30. Dezember 2012

USA. Das Kind als Objekt: Waisenkinder

Wer bei Google.de Putin Waisenkinder eingibt, erhält ungefähr 35.000 Ergebnisse, in 0,32 Sekunden. Oben stehen die News zum Thema, und da häufelt sich alles auf, was in den öffentlich-rechtlichen Anstalten, den privaten Fernsehkanälen und den altpapierähnlichen Printmedien über Weihnachten nichts anderes zu tun hat. Statt die geschenkten Bücher nach geheuchelter Begeisterung bei Freunden im Bücherschrank verschwinden zu lassen, sie umzutauschen, weiterzuverkaufen oder sie gar zu lesen, erinnert sich der eine oder andere Journalist an alte Zeiten des Kalten Krieges. Endlich ist einmal nicht Beschönigung des Islam und seiner spirituellen Werte angesagt, die Leier vom "Islamismus" zu zupfen, sondern die Mottenkiste kann entstaubt werden.

Update. US-Adoptiveltern haben Todesangst

Antikommunismus wird bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion von den Medien verlangt, politisch konservativ hat der Journalist zu sein, ob zur Regierungszeit von Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Helmut Kohl, zumindest hat er/sie zur Kanalarbeiterriege der Berliner SPD des Handgranaten-Kutte zu gehören. Linker Juso? Geh doch nach drüben, wenn's dir hier nicht paßt!

In der Reihenfolge der Häufigkeit des Anklickens: Tagesschau (2x), heute, Deutschlandradio, N24, Frankfurter Allgemeine Zeitung, ZEIT, n-tv, Frankfurter Rundschau (lebt noch) und Deutsche Welle, um nur das erste Dutzend der Anbieter zu nennen. Unterbrochen wird die antirussische Propaganda durch einen Artikel zum Dima Yakovlev Law, dem Dima-Jakowlew-Gesetz, von Ria Novosti, auf Platz 7: Kinderombudsman Astachow: Putins Erlass startet Programm "Russland ohne Waisenkinder".

Pawel Astachow, der russische Beauftragte für Kinderrechte, erklärt nach dem 420:7:1-Beschluß der Duma und der Unterschrift des Präsidenten: "Es gilt, heute alle Kräfte dafür einzusetzen, die russischen Familien zu unterstützen, Familien, die sich in einer gefährlichen sozialen Lage befinden, wiederherzustellen und die Adoptivfamilien zu stimulieren. Wir können der Aufgabe der Unterbringung der Waisen, selbst wenn das behinderte Kinder sind, gerecht werden. Ich bin der Auffassung, dass der Präsidialerlass den Beginn der Realisierung der globalen Strategie 'Russland ohne Waisenkinder’ bedeutet."

Auch die positive Entscheidung zur Adoption von 46 Kindern, darunter Medienberichten zufolge auch von kranken Kleinkindern mit Down-Syndrom, zerebraler Kinderlähmung und anderen schweren Erkrankungen, durch ausländische, größtenteils US-amerikanische Eltern, sei wieder rückgängig gemacht worden. Die Kinder dürften nicht ausreisen. N24 beklagt, daß "die Maßnahme ... russischen Waisenkindern die Möglichkeit auf ein besseres Leben" nehme und führt den trotzigen Präsidenten in der Sprache eines Drittklässlers vor: Putin kümmert sich um Russlands Kinder selbst. Wetten, daß die Erfinder dieser Überschrift nicht wissen, wie's richtig heißen müßte?

Klickt frau bei Google.de auf News zu Putin Waisenkinder setzt es nochmal den 2500-fachen Empörungsschrei von der Tagesschau bis zum SPIEGEL.

Neu an der anti-russischen Propaganda ist, daß auch Stilmittel der heutigen Kampagnen verwertet werden: "Doch auch aus den eigenen Reihen kommt Kritik. Das Gesetz schade dem Ansehen Russlands in der Welt.," meint Christina Nagel, aus dem ARD-Hörfunkstudio Moskau. Sie bedient sich der Argumentationsfloskel der heuer geläufigen Juden- und Israelschelte, da heißt es, die Juden, von Uri Avnery über Avi Primor bis Moshe Zuckermann, sagen es selbst, die israelische Politik schadet dem Ansehen Israels in der Welt. Seinerzeit geht das mit Rußland bzw. der Sowjetunion nicht. Die ist Feind, und alles, was ihre Regierung unternimmt, bestätigt ohnehin das schlechte Ansehen der sozialistischen Staaten in der Welt.

