22. Januar 2026

Die USA und die Arktis

Rußland, Finnland, Schweden Norwegen, Island, Grönland, Kanada, Alaska

Ein Blick auf den Polarkreis zeigt die Bedeutung von Grönland für die USA. Kanada hat nach Osten eine offene Flanke nach Dänemark, zur militärisch ohnmächtigen EU. Das bedeutet bei der schwankenden Politik Kanadas nichts Gutes, man denke nur an Justin Trudeau. Auch innenpolitisch ist Kanada instabil, Bürger des Staates Alberta, eine der dynamischsten Provinzen Kanadas, seit 1905 zu Kanada gehörend, wollen die Unabhängigkeit. Die Chancen für ein Referendum stehen gut.

Eine Einbindung Kanadas in die US-Strategie, wenn nicht seine Eingemeindung in die USA, was auch schon zur Diskussion stand, wäre im Sinn der USA. Kanada ist tatsächlich "verwundbar gegenüber US-Gegnern in der Arktis"; das sieht nicht nur Donald Trump so. Wie Grönland kann auch Kanada seine Grenzen nicht sichern bzw. sichert sie nicht.


Im Artikel habe ich aufgelistet, wer alles außer den acht Gründern, 1990, ab 1991 und bis 2025, im International Arctic Science Committee (IASC) Mitglied wird, von Frankreich bis zur Türkei. Sie alle eruieren im Auftrag ihrer Regierung die Möglichkeiten für ihre Unternehmen, Grönland und den Arktischen Ozean zu nutzen. Chinas Kiwi Project Greenland Minerals A/S, habe ich erwähnt, das andere Projekt heißt Tanbreez Mining Greenland A/S.

Greenland’s minerals to consolidate China’s rare earth dominance? Per Kalvig and Han Lucht
No green future without China

"Obwohl der Markt für Seltene Erden-Rohstoffe in Europa und den USA von entscheidender Bedeutung ist, liegt dies an der gegenwärtigen chinesischen Dominanz in diesem Sektor [China verfügt über 90% der globalen Produktionskapazitäten für Seltene Erden], und nicht an einem globalen Mangel an Seltenen Erden-Mineralien oder an aktuellen Produktionsbeschränkungen im Bergbausektor."

Zur Vervollständigung seiner Dominanz ist China auch in Grönland aktiv, was der Regierung des Donald Trump nicht paßt. Ganz andere Zusammenarbeit ist angesagt, und zwar mit Rußland. Nicht umsonst ist das Treffen mit Wladimir Putin, am 15. Augusst 2025, in Anchorage, Alaska.

US-Russia Cooperation in the Arctic. 

Die Zusammensetzung des Vorstands zeigt an, worum es in dem Projekt geht.

"Unsere Mission: 
  • Unsere Vision für Sicherheit im 21. Jahrhundert zu vermitteln, indem wir neue Ideen und kritische Analysen zu den wichtigsten nationalen Sicherheitsfragen unserer Zeit entwickeln und teilen;
  • einen parteiübergreifenden Konsens über eine neue nationale Sicherheitsstrategie zu erzielen, die Amerikas Führungsrolle wiederherstellt und unsere Sicherheit gewährleistet;
  • das Verständnis der amerikanischen Öffentlichkeit für kritische nationale Sicherheitsfragen durch direkten Dialog zu verbessern."
"Die Welt verändert sich nirgendwo so schnell wie in der Arktis, wo der Klimawandel die Bedeckung des Meeres mit Eis rapide reduziert hat. Eine Region, die einst fast das ganze Jahr von Eis bedeckt war, ist nun für menschliche Besiedlung, Reisen und Nutzung zugänglich. Die USA und Rußland grenzen aneinander entlang der Beringstraße und um den Arktischen Ozean. Beide Länder haben ein gemeinsames Interesse an der fortgesetzten Zusammenarbeit beim Schutz der arktischen Gewässer, um deren wirtschaftliche Vorteile für alle Beteiligten zu sichern und gleichzeitig gemeinsam vorteilhafte Forschung zu betreiben und die Umwelt zu erhalten. 

Eine verstärkte Zusammenarbeit in der Arktis kann zudem das Risiko eines Wettrüstens zwischen NATO-Staaten und Rußland in der Arktis mindern und die Region vor Konflikten und Konkurrenz schützen. Putin hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, sich mit Präsident Trump auf einem Gipfeltreffen zu Arktisfragen zu treffen; die Trump-Regierung sollte diese Chance nutzen."

Nun werfe man bitte noch einmal einen Blick auf den Polarkreis!
 
Trumps Rede in Davos: Darum will der US-Präsident Grönland. Von Conny Axel Meier, 

Den Artikel einschließlich das im November 2025 veröffentlichte „Nationale Sicherheits-Strategie-Papier“ setze ich als geleen voraus, dort besonders die Seiten 10. 15f., 25 und 27.

"Machtgleichgewicht – Die Vereinigten Staaten können nicht zulassen, daß eine Nation [China] so dominant wird, daß sie unsere Interessen bedroht. Wir werden mit Verbündeten und Partnern [Rußland] zusammenarbeiten, um das globale und regionale Machtgleichgewicht zu wahren und das Entstehen dominanter Gegner zu verhindern." p. 10

"Wir werden Konkurrenten von außerhalb der Hemisphäre [China, Rußland] die Möglichkeit verweigern, Streitkräfte oder andere bedrohliche Fähigkeiten in unserer Hemisphäre zu stationieren oder strategisch wichtige Vermögenswerte zu besitzen oder zu kontrollieren." p. 15

"Wir dürfen aber auch Regierungen mit anderen Ansichten [China, Rußland] nicht übersehen, mit denen wir dennoch gemeinsame Interessen teilen und die mit uns zusammenarbeiten wollen. ... Schaffung oder Erweiterung des Zugangs zu strategisch wichtigen Standorten [Polarkreis]." p. 16

"Die zwischen Amerika und unseren Partnern geschaffenen Verbindungen werden beiden Seiten zugutekommen und es gleichzeitig für Konkurrenten außerhalb der Hemisphäre erschweren, ihren Einfluß in der Region auszubauen." p. 17

"Die Gestaltung der Beziehungen Europas zu Rußland wird ein erhebliches diplomatisches Engagement der USA erfordern, sowohl um die Bedingungen strategischer Stabilität auf der eurasischen Landmasse wiederherzustellen als auch um das Risiko eines Konflikts zwischen Rußland und europäischen Staaten zu mindern." p. 25 "Wiederherstellung der Stabilität in Europa und der strategischen Stabilität mit Rußland". p. 27

Fortsetzung folgt vielleicht, wenn ich inzwischen nicht erfroren bin! ☃☃☃☃☃☃