22. Februar 2013

Frankreich. Islamisierung mittels Lug&Trug. Teil 1

Imam Hassen Chalghoumi. Foto: Olivier Laban-Mattei / AFP

Mit Buchgeschenken ist es wie mit unerbetenen Ratschlägen, sie lösen bei den beschenkten beziehungsweise beratenen Menschen unberechenbare Reaktionen aus, die ihrerseits hilflos, erstaunt oder gar empört entgegengenommen werden. Dafür denkt und fühlt man sich nun in die Lage des anderen, daß dieser hervorpreßt: "Dich hat aber keiner gefragt, behalt' deine Weisheiten demnächst für dich!" Die mit Gruß durch Amazon versandten oder zu Festtagen persönlich überreichten Buchgeschenke sind Beweis dafür, daß man sehr wohl begriffen hat, wo sie der Schuh drückt. Forschungen über den Lebensborn e.V. sind dran? Also das allseits gelobte Jugendbuch zum Thema überreicht: Max. Die Islamisierung der westlichen Welt ist heißes Thema auf ihrem Blog? Also das neueste Buch dazu übersandt, erschienen am 14. Februar 2013, am Sankt Valentinstag: Agissons avant qu'il ne soit trop tard. Le défi d'un imam. Handeln wir, bevor es zu spät ist. Die Herausforderung eines Imams.

Ko-Autoren sind der 48-jährige Nachrichtenredakteur des staatlichen Fernsehsenders France 2 David Pujadas und der tunesischstämmige 40-jährige Imam von Drancy Hassen Chalghoumi. David Pujadas moderiert das 40 Minuten dauernde Journal de 20 heures. Die Nachrichten um 20 Uhr, eine Art ausführlichere Tagesschau. Er ist schon seit fast zwanzig Jahren in Sachen Islam unterwegs, 1995 veröffentlicht er mit dem unter Pseudonym schreibenden Ahmed Salam La Tentation du Jihad. Die Versuchung zum Glaubenskrieg, über den radikalen Islam in Frankreich. 

Über beide Bücher schüttet der Stadtrat von Saint-Denis und selbsternannte Weltbürger Madjid Messaoudene, vom Front de Gauche, der Linksfront, Hohn&Spott aus. Aber er hält auch Mohamed Merah nicht für einen Glaubenskrieger, sondern für einen Verrückten, und am wichtigsten ist ihm dabei, daß der Mörder den Muslimen schadet, was er im linken Nouvel Observateur des jüdischen Herausgebers Jean Daniel Bensaïd erläutern darf. Dessen Tochter Sara ist am 8. November 2001 in Vaters Blatt berühmt geworden durch einen Artikel, in dem sie behauptet, daß israelische Soldaten palästinensische Frauen mit Absicht vergewaltigten, wohl wissend, daß ihre Familien sie anschließend umbringen. 

Dazu passend bekommt der erklärte Gegner Israels und überzeugte Freund der palästinensischen Sache Pascal Boniface im Nouvel Obs ein Forum, über den zum Medienliebling aufgestiegenen Prediger die Stirn zu runzeln: Mais qui représente-t-il ? "Aber wen repräsentiert er? ... Die muslimische Gemeinde, oder vor allem sich selbst?" Mehr kann Pascal Boniface zum Imam von Drancy nicht beitragen. Dafür hat er den Vauban-Preis 2011 für die Förderung und Entwicklung der Verteidigung redlich verdient, gratulor.

Das sind die Kreise, die über Hassen Chalghoumis Buch herfallen.

