23. Mai 2012

Eine Woche Urlaub vom Pferch

Liebe Freunde!

Meine Herrin ist mürrisch. Das wißt Ihr schon? Ihr kennt sie nicht anders? Aber ich darf es doch nochmal blöken, oder? Worum es diesmal geht? Wir verreisen, von 42° 41' 0" Nord, 2° 53' 0" Ost, nach
38° 43' 0" Nord, 9° 8' 0" West, und ich darf mit. Jetzt weiß ich endlich, warum ich gestern noch hastig geschoren wurde, obgleich von warmer Witterung am Mