20. Februar 2026

Das Projekt zur Zerschlagung Rußlands

Münchner Sicherheitskonferenz
Trump-Vertrauter bezeichnet Treffen mit Newsom als „wohl größte Merz-Entgleisung bis heute“.

Nein, das ist keine Entgleisung, sondern mit diesem Gespräch positioniert sich Friedrich Merz an der Seite der US-Demokraten, die er bald wieder an der Macht sieht, auf der Seite der Rüstungslobby, die nicht aufhören will mit ihrem Ukrainekrieg, in dem sie ein ganzes Volk opfert, um Rußland so weit zu schwächen, daß darangegangen werden kann, den Staat in seine Republiken zu zerlegen, deren Präsidenten willige Erfüllungsgehilfen der interessierten Kreise der USA und der EU werden.

The West and Russia the Day After. By William Courtney, RAND, October 19, 2022

Die Ironie liest man im zitierten letzten Satz des Artikels:

In the 1990s, the West adapted to and helpfully influenced the birth of 15 new republics. If liberalizing change comes anew, the West may seek to help Russia heal itself for the long term

"In den 1990er Jahren paßte sich der Westen der Entstehung von 15 neuen Republiken an und beeinflußte sie positiv. Sollte es erneut zu liberalisierenden Veränderungen kommen, könnte der Westen versucht sein, Rußland langfristig bei der Selbstheilung zu unterstützen."

Das FREENATIONS OF POSTRUSSIA FORUM arbeitet unermüdlich an der Zerschlagung Rußlands:

"Das 2022 gegründete Forum 'Freie Nationen nach Russland' ist eine internationale Plattform, die regionale und ethnische Gruppen aus der Russischen Föderation mit globalen Partnern zusammenbringt, um die friedliche und gewaltfreie Dekolonisierung Rußlands zu fördern. Die Plattform hat bisher 16 Foren in verschiedenen Ländern veranstaltet."

Das grüne Gebiet scheint den USA zugeschrieben zu sein.

"Sehen Sie sich die Videos an – Russlands Zukunft: Eine Herausforderung für die US-Politik"
Watch the Videos – Russia’s Future: A Challenge for U.S. Policy

"41 unabhängige, freie, entwickelte und erfolgreiche Staaten anstelle eines einzigen verrückten Imperiums ist unser Hauptziel." Wikipedia listet 21 auf und liefert zusätzlich eine "Karte der De-jure-Republiken innerhalb Russlands" mit vielen bunten Fahnen, und da zählt Wikipedia 24 Fahnen.

"Baltikum, Arktis, Nordische Länder. Intermaria & Post-Russland: 
Verteidigung und Partnerschaft gegen das imperialistische Moskawien"
Baltics, Arctics, Nordics. Intermaria & Post-Russia: 
defense and partnership against imperialistic Moscovia, 

"Turbulente Zeiten erfordern entschlossenes Handeln. Der Krieg in Europa gegen die Ukraine, der nun im zwölften Jahr andauert [sic] und seit dreieinhalb Jahren in vollem Umfang geführt wird, wird von moskautreuen Kräften und ihren Verbündeten geführt, die das Völkerrecht, die europäische Einheit und demokratische Institutionen untergraben wollen. Die europäische Einheit und die politisch-militärische Souveränität sind existenziell bedroht, da Moskau und seine Verbündeten Zwietracht und Polarisierung säen. Die Ostseeregion, die nordischen Länder und die Intermarium-Zone bilden die Frontlinie gegen die imperialen Ambitionen Moskaus und seiner Verbündeten."


