Was weiß ich über Grönland, außer, daß es östlich von Kanada liegt? Nichts! Oder? Da fällt mir ein, daß die Ehefrau des Bühnenbildners der Schaubühne am Halleschen Ufer Klaus Weiffenbach Nanuk heißt, in der grönländischen Sprache Inuit = Eisbär. Warum sie so heißt, habe ich vergessen. Warum heißt Grönland dänisch Grønland, englisch Greenland, in Inuit aber Kalaallit Nunaat = Land des Volkes, Folkets land, und wer besitzt "das Land des Volkes", das zwölftgrößte Land der Welt, in dem 88,9% von 56,562 Bewohnern (Mai 2022) Inuit sind? Das Volk der Inuit jedenfalls nicht.
Die vier größten Länder sind Rußland, Kanada, China, USA, gefolgt von 5. Brasilien, 6. Australien. Der europäische Teil Rußlands allein belegt mit 3,969,100 km² als erstes europäisches Land Platz 7.
So eingestimmt, sollte man statt auf die gängigen Landkarten besser auf einen Globus schauen und die Welt anders betrachten als bislang, vielleicht Nordpol-zentriert. Donald Trump bringt einen auf Trab, als wenn Gaza, der Iran und Venezuela nicht schon reichten!
Norwegen, Schweden, Finnland, Rußland, Kanada, Grönland (Dänemark) und Alaska (USA) erstrecken sich bis in den Polarkreis. Außer 2016, im nördlich des Polarkreises gelegenen Fairbanks, Alaska, der kältesten Stadt der USA, und 2022, in Tromsø, Norwegen, dem größten Ort im Polarkreis, trifft man sich zum Thema Grönland in angesagten Städten, darunter, 2016, in Davos, und, 2024, in Edinburgh, Schottland, das wie das gesamte Vereinigte Königreich geographisch nichts mit der Arktis zu tun hat.
Warum Davos und Edinburgh? Was tut sich in der Arktis, wer ist dort zugange mit welchen Absichten? Jemand, der außer Nanuk = Eisbär nichts von der Gegend weiß, fängt von der Pike an zu recherchieren. Fehler inbegriffen!
2013 und 2014 und dann alle zwei Jahre finden Arctic Observing Summits statt, Arktische Beobachtungsgipfel; der achte wird in Aarhuus, vom 30. März bis 1. April 2026 bestiegen; er fand aber laut Website Previous Summits, "Frühere Gipfeltreffen" schon statt. 😂
Arctic Summit Aarhus, March 30 - April 1 2026 Programm
"Der Arctic Observing Summit (AOS) ist ein hochrangiges, alle zwei Jahre stattfindendes internationales Forum. Sein Hauptziel ist die Bereitstellung gemeinschaftlich getragener Leitlinien für die Konzeption, Implementierung und den nachhaltigen, langfristigen Betrieb des internationalen Netzwerks arktischer Beobachtungssysteme."
Sechs Arbeitsgruppen liefern dem Programm zu:
- Technologie, einschließlich Innovation, Design, Optimierung und Implementierung von Beobachtungssystemen
- Datenmanagement
- Unterstützung der Arktisbeobachtung, auch durch den öffentlichen und privaten Sektor
- Prioritäten, Bedürfnisse und Expertise indigener Rechteinhaber
- Bedarf, Engagement und Unterstützung des öffentlichen und privaten Sektors
- Arktisbeobachtung im globalen Kontext
Unter ferner liefen gibt es da als vierte auch eine thematische Arbeitsgruppe Indigenous rights-holders' priorities, needs and expertise. Grönland betreffend wären das die Bewohner des Kalaallit Nunaat, des Landes des Volkes, das, am 23. Februar 1982, in einem "konsultativen Referendum" mit einer Mehrheit von 53% aus der EU austreten und unabhängig werden will. Grönland hat, nach einem Referendum vom 17. Januar 1979, den Status der Selbstverwaltung mit Eskimo-Parlament. ☃☃☃
"Es wird erwartet, daß die mehrheitlich aus Inuit (Eskimos) bestehende Bevölkerung Grönlands heute für den Austritt aus der EWG stimmen wird, wodurch die Gemeinschaft etwa die Hälfte ihrer Gesamtfläche verliert," weiß The Guardian, vom 23. Februar 1982.
Kein Wunder: "Tausenden Grönländerinnen wurden in den 60er- und 70er-Jahren gegen ihren Willen eine Spirale eingesetzt - im Auftrag der dänischen Regierung. ... Mehr als 4.000 Frauen und Mädchen setzen Ärzte im Auftrag Dänemarks in den 60er- und 70er-Jahren eine Spirale ein. Mit der Zwangsverhütung wollte Dänemark das Bevölkerungswachstum in der früheren Kolonie begrenzen. Die Begründung: Man könne den Wohlfahrtsstaat sonst nicht mehr finanzieren. Später hieß es: Man wolle die verantwortungslosen Frauen und ihre ungeborenen Kinder nur schützen." Tagesschau, vom 24. September 2025. So weit zu den Bedürfnissen indigener Rechteinhaber.
Und da ist noch nicht die Geschichte Grönlands berücksichtigt, der bis heute dänischen Kolonie, die US-Präsident Harry Truman 1946 für 100 Millionen Dollar kaufen will, nachdem daraus 1867 im Gegensatz zu Alaska nichts wird.
Dem Gipfel voraus geht die Woche des Arktischen Wissenschaftsgipfels (ASSW), ab 25. März 2026.
"Zu den ASSW-Gemeinschaftstreffen und -Workshops gehören die jährlichen Treffen der teilnehmenden Organisationen:"
- International Arctic Science Committee (IASC)
- Association of Polar Early Career Scientists (APECS)
- European Polar Board (EPB)
- Forum of Arctic Research Operators (FARO)
- Indigenous Peoples' Secretariat (IPS)
- International Arctic Social Sciences Association (IASSA)
- Ny-Ålesund Science Managers Committee (NySMAC)
- Pacific Arctic Group (PAG)
- University of the Arctic (UArctic)
Organisator ist das International Arctic Science Committee (IASC) mit Sitz in Island. Das 1990, zur Zeit von Michail Gorbatschow und George Bush senior von sieben Arktis-Ländern plus Island (100 km entfernt vom Polarkreis), gegründete IASC besteht inzwischen aus staatlichen Mitgliedsorganiationen aus 25 Ländern, sechs kommen 1991 hinzu (sie sind aus denselben Ländern, die heute in Sachen Ukraine die Willigen sind), darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Dann folgen Forschungseinrichtungen aus aller Herren und Damen Ländern, die Schweiz, 1994, China, 1996, Italien, 1997, Indien, 2012, Belgien 2022, und die Türkei, 2025, mit dem Polar Research Institute:
"Das dem TÜBİTAK MAM angegliederte Polarforschungsinstitut (KARE) setzt seine Aktivitäten zur Durchführung türkischer wissenschaftlicher Studien in den Polarregionen, zur Organisation nationaler Expeditionen und zum Ausbau der internationalen Zusammenarbeit fort. Ziel des Instituts ist es, die wissenschaftliche Kompetenz der Türkei in der Polarforschung durch die Unterstützung von Forschung und Entwicklung sowie logistischer Prozesse zu stärken."
Das ist ziemlich genau auch die Aufgabe der Forschungsinstitutionen der anderen Mitgliedsländer. Der Link zum japanischen NIPR funktioniert nicht mehr, man muß erst suchen: National Institute of Polar Research (NIPR): "Das Arctic Environment Research Center (AERC) wurde im Juni 1990 am National Institute of Polar Research (NIPR) gegründet, um die Meereisforschung, Ozeanographie, Meeresökologie, terrestrische Ökologie, Atmosphärenwissenschaft, Glaziologie und Wissenschaft der oberen Atmosphäre zu fördern." Auch China ist nicht zu erreichen. Grokipedia hat mehr. Zu Indien wird man sofort fündig: National Centre for Polar and Ocean Research (NCPOR):
"Das Nationale Zentrum für Polarforschung und -entwicklung (NCPOR) ist Indiens führende Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die für die Forschungsaktivitäten des Landes in den Polargebieten und im Südlichen Ozean verantwortlich ist," die Zusammenarbeit mit dem Shirshov Institute of Oceanology, Russian Academy of Sciences (IO RAS) in beiden Polarregionen und in ozeanischen Gebieten eingeschlossen. Das Institut gibt, am 17. Dezember 2025, bekannt:
An agreement was signed with the Shandong University of Science and Technology. "Es wurde eine Vereinbarung mit der Shandong University of Science and Technology unterzeichnet."
"Ein mit China verbundenes australisches Bergbauunternehmen verklagt Grönland
auf 11 Milliarden Dollar wegen entgangener Einnahmen."
Chinese-linked Australian mining company sues Greenland for $11bn over lost revenue
By Martin Breum, Arctic Today, October 11, 2023
"Beobachter in vielen Ländern werden die Vorgänge voraussichtlich verfolgen. Grönland gehört nach wie vor zum Königreich Dänemark, und die USA interessieren sich über ihre Botschaft in Dänemark seit Jahrzehnten sehr für Grönlands Seltene Erden."
Solche Unternehmen heißen in Malaysia, in den 1980er Jahren, Ali Baba Projects = offizieller Besitzer ist Malaye, tatsächlicher ist ein malaysischer Chinese. Ist das australische Unternehmen vielleicht ein Känguru oder Kiwi Project? Wären klare Besitzverhältnisse im US-Staat Grönland nicht besser?
Fortsetzung folgt!