Der zwielichtige Weg des Hassen Chalghoumi

Hassen Chalghoumi geht laut fr. Wikipedia als Kind in Tunesien zur Koranschule, de.Wikipedia sichtet ihn "in Tunesien an der Ez-Zitouna-Universität, [das ist keine Universität im westlichen Sinne, sondern die Große Moschee von Tunis, an der islamisches Recht, die Scharia, gelehrt wird,] später an Koranschulen in Syrien und Pakistan". en.Wikipedia weiß: Before coming to France, he was a member of the Tablighi Jamaat a Pakistan-based Islamic missionary movement. For many years, he called for jihad and supported burqa, but later changed his views. Bevor er nach Frankreich kam, war er Mitglied der Tablighi Jamaat, der Gemeinschaft der Missionierung und Verkündigung, einer in Pakistan ansässigen islamischen missionarischen Bewegung. Viele Jahre rief er auf zum Glaubenskrieg und war für die Burka, aber später hat er seine Meinung geändert. Die Tablighi Jamaat zählt zu den bedeutendsten islamischen Bewegungen weltweit. Im Artikel Polygamy in France, über den in Nantes lebenden Polygamisten Liès Hebbaj, der dieser Bewegung ebenfalls angehört, kann man über die von Lahore aus wirkende sunnitisch-orthodoxe Tablighi Jamaat einiges lesen. In Frankreich ist sie im Geschäft der Re-Islamisierung von nicht im Glauben und in der Befolgung der Riten gefestigten Muslimen sowie der Konversion originärer Franzosen zum Islam, in England und in den USA ist sie bekannt als Brutstätte des Terrorismus. Vielleicht wird Hassen Chalghoumi deshalb gehätschelt in Frankreich; mit ihm punktet die Politik gegen die Angelsachsen.

Zu den Reisen dieser Muslime weiß der Verfassungsschutz Niedersachsens: "Kennzeichnend für die TJ-Anhänger ist das gruppenweise Herumreisen und Predigen, um einerseits den Glauben zu verbreiten und andererseits die Frömmigkeit des Predigers selbst zu stärken." 

Shuayb Abdul-Khaaliq, Senior Member des Sunni-Forums und offensichtlich Anhänger der Tablighi Jamaat stellt erstaunt die Frage: Tablighi Jamaat has a website? Tablighi Jamaat unterhält eine Website? "Ich weiß, daß TJ an das Herz-zu-Herz und Antlitz-zu-Antlitz Verbreiten des deen [der Lehre des Islam] glaubt, so wie es in der Zeit des Propheten und der Sahaba [der ersten Gläubigen] war, und ich weiß, daß TJ nicht zu großartig ist beim Nutzen des Internets und/oder anderer elektronischer Medien, um ihre Botschaft zu verkünden (und masha'allah [wie Allah will] funktioniert es, schau, wie TJ ohne die Nutzung des Internets oder schicke Technologie, die wir in diesen Tagen für so "notwendig" halten, gerade jetzt nahezu jeden Winkel der Welt erreicht.

Die Beschreibung der Bewegung paßt exakt auf das, was von Hassen Chalghoumi in Frankreich überkommt. Herz-zu-Herz und Antlitz-zu-Antlitz erledigt er in aller Freundlichkeit selbst, die Verbreitung seiner Botschaft erledigen andere für ihn, Politiker, die französische Regierung, jüdische und christliche Vereinigungen, Staatssender, Medien, Verlage wie Le Cherche midi, dessen "kleine von Poesie und Humor begeisterte Mannschaft" sich des außergewöhnlichen Mannes annimmt.

Seine Äußerungen im Buch belegen es, ich komme darauf zurück. Seinem Ko-Autor teilt er allerdings keine Einzelheiten mit, der glaubt ihm auch so und lächelt dazu lieb vom Buchdeckel. David Pujadas weiß in der Einleitung zum Buch: "Er reist nach Syrien, in die Türkei, deren laizistische Tradition er bewundert. Dann kommen der Iran, der ihn anwidert, le rebute, und Pakistan. Er wird Religionswissenschaftler in Lahore, wo er Urdu lernt." (Seite 15) 

Die Reihenfolge und die Anlauf- und Ausbildungsstellen seiner Reisen, sie dauern insgesamt fünf Jahre, sind gediegen. Im häufiger frequentierten Wikipedia ist von einer Reise in den schiitischen Iran nichts zu lesen, warum nicht? War er nicht dort? Im Buch werden die französischen für den Islam und seine Friedfertigkeit zu überzeugenden Leser mit einem Suchenden bekanntgemacht, einem Religionswissenschaftler, der nach Prüfung den sunnitischen Weg wählt. Die Juden wird's freuen, mit dem Iran, aus dem es jeden zweiten Tag schallt, Israel hätte von der Erdoberfläche zu verschwinden, hat er nichts im Sinn, im Gegenteil, der widert ihn an. Die Mitgliedschaft bei der Tablighi Jamaat unterschlägt er. Die ahnungslose Jüdin Nadene Goldfoot erklärt in ihrem Artikel Tunisia's Imam of the Jews: Hassen Chalghoumi über den "Imam der Juden", die Tablighi Jamaat zu einer reformistischen spirituellen Bewegung. Wieso ruft er dann jemals zum Glaubenskrieg auf, wieso gilt die Tablighi Jamaat in England und in den USA als Brutstätte des Terrors?