Die Redner gegen Rußland nennen das Fleckchen Erde mal Post-Russia, mal POSTRUSSIA; sie kommen aus allen Gegenden Rußlands, von der Krim alias Tatarstan über Kalmückien bis Kamschatka, zehn aus US-Regierungs- und der Regierung nahestendenen bipartisan genannten Organisationen, dem Hudson Institute, der RAND Corporation, aus den nordischen und baltischen Staaten, aus Polska und der Ukraine, der Paneuropa-Bewegung Österreich, der Heinrich-Böll-Stiftung, von Ex aus dem EU-Parlament, fünf aus Japan, einem kleinen Franzosen, der als Abgeordneter der Nationalversammlung auch die Franzosen in Deutschland vertritt und neben der Botschaft Frankreichs residiert, aus von Open Society Foundations geförderten Organisationen und dem Komitee für EU- und NATO-Erweiterung EU37 and NATO42. Alle sind engstens mit der Rüstungsindustrie verbunden.

In diesem Zusammenhang sollte das Gespräch des Bundeskanzlers mit dem Gouverneur von Kalifornien und wahrscheinlichen Kandidaten der Demokraten für die Präsidentschaft 2028 bewertet werden. Es geht darum, zur Gewinnmaximierung des MIK die Gegensätze zwischen den USA und anderen Groß- und Mittelmächten der Welt zu verschärfen. Ein in Republiken zerlegtes Rußland wäre dazu willkommen. Auf jeden Fall sind diese Kreise daran interessiert, keine europäisch-russische Einlußzone entsetehen zu lassen. Das zu verhindern, kämpfen sie bis zum letzten ukrainischen Mann. Das ist gemeint mit der Aussage des Gavin Newsom über Donald Trump:

"Gavin Newsom posiert vor den Kameras 
und greift Trump auf seiner zweiten Europareise innerhalb weniger Wochen scharf an."
Gavin Newsom preens for the cameras, unleashes on Trump on second Euro trip in weeks
By Ross O'Keefe, Josh Koehn and Annie Gaus, New York Post, February 13, 2026

„'Noch nie in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika gab es einen destruktiveren Präsidenten als den derzeitigen Bewohner des Weißen Hauses in Washington, D.C. Er versucht, das 19. Jahrhundert wiederzubeleben. Er ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der großen Öl-, Gas- und Kohlekonzerne,' sagte Newsom." 

Friedrich Merz arbeitet, um "stärker" zu werden, zusammen mit einem US-Demokraten, der in seinen Beschimpfungen und Bezichtigungen des Donald Trump so weit geht, nicht einmal vor der Institution des Staatspräsidenten haltzumachen. Es geht ihm weniger um Wladimir Putin und Rußland, als darum, sich als verläßlicher Partner der US-Demokraten und ihrer Rüstungsindustrie zu erweisen, und nicht nur dieser, sondern auch der deutschen. 

Bundeskanzler Friedrich Merz, X, 5:47 PM · Feb 14, 2026 · 837.6K Views
@bundeskanzler
Die transatlantische Partnerschaft ist kostbar. In Zeiten der Großmächte werden wir auf das gegenseitige Vertrauen angewiesen sein.
@GavinNewsom und ich sind uns einig: Zusammen sind wir stärker. Die NATO ist unser gemeinsamer Wettbewerbsvorteil.

Stärker als wer? Friedrich Merz spricht wie drittklassiges Personal der Werbung, da hält auch schon mal ein Produkt länger, ist wirksamer oder ein Füllfederhalter schreibt schöner.

In dem Zusammenhang muß die Absage an das deutsch-französische Future Combat Air System (FCAS) gesehen werden. Eine deutsch-französische Luftverteidigung ist nicht vorgesehen, sondern die deutsche Aufrüstung soll im Rahmen der Unterordnung von Bündnissen wie der Koalition der Willigen unter den Bedarf von erwarteten US-Regierungen mit Staatspräsidenten der Demokraten konzipiert werden, mit Politikern wie Gavin Newsom beispielsweise. Deutschen Rüstungskonzernen wird die Ausrichtung höhere Gewinne bringen als die Politik der Republikaner unter Donald Trump, schon allein, weil die Bewaffnung im Hinblick auf das vorletzte Gefecht, die Zerschlagung Rußlands orientiert ist. Was mittels der Opferung des gesamten Landes Ukraine und ihres Volkes nicht gelingt, die Aufrechterhaltung der Vormachtstellung der USA in der Region, das wird anders gelingen, und die Krönung für die US-Demokraten ist das letzte Gefecht, gegen den Weltfeind Nr. 1 China.

Mehrstündiger Umweg
Ukraine-Verhandlungen: Deutschland erschwert russischer Delegation die Anreise nach Genf
Von Alexander Schmalz, Berliner Zeitung, 17. Februar 2026

Unter diesem Gesichtspunkt sind auch Scharmützel einzuordnen wie die Verweigerung von Überflugrechten für die russische Delegation zu den Verhandlungen in Genf. Allen ist klar, daß die Vertreter aus Rußland, der Ukraine und den USA ihren Weg finden werden, der für die russische Delegation statt dreieinhalb Stunden neun dauert. Ein Hindernis für die trilateralen Friedensverhandlungen sind solche Nadelstiche nicht, sondern wichtig an ihnen ist, daß Friedrich Merz ein weiteres Mal zeigt, daß die US-Demokraten sich auf ihn verlassen können.

Eine der wenigen vernünftigen Entscheidungen des Emmnuel Macron in den neun Jahren seiner Amtszeit ist das strategische Bündnis Frankreichs mit Indien, dem engen Verbündeten Rußlands, und der Schritt von Giorgia Meloni, sich gegen die MAGA-Kritik des Friedrich Merz zu stellen ist ebenfalls zu begrüßen.

Wie die EU sich selbst zerlegt (mit Merz, ohne Trump). Lost in Europe, 18. Februar 2026

"In Brüssel geht die Angst um. Putin und Trump wollten Europa spalten, deshalb müsse man die Reihen schließen, heißt es im Europaviertel. Dabei hat die EU längst angefangen, sich selbst zu zerlegen – ganz ohne Trump. ..." 

Die Zerlegung ist zu begrüßen; denn die EU braucht kein 🐖. Im Zuge des Fortschreitens der Entwicklung Chinas zur überragenden Weltmacht und seiner Projekte, vom Ali Baba Project im Malaysia des vorigen Jahrhunderts bis zur Förderung von Seltenen Erden in China, in den Arktisgewässern und zu Wasser und zu Land in Grönland heute, ist die Zusammenarbeit der von Gavin Newsom als Amerika des 19. Jahrhunderts verschrienen USA mit einer eurasischen Einflußzone von Rußland und großen Teilen von Europa angesagt. Zum Wohle aller Bürger könnten diese Einflußzonen nach innen und nach außen, vor allem mit China handeln, kooperieren und konkurrieren. Die Industrien würden gedeihen, viele Arbeitsplätze entstehen und wenig Säbelrasseln zu hören sein.

Schlecht für Lockheed und Rheinmetall!


"Meloni bricht mit Merz in der MAGA-Frage
und stellt die EU-Ambitionen Roms und Berlins auf die Probe"
Meloni breaks with Merz on MAGA, testing Rome-Berlin EU ambitions
Luca Steinmann, Brussels signal, 16 February 2026

Sie zögert nicht lange; es soll keine Ungewißheit entstehen: Vom Afrika-Gipfeltreffen in Addis Abeba meldet sie sich und widerspricht der Kritik des Friedrich Merz an Donald Trump. Wie ein Friedrich Merz sich überhaupt entblöden kann, den Präsidenten eines verbündeten Staates in aller Öffentlichkeit zu beleidigen, wüßte mancher deutsche Bürger gern. Ich zum Beispiel!

„'Ich teile Merz’ Kritik an der MAGA-Kultur nicht. Das sind politische Bewertungen, jeder Staatschef nimmt sie nach eigenem Ermessen vor,' sagte sie."

Warum muß Berlin so oft Ort einer von Wahnsinnigen fehlgeleiteten Politik sein? 👿

Friedrich Merz, der 1,98m lange Größenwahn. 14. Februar 2026
Rede des Vertreters Rußlands auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz. 16. Februar 2026