilman Nagel, beide anerkannte Orientalisten, von den Gebrüdern Özoguz als "Islamwissenschaftler" apostrophiert, womit sie ihnen ihren Expertenstatus aberkennen. Im Haus der Justizministerin Brigitte Zypries hält man aus politischen Gründen nichts vom Verbot des Muslim-Marktes, und der Orientalist und Buchautor Hans-Peter Raddatz wird mit Personenschutz versorgt. Gefahr gebannt!

"Freifahrtschein für Hobby-Killer - Der Herr wirds richten," titelt Henryk M. Broder auf der Achse des Guten, am 8. August 2006, und am 3. November 2006 schreibt er, ebenfalls auf der Achse des Guten: "So etwas hat sich nicht Hape Kerkeling oder Harald Schmidt ausgedacht, es waren die Profis vom 1. Strafsenat des OLG Oldenburg, einer Gegend, wo man Shakespeare für eine Biersorte und Voltaire für eine Sportart hält."

Gericht: OLG Oldenburg, 01. Strafsenat
Datum: 23.10.2006
Sachgebiet: Kein Sachgebiet eingetragen
Normen: StGB § 111
Leitsatz: Kein hinreichender Tatverdacht eines öffentlichen Aufforderns zu Straftaten, wenn in einem Internet-Forum in der äußeren Form eines Gebets ("Mubahala") die Bestrafung eines Islamkritikers vom "allmächtigen Schöpfer" erfleht wird.

Man sieht, die deutsche Gesellschaft ist bereits vor knapp zehn Jahren weiter, da ist Aydan Özoguz noch nicht Mitglied der Bundesregierung. "Du gehörst am nächsten Baum aufgehängt" ist nichts weiter als eine Meinungsäußerung, und Personenschutz genießt die Ministerin schon in ihrer Funktion. Das muß sie aushalten. Der Islam gehört zu Deutschland, seine Kritiker nicht.