Seine Aufenthalte werden je nach Medium unterschiedlich dargestellt. Gemäß fr.Wikipedia reist er selon ses dires, wie er sagt, nach Syrien, Algerien, Indien, Pakistan und in die Türkei, alle mehrheitlich sunnitisch, den Iran läßt er dort aus. Im Buch reist er nicht nach Algerien und Indien. 1996 zieht er nach Frankreich, wo einer seiner Brüder lebt. 2000 oder 2002, der eine sagt so, der andere anders, wird er französischer Staatsbürger.

Der Prediger hat seine Islamstudien, vom Verlag Le cherche midi kontextbefreit bezeichnet als "theologische Studien" (von theos = griechisch Gott) in Lahore/Pakistan angeblich mit Diplom beendet, ist Präsident einer nicht näher definierten Conférence des imams de France und aktiv in der Annäherung von Muslimen und Juden. Seine Wirkungsstelle ist außer in den Medien die Moschee von Drancy, in der er aber laut Aussage der Gläubigen nicht offizieller Prediger ist. In Drancy befand sich das Sammellager für 65 000 Juden, die mit Hilfe der Vichy-Regierung von den deutschen Besatzern in die Vernichtungslager deportiert wurden. Hassen Chalghoumis Vergangenheit liegt im Zwielicht, er ist bei der Polizei Frankreichs Anfang des Jahrtausends als Extremist bekannt, aber er bestreitet das.

Bei Google.fr bringt Hassen Chalghoumi 120 000 Ergebnisse; denn er ist für Politik, Medien und offizielle Vertreter des französischen Judentums kein Imam wie die anderen. Imam Hassen Chalghoumi, un imam pas comme les autres, meint LePoint.fr.

Chouchou Hassen Chalghoumi

Jetzt befasse ich mich also dank des Geschenkes mit einem angeblich moderaten Imam, in Frankreich gehätschelt und zu dem berühmten jährlichen Dîner der Haute volée aus Politik, Tanz, Tonfilm und Operette eingeladen vom Conseil représentatif des institutions juives de France (CRIF), der gewählten Vertretung der jüdischen Institutionen Frankreichs, in vieler Hinsicht, vor allem im Verhalten Muslimfunktionären gegenüber, dem Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ) ähnlich, nämlich dankbar jedem Muslim, der nicht seinen Koran zückt, um nachzulesen, was mit den Juden gemäß Suren 1:6-7, 2:65-66, 2:191, 2:216, 4:89, 5:51, 5:60, 7:166, 8:55, 9:29, 61:9, 98:6 umgehend zu tun ist.

Er wird herumgereicht von allen, die glauben wollen, daß der Islam zu reformieren wäre, und das sind neben Politikern und Medien vor allem die offiziellen Vertreter der Juden. Hassen Chalghoumi ist so eine Art lebende Erinnerungsikone, die Wiedergeburt des Rifa'a at-Tahtawi (1801 - 1873). Der äußert 1834 ein paar fortschrittlich klingende Sätze und gerät durch diese in vielen Jahrhunderten nicht erlebte Einzigartigkeit in den Arab Human Development Report 2002. Nachzulesen bei Dan Diner, in seinem Buch Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt.

Nach Wikipedia in deutsch, französisch und englisch führt der vierte der 120 000 Links zur angeblich unabhängigen Website Oumma.com, der neuerdings die Muslimbrüder nicht geheuer sind. Wikileaks enthüllt, daß Oumma.com vom durch Barack Obama in Paris als Botschafter der USA eingesetzten Charles Rivkin als bemerkenswert eingeschätzt wird. Die USA wollten sich der Oumma.com als Plattform zum Austausch mit Politikern und Medien bedienen, muslimischen, wenn man den Zusammenhang sieht. Meine Erfahrung mit Oumma.com ist, daß es sich um orthodoxe Sunniten handelt, Sprachrohr des Tariq Ramadan und seiner antijüdischen Ergüsse. Unvergessen sein Delirium gegen Juden und solche, die er dafür hält: Critique des (nouveaux) intellectuels communautaires. Kritik der (neuen) Gruppeninteressen vertretenden Intellektuellen, vom 2. Oktober 2003.

