23. Juni 2026

Libanon. Die Zukunft des Friedens mit Israel hat schon begonnen!


"Renaud Girard: 'Israel wird die Hezbollah nicht mit Gewalt ausrotten'.“
Renaud Girard : «Israël n’éradiquera pas le Hezbollah par la force». Le Figaro, 22/23 juin 2026
75 commentaires à 17h30. Un nombre étonnamment élevé de personnes soutiennent Israël !

Wie fühlt sich ein Krimi-Autor, der Plot und Plot Point gezielt präsentiert und dann im Medium, dem er die Kostbarkeit anvertraut, Wendung und Lösung des Falles im Anreißer liest, als wenn die Redakteure der Tatort-Fans unter "kurz und bündig" gleich den Namen des Mörders mitlieferten?


Auf der oberen halben Seite 17 der Zeitung, auf der ungeraden, immer zuerst gelesenen, baut er kenntnisreich bei ständigem Ringen um Glaubwürdigkeit seine Geschichte auf. Ja, er war selbst im Libanon! Ja, er war in die berühmte Golani Brigade embedded, integrierter Journalist!

Es jagen sich die Informationen. Der Leser lernt, daß die Hezbollah eine politische Partei und gleichzeitig eine bewaffnete Miliz ist, die dem Obersten Führer des Iran folgt, dem "Marja", der "Quelle der Nachahmung". Es gibt aber seit 1979 keinen unumstrittenen Marja mehr, der letzte war der heute 95-jährige im Irak lebende iranische Ayatollah Ali al-Hossaini al-Sistani, und der folgt wie Ayatollah Sayyed Mohammad Kazem Schariatmadari nicht der Doktrin des velayat-e faqih, lehnt eine religiöse Regierung ab und ist für freie Wahlen. Deshalb findet Renaud Girard nur Fotos von den Ayatollahs Ruhollah Khomeini und Ali Khamenei in den Büros der Hezbollah.

Vom 1. auf den 2. März 2026 schlägt die Hezbollah aufgrund des amerikanisch-israelischen Angriffs auf den Iran in dessen Auftrag gegen Israel los. Es folgen weitere Informationen, darüber, daß die Hezbollah sich nach dem Bürgerkrieg im Libanon im Gegensatz zu den anderen Milizen nicht hat entwaffnen lassen, daß sie, seit 1990, Israel unnötig militärisch provoziert und bedroht, und daß sie seit der Zeit ein Veto bei allen Entscheidungen der libanesischen Regierung ausübt, kurz, es gibt keine einzige Neuigkeit, alles liest man in vielen Weltsprachen, verschärft seit dem 28. Februar 2026.

Der überraschte Leser erfährt, daß der Überfall der Hezbollah im Norden Israels, vom 12. Juli 2006, bei dem acht isrelische Soldaten getötet und zwei verschleppt wurden, ein "incident" war, ein "Vorfall", der zu einem Krieg Israels gegen die Hezbollah führte, aus dem die Hezbollah gestärkt hervorging. 

Zur Erinnerung: Auf meiner im Orkus verschwundenen Website gab es dazu einige Artikel. Die UNO hält es nicht für nötig, in der Zusammenfassung dieser Kriegshandlung die acht getöteten Soldaten zu erwähnen, über die von der Ständigen Vertretung Israels bei der UNO in zwei Briefen berichtet wird:

"Berichten zufolge [sic] verübte die Hezbollah, am 12. Juli 2006, bewaffnete Angriffe an Israels Nordgrenze zum Libanon, bei denen zwei israelische Soldaten getötet und in den Libanon entführt wurden. Es wird erklärt, daß diese bewaffneten Angriffe einen Verstoß gegen die Blaue Linie und Resolutionen des Sicherheitsrates darstellten und daß Israel beabsichtigt, sein Recht auf Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der UN-Charta auszuüben und geeignete Maßnahmen zur Freilassung der entführten Soldaten zu ergreifen."

Wie die Europäer Deutschlands und Frankreichs auf den 34 Tage, bis zum 14. August 2006, dauernden Krieg reagierten, kann man in meinem Artikel, vom 24. Juli 2006, nachlesen. Hier in Kopie:

"Frankreich muß handeln: Krieg gegen Israel!"
France must act: war on Israel! ♠ La France doit agir : guerre contre Israël!

Kein Wunder also, daß Renaud Girard dieses Verbrechen als "Vorfall" verniedlicht, Hassan Nasrallah (pbuh) hätte von einem Sieg der "Vorhersehung", une victoire « providentielle » gesprochen, aus dem Israel lernen sollte, sich mit einer Antwort zurückzuhalten.