Zur Hochzeit des Antikommunismus wäre dieser von AFP/dpa/Reuters abgekupferte Satz der Wiener Zeitung und der FAZ undenkbar: "Ungeachtet internationaler Kritik hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Gesetz unterzeichnet, das US-Bürgern die Adoption russischer Kinder untersagt." Auch hier sind die Parallelen zur heutigen Israelkritik deutlich: Ungeachtet internationaler Kritik baut Israel einen Sicherheitszaun, die "Mauer", bekämpft es eine Terrorgruppe, die seine Bevölkerung jahrelang mit Raketen beschießt usw. Die Sowjetunion macht eh, was internationale Kritik hervorruft, keine Kampagne wert ist das damals deutschsprachigen Journalisten, es ist Alltag.

Die Hörfunkkorrespondentin berichtet wenigstens, warum der Arbeitstitel für das Gesetz so heißt: "Das ist eine Anspielung auf den Fall Dima Jakowlew [Foto], dessen Name zum Arbeitstitel des Gesetzentwurfes wurde. Das aus Russland adoptierte Kleinkind war 2008 von seinem amerikanischen Adoptivvater [Miles Harrison] bei brütender Hitze [neun Stunden] im Auto zurückgelassen worden und starb. Ein amerikanisches Gericht sprach den Mann frei." Solches kann halt passieren, der Vater ist sicherlich noch heute traurig.

Einige der Kritiker sehen in dem Gesetz eine Politik auf dem Rücken der Kinder: "Kritiker dürfte dies kaum beruhigen. Sie verweisen weiter auf den oft verheerenden Zustand in russischen Kinderheimen. Zudem hätten US-Bürger nur Kinder adoptieren können, die in Russland niemand hätte haben wollen. Meist seien es behinderte Kinder gewesen. Sie hätten künftig kaum noch eine Chance." Die FR titelt: Waisenkinder als Druckmittel. Es handele sich um ein "absurdes Gesetz", um die Waisenkinder gehe es dabei nicht.

Deutschlandradio Kultur bringt's schon in der Überschrift auf den Punkt: Politische Vergeltung auf dem Rücken von Waisenkindern. Gesine Dornblüth nennt das Gesetz mit seinem inoffiziellen westlichen Namen, "Anti-Magnitski-Gesetz". Der russische Anwalt Sergej Magnitzki "arbeitete für ein US-amerikanisches Unternehmen und hatte Korruption in höchsten Beamtenkreisen aufgedeckt." Näheres über sein Schicksal, und wie es von Seiten der USA und von Rußland dargestellt wird, liest man dort. Auf der Suche im Internet nach dem US-amerikanischen Unternehmen stößt man auf einen SPIEGEL-Bericht über den Russischen Justizskandal, ein Jahr danach, am 16. November 2010. Verlinkt wird zu einem SPIEGEL-Artikel, vom 18. November 2009. Dort berichtet Benjamin Bidder unter dem Titel Britisch-russische Wirtschaftsfehde nichts von einem US-amerikanischen Unternehmen, sondern der Fall handelt vom britischen (!) Banker und Hedgefonds-Manager William Browder. Er ist laut Unterschrift unter dem Foto Chef des Anwalts Sergej Magnitzki, seines engsten Vertrauten. Von den USA ist nirgends zu lesen.

Mühselig darf der interessierte Leser die unterschlagenen Informationen der deutschen Journalisten suchen und findet, daß Sergej Leonidowitsch Magnitzki bis zu seiner Verhaftung als Wirtschafts- und Steuerberater für die amerikanisch-russische Anwaltsfirma Firestone Duncan den britischen Investmentfonds Hermitage Capital Management beraten hat. Chef des Sergej Magnitzki ist William Browder niemals.

Die US-Regierung verhängt Einreiseverbote und andere Sanktionen gegen diejenigen russischen Beamten, die schuld am Tod Sergej Magnitskis sein sollen, oder die ihrer Ansicht nach die Aufklärung des Falles verhindern.

ZDF- heute stimmt in das Rührstückchen der "leidtragenden" Kinder ein: "Russlands neues Adoptionsgesetz trifft auch behinderte Kinder, die im Land selbst kaum eine Chance auf Adoption hatten. Amerikaner dürfen sie von jetzt ab nicht mehr zu sich nehmen - wegen eines Machtkampfs des Kremls mit den USA." Der Konflikt ist ein Machtkampf.

ZDF-heute informiert über die Lage in Rußland, mit seinen ca. 142 Millionen Einwohnern: "Dort wachsen nach Regierungsangaben mehr als 650.000 Kinder ohne Vater und Mutter auf, weil sie Waisen sind oder ihre Eltern ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren. Nach UNICEF-Schätzungen sind 740.000 Jungen und Mädchen ohne Eltern. Gut 100.000 von ihnen lebten 2011 in Kinderheimen, die als chronisch überfüllt gelten. Im vergangenen Jahr haben US-Familien nach Moskauer Angaben fast 1.000 russische Kinder adoptiert. In den vergangenen 20 Jahren waren es mehr als 60.000 russische Kinder." Bei solchen Größenordnungen sind, statistisch gesehen, 20 bekanntgewordene Fälle in zehn Jahren von in Adoptionsfamilien der USA gestorbenen russischen Kindern nicht viel. Abgesehen vom Fall des freigesprochenen Vaters, der sein russisches Adoptivkind hat bei brütender Hitze im Auto sterben lassen und dafür freigesprochen wurde, weiß man von keinem deutschen Journalisten, wie die anderen Kinder gestorben sind. Es kann ein normaler Tod sein, und eine Dunkelziffer ist ebenfalls nicht bekannt.

"Dima Jakowlews Tod ist nicht der erste Fall, in dem in den letzten Jahren russische Kinder angeblich durch ihre Adoptiveltern in den USA ermordet oder gefoltert wurden. Seit Beginn der 90er Jahre wurden nach Aussage russischer Beamter mindestens 19 russische Kinder durch ihre Pflegeeltern in den USA getötet," schreibt die russische Website RT TV, am 17. Dezember 2012.

Die indirekten Informationen sind wichtig: In Rußland leben 550 000 bis 640 000 Waisenkinder oder Kinder, deren Eltern der Erziehung nicht gewachsen sind, in anderen Familien. 100 000 leben in chronisch überbelegten Heimen.

Zur Lage der Waisenkinder in den USA

Nun aber zu den USA, die kein einziger über Wladimir Putin empörter Journalist überhaupt einer Recherche für nötig erachtet. Muß ja nicht, denn 312 Millionen Amerikaner kümmern sich rührend um ihre sowie anderer Leute Kinder. Wem fällt da nicht die Nachkriegszeit mit den Care-Paketen ein? Die fortschrittliche Pädiatrie der USA ist ebenfalls bekannt. Die Behandlung von Neugeborenen, die man 24 Stunden zur Seite lege (!), auf daß die Mutter sich von der Geburt erholen könne, ist von der Nazi-Ärztin Johanna Haarer in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts direkt von dort übernommen worden. Die Professoren für Kinderheilkunde Marshall H.Klaus und John H. Kennell, aus Ohio, lehnen das als widernatürlich und menschenfeindlich ab.

Wenn man die Artikel der deutschsprachigen Medien liest, so können einem die Tränen kommen ob der Menschlichkeit und Fürsorglichkeit der US-Bürger für russische Kinder. Schaut man genauer hin, so sind es aber eben diese Bürger, die Kinder zum Objekt degradieren. Mit der Adoption eines russischen Kindes kommen sie sich großartig vor, zeigen in alter antikommunistischer Art ihre Überlegenheit. Ich meine dabei nicht die paar Adoptiveltern, die wie Gerhard Schröder starke Beziehungen zu Rußland haben, sondern alle, denen die elternlosen, unglücklichen Kinder ihres eigenen Landes nichts bedeuten, denen es darum geht, Politik zu machen, gut dazustehen beispielsweise gegenüber dem alten Feind aus den Zeiten des Kalten Krieges.

"In den USA leben 423 000 Kinder ohne feste Familien im foster care system, im System der Pflegeunterbringung," berichtet das Congressional Coalition on Adoption Institute (CCAI). "115 000 dieser Kinder sind zur Adoption geeignet, aber fast 40 Prozent dieser Kinder werden mehr als drei Jahre in der Pflegeunterbringung warten, bevor sie adoptiert werden. ... Ungefähr zwei Prozent aller Kinder jünger als 18 Jahre [in den USA]sind adoptiert, aber elf Prozent von Erwachsenen in Therapie wurden adoptiert. Postadoptive Dienste sind wichtig für alle Typen von Adoption, ob Pflegeunterbringung, internationale Adoption oder inländische Kleinkindadoption."

Unter foster care versteht man "das Aufziehen oder die Überwachung von Pflegekindern, von Waisen oder jugendlichen Straffälligen, in einer Institution, einem Wohnheim oder einem Privathaushalt, gewöhnlich organisiert durch eine Regierungs- oder eine Sozialdienstagentur, die Vergütung für Auslagen übernimmt."

ABC News bringt am 30. Mai 2006 Facts on Foster Care in America: "Jede Woche wird in den USA über annähernd 60 000 Kinder berichtet, die mißbraucht oder vernachlässigt worden sind, mit bestätigten 900 000 Mißbrauchopfern im Jahr 2004. Jedes Jahr enden ungefähr 520 000 dieser Kinder in Pflegeunterbringung - doppelt soviele wie vor 25 Jahren. Jedes Jahr haben ungefähr 800 000 Kinder mit Pflegeunterbringung zu tun.

Trotz mehr als einem Jahrzehnt von angestrebten Reformen ist das Pflegeunterbringungssystem der Nation noch immer überfüllt und voller Probleme. Aber Steuerzahler geben jährlich 22 Milliarden Dollar - oder 40 000 Dollar pro Kind - für Pflegeunterbringungsprogramme aus.

Der auf nationaler Ebene höchstrangige für Pflegeunterbringung zuständige Beamte, Wade Horn, vom Gesundheitsministerium, ein ehemaliger Kinderpsychologe, sagt, das Pflegeunterbringungssystem ist ein gigantisches Durcheinander, das gesprengt werden sollte. Am kritischsten ist er über die Art, wie die Pflegeunterbringung durch die Regierung finanziert wird - fünf Milliarden Dollar, die hauptsächlich darein gesteckt werden, daß die Kinder in der Pflegeunterbringung bleiben.

Es gibt keine Vorkehrungen für Behandlung, Vorbeugung, Familienunterstützung oder Ausscheiden durch Alter - sondern nur dafür, alles so zu belassen, wie es ist. Er will die Pflegeunterbringung auf nationaler Ebene neu überdenken."

ABC News bietet statistische Angaben zur Lage dieser Kinder, 518 000 sind es am 30. September 2004, die meisten von ihnen auf Grund von elterlichem Mißbrauch oder Vernachlässigung durch die Eltern kurzfristig in Pflegeunterbringung. Eine Rekordzahl von 304 000 Kindern sind 2004 ins System aufgenommen worden, die meisten von ihnen Drogenmißbrauchs wegen. Ungefähr 40 000 Kinder werden jedes Jahr in Pflegeunterkünfte gegeben. Im Mai 2006 sind 126 000 Kinder zur Adoption verfügbar. 

Durchschnittlich bleiben die Kinder drei Jahre in Pflege, bevor sie zu ihrer Familie zurückkehren oder adoptiert werden. Nahezu 20 Prozent warten fünf Jahre und länger auf eine Adoption. Durchschnittlich werden sie in drei verschiedene Unterkünfte gesteckt. Es gibt Kinder, die in 20 oder 30 verschiedenen Unterkünften waren. Pro Jahr 20 000 Kinder verlassen bis zur Altersgrenze das System niemals. 30 Prozent der Obdachlosen und an die 25 Prozent derjenigen in Gefängnissen waren früher in Pflegeunterkünften. Vier Prozent der Kinder waren in Familien, die sie adoptieren wollten. Das Durchschnittsalter eines Pflegekindes ist zehn Jahre, die Hälfte sind unter zehn Jahre. 40 Prozent sind Weiße, 34 Prozent Schwarze, 18 Prozent Hispanoamerikaner.

Wer diese Statistiken liest und dann noch daran glaubt, daß russische Kinder für Adoptiveltern aus den USA etwas anderes sind als Objekte zu ihrer eigenen Aufwertung, zur Vertreibung der Langeweile aus ihren Vorortreihenhäusern, ausgenutzt und angetrieben von Regierungskreisen zum Beweis der amerikanischen Überlegenheit über Rußland in der Behandlung von Kinderkrankheiten, zur Politik im verlängerten Kalten Krieg, einem solchen kann man alles unterjubeln. 

Die deutschen Medien bieten die Karikatur von Information, sie schießen sich ein auf Rußland. Das hat Ähnlichkeit mit der Informationspolitik zu Israel. Darum sind Außenminister Sergej Lawrow und einige andere Regierungsmitglieder gegen das Gesetz. Ihnen ist bekannt, welche politisch brisanten Komponenten die Adoptionsbereitschaft US-amerikanischer Bürger beinhaltet. Die Reaktion der westlichen Medien gibt ihnen recht. Sie sehen einmal mehr, welches Eigenleben Tatsachen in Medien entfalten können. Eine internationale Kampagne gegen Rußland und seine Regierung bricht los. Es ist wie bei dem Fall der Pussy Riot. Zu Zeugen rufen die Medien die russische Öffentlichkeit, die Russians on Demand, aber wer ist das? Die von den USA finanzierten Menschenrechtler? Amnesty International

Israelische Medienbeobachter könnten diejenigen Personen und Institutionen, die für jeden Propagandafeldzug gegen Israel gut sind und dabei nicht ausschließlich gegen Israel arbeiten, mit dem Suchbegriff "Dima Yakovlev" verbinden. Mit Dima Yakovlev Critics und Wikipedia Dima Yakovlev Law Criticism wäre zu beginnen. Es gäbe ein Staunen. Es sind alle da, die auch für Israel nur das Beste wollen: The Guardian, Human Rights Watch Europe, Amnesty International. Der Großrabbiner von Rußland Berel Lazar wird bei Wiki mit aufgeführt, der aber äußert sich differenziert: "Wir müssen an unsere Kinder denken und eine Lösung finden. Es ist beschämend, daß die Welt noch immer annimmt, daß viele Kinder in Rußland eine Adoption benötigen. Das ist ein schlechter Indikator für die Verantwortung des Staates," sagte der Großrabbiner. Er rief auf zur Aussöhnung zwischen Rußland und den USA, und bedauerte "die Eskalation des Konfliktes [wegen Sergej Magnitzki] zwischen den beiden Ländern als für die Kinder schädlich." 

Vielleicht sollte Israel mehr tun für eine Aussöhnung mit Rußland, das sich wiederholt in einer ähnlichen Lage befindet. Russisch sprechende Juden gibt es reichlich in Israel. Von den USA unter der Regierung des Barack Obama hat Israel nichts zu erwarten. Das ist spätestens klar geworden, als der US-Botschafter Richard Norland in Georgien dessen Regierung aufgefordert hat, am 29. November 2012 für "Palästina" in der UNO zu stimmen. Andere wissen das seit 1994, seit der Lektüre des Buches von John Loftus und Mark Aarons: The Secret War Against the Jews.

Siehe auch:

Torry Ann Hansen desperately wanted a child of her own
The Editrix, 15 April 2010

Adoptivsohn allein nach Russland zurückgeschickt
Von Gabriele Chwallek und Benedikt von Imhoff