Aber heuer trägt wohl mancher Muslim auf beiden Schultern, wie man an Hassen Chalghoumi sieht, Hauptsache die Kasse stimmt, und für die Islamisierung Europas kommt ebenfalls genug herum. Oumma.com hat sich also modernisiert und ihren Juden- und Israelhassern sowie anderen Holocaustleugnern und extremen Rabauken ein neues Forum bereitgestellt, Mejliss. Da gibt's am 20. Februar 2013 das, was auf Oumma.com gang&gäbe gewesen ist: LES JUIFS RACE MAUDITE PAR EXCELLENCE !!! Die Juden, par excellence ausgestoßene Rasse!!!  Der Beitrag ist nur noch für registrierte Nutzer zugänglich, es gibt aber auf der Startseite täglich neue islamkonforme Beleidigungen von Juden. Juden geben sich als Muslime aus, Abdallah ibn Saba, ein Jude, gibt vor, die Familie des Propheten zu lieben und schadet ihr. Ein Jude ist es, der die Schia begründet hat, usw.

Es geht den Machern von Oumma.com, dem religiös, politisch, wirtschaftlich und strategisch mit Hassen Chalghoumis Tablighi Jamaat konkurrierenden Unternehmen, um die Diskreditierung der Darbietung des Imams bei einer Fernsehdebatte, am 18. September 2012, zur Frage, ob in Frankreich eine islamophobe Gefahr bestünde, als jämmerlich: Le danger islamophobe ? Der Kampfbegriff "Islamophobie" wird selbstverständlich von niemandem hinterfragt, und so diskutieren einmal mehr vier Leute um des Kaisers Bart. Die "Islamophobie" ist in Frankreich ein Dauerthema, das Politik und Medien stark beunruhigt.

Oumma.com titelt: La lamentable prestation de Hassen Chalghoumi sur BFMTV. Das Video anbei, Dauer 12:31 Minuten. Thema sind dort die neuen von Charlie Hebdo veröffentlichten Mohammed-Karikaturen sowie das anti-islamische Filmchen aus den USA. Die Leser und Videozuschauer dürfen die Karikaturen nicht sehen, sie werden den ganzen Film entlang von Oumma.com islamgrün überdeckt. Außer dem Vorzeige-Imam sind die redegewandten Teilnehmer der Debatte zwei Muslimfunktionäre, Abdallah Zekri, Präsident der 2011 vom Conseil français du culte musulman (CFCM), dem Zentralrat der Muslime Frankreichs, gegründeten Überwachungsstelle gegen Islamophobie, des Observatoire contre l'islamophobie, und der Soziologe und Islamspezialist Mohamed Adraoui, bekennender Muslim, der allein seine Glaubensbrüder für kollektiv unter Verdacht gestellt beschreibt, von Juden und Israel schweigt er, sowie der jüdische Rechtsanwalt Gilles-William Goldnadel, Président der Vereinigung Avocats sans frontières, der "Rechtsanwälte ohne Grenzen". Auf meinem Blog habe ich sein Blog Le Blognadel verlinkt. Er veröffentlicht auch auf dem ebenfalls bei mir verlinkten DREUZ.info. Da BFMTV gewiß auf Ausgewogenheit bedacht ist, schlägt der Moderator den Muslim Hassen Chalghoumi der Seite des Gilles-William Goldnadel zu, und es steht 2 : 2.

Hassen Chalghoumi wird als erster vom Moderator befragt, er redet von 0:43 - 1:12, keine halbe Minute. Das anti-musimische Filmchen lehnt er ab, aber die Reaktionen in den Maghrebstaaten darauf ebenfalls. Es folgen die drei Redelöwen, der Jude und die zwei Muslime, dann fragt er seine Mitbrüder, 5:16 - 5:49, was der Film mit den Morden in Libyen [an dem amerikanischen Botschafter u.a.] zu tun habe. Von diesem geht der lange vor seiner Veröffentlichung geplante Mord laut Barack Obama und der westlichen Medienlandschaft angeblich aus. Von 9:20 - 9:59 darf er ein letztes Mal für 39 Sekunden das Wort ergreifen, um wenig schmeichelhafte Argumente gegen den islamischen Radikalismus und gegen direkt in Salafismus und Terrorismus wechselnde Konvertiten vorzubringen. Er redet insgesamt eine Minute und 41 Sekunden. Den Rest der Darbietung, zehn Minuten und 29 Sekunden, gestalten die drei Redelöwen, von denen einer, der Soziologe, so schnell spricht, daß er sich selbst nicht versteht.

Das ist Hassen Chalghoumi, Präsident der Conférence des Imams de France, Leiter einer in Israel vom Präsidenten Shimon Peres empfangenen Gruppe von 17 Imamen aus Frankreich, die in Friedensmission anreisen; denn nach den Morden des Mohamed Merah, der für sich in Anspruch nimmt, dem Islam zuzugehören, an drei Militärs und vier Juden, drei von ihnen Kleinkinder, sind die Beziehungen zwischen den Juden und Muslimen Frankreichs stark belastet. Von Israel eingeladen worden, wie Pascal Boniface behauptet, mag die Gruppe vielleicht sein, dem verträumten Shimon Peres ist manches zuzutrauen, Pascal Boniface vergißt aber zu erwähnen, daß die Reise organisiert und bezahlt wird von der Botschaft Frankreichs in Tel Aviv und vom französischen Außenministerium, sie wird vor allem benutzt, um dem palästinischen Volk die Aufwartung zu machen. Man erinnert sich? Am 29. November 2012, zwei Wochen nach dieser Reise, ist der große Auftritt Frankreichs vor der UNO zur Anerkennung eines Staates "Palästina". Da müssen noch eben am Mossad vorbei einige Detailinformationen überbracht werden.

Die Oumma.com stampft den Prediger der Tablighi Jamaat in Grund&Boden. Die Kommentatoren geben ihm den Rest. Einem will dabei auffallen, daß Gilles-William Goldnadel hin&wieder einer Meinung ist mit Hassen Chalghoumi. Dabei sagt der kaum etwas. Das ist sein Geheimnis, wie man nach der ersten Lektion "Tablighi Jamaat für Anfänger" weiß. "Herz-zu-Herz und Antlitz-zu-Antlitz Verbreiten des deen" bringt den Erfolg. Den Rest besorgen andere. Die Wirkung seines Auftritts ist im Gegensatz zur Annahme der Oumma.com mit Sicherheit positiv, wenn auch nicht bei Muslimbrüdern und Salafisten und ihren linken Anhängern. Die aber will der Imam nicht erreichen, sondern führungslos herumstreunende Muslime und persönlichkeitsschwache originäre Franzosen, Français de souche.

Seine Beliebtheit bei den Muslimen Frankreichs ist umgekehrt proportional zu der bei den Medien, stellt der bereits zitierte Pascal Boniface fest und bringt als Beweis einen Screenshot von dessen dünn bestückter Facebook Seite. Dort porträtiert er sich als dem CRIF ähnlich, was den Israelfeind Pascal Boniface diese Ungeheuerlichkeit rot umkringeln läßt, damit auch der oberflächlichste Leser des Nouvel Obs das bemerke. Die Seite aber unterhält er nur, weil es auffällig wäre, wenn er keine hätte. Wenn sie schon einmal existiert, wird sie für die Sache der Tablighi Jamaat genutzt, mit Taqiyya bestückt, vor der eine im Minirock durch Tel Aviv stolzierende plästinensische Selbstmordattentäterin empört zurückschrecken würde. Von der Tablighi Jamaat und ihrer Politik zur Eroberung der Welt für den Islam hat der Direktor des IRIS noch nicht vernommen, Herz-zu-Herz, Antlitz-zu-Antlitz, stattdessen ereifert er sich zur Freude seiner sunnitischen Freunde in zahlreichen Beiträgen über den Imam. Der halte doch tatsächlich den Nahostkonflikt für religiös begründet, obgleich er politische Ursachen habe. Da stutzt der Sunnit, aber mehr vor der Dummheit des Pascal Boniface; denn die Aussage des Imams von Drancy trifft zu, wie die islamische Welt weiß, und er wagt das auch noch mit unabsehbaren Folgen für seine von den arabischen Staaten alimentierten Konkurrenten zu sagen.

Quand Pascal Boniface dézingue Chalghoumi.Wenn Pascal Boniface Chalghoumi zur Schnecke macht, titelt SaphirNrews.com. Der Schneck bleibt davon unberührt. Wie er das anstellt, davon verrät er ein klein wenig, nur nicht zu viel, in seinem Buch.