Ich sitze und schwitze in meiner Brasserie de la gare wie jeden Morgen beim Café, da kommt das vorletzte Geschütz in Stellung, ein sehr mächtiges, meint Renaud Girard, nämlich dies: 

«Pour des résultats tactiques secondaires, la guerre de Netanyahou va avoir des répercussions stratégiques néfastes pour Israël». „'Was sekundäre taktische Vorteile angeht, wird Netanjahus Krieg verheerende strategische Folgen für Israel haben'.“ Die Spannung steigt: Die Amerikaner und die Europäer - damit sind Bürger der EU-Staaten gemeint - werden sich der « methode » des Benyamin Netanyahu wegen von Israel abwenden, die westlichen Staaten aber wären für das Überleben Israels nötig, die "traditionellen Unterstützer Israels". Dann kommt noch was über die sensationelle Neuigkeit, daß die Hamas noch immer in Gaza, sogar im Westjordanland operiere. Nein, das ist keine Satire!

Wer erinnert den einst in die Golani Brigade integrierten Journalisten, daß Israel außer den USA niemanden aus dem Westen nötig hat, sondern daß ganz andere Entwicklungen im Gange sind?!

The Abraham Accords Declaration. 

Benjamin Netanyahu erklärt es in seiner Rede vor der UNO, am 22. September 2023, und erschüttert damit die Mollahs des Iran bis ins eschatologische Mark. Es folgt der 7. Oktober 2023.

Die Gewinner des 7. Oktober sind neben den Ayatollahs des Iran klar die Demokraten der USA.

quod erat demonstrandum 👿

Die Spannung wird in den letzten Zeilen von Renaud Girard aufgelöst; denn wie Kai aus der Kiste kommt die Lösung, daß die Hezbollah nur entwaffnet werden kann, wenn Teheran das anordnet, dazu seien Frieden und maximale Geschäfte des Iran mit den USA nötig. Wer hätte das geahnt?

@realDonaldTrump
19 Millions Barrels of Oil flowed out of the Hormuz Strait yesterday, an all time RECORD. Oil prices are tumbling down, and the World is a much safer place!!! President DONALD J. TRUMP
"Gestern flossen 19 Millionen Barrel Öl aus der Straße von Hormus – ein absoluter Rekord. Die Ölpreise fallen rapide, und die Welt ist dadurch deutlich sicherer geworden! 
Präsident DONALD J. TRUMP

Der Frieden wird mit den Revolutionsgarden geschlossen, die zugesagt bekommen, daß keiner von ihnen verfolgt wird, daß jeder seine angehäuften Reichtümer behalten, die neue Regierung die 200 Milliarden-Dollar-Vermögen des Obersten-Führers der Revolution nach Gutdünken verwalten kann, und daß sie dafür sorgen müssen, daß die Mollahs in ihren Seminaren und Moscheen bleiben. 🙏

Benjamin Netanyahu sabotiere die Normalisierung der amerikanisch-iranischen Beziehungen durch seine Bombardierungen des Libanon. Im Rahmen des Abkommens, vom 15. Juni 2026, aber hätten die derzeitigen iranischen Herrscher ihrer libanesischen Miliz befehlen müssen, Angriffe gegen Israel einzustellen, was unterblieb; es ist der Iran, der erklärt, der Libanon habe Teil des Abkommens zu sein. Darauf hinzuweisen, wäre das mindeste gewesen, und darauf, daß erst durch die Bombardierungen, am 22. Juni 2026, ein Waffenstillstand mit der Hezbollah erreicht werden konnte.

Die Partei Allahs حزب الله nimmt im Libanon einen Platz ein neben der schiitischen Amal, und gut ist!

Die Redakteure der Endredaktion des Figaro müssen beweisen, daß sie klug sind und wissen, wer's war, und so platzen sie gleich mit dem Aufreißer raus und zerstören die Spannung, weil sofort klar wird, was man vom folgenden Text an Schimpfworten gegen Israel zu erwarten hat:

"Israel täte gut daran zu verstehen, daß die Hezbollah nur auf Befehl Teherans entwaffnet wird. Um dieses Ziel eines Tages zu erreichen, ist ein friedlicher Iran notwendig, der möglichst viele Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten unterhält."

Kann nicht jemand Renaud Girard beauftragen, nach Jerusalem zu reisen ✈️, Benjamin Netanyahu ins Gewissen zu reden? Nicht, daß die Hezbollah den Waffenstillstand, vom 22. Juni 2026, verletzt und sich Israel dann wieder wehrt! Kaum formuliert man's, ist's schon passiert: 

Hezbollah claims IDF violated ceasefire. Die Hezbollah behauptet, die israelischen Streitkräfte hätten den Waffenstillstand gebrochen. 😂

Hezbollah. Proxi des Iran, seit 44 Jahren im Krieg gegen Israel. 22. Juni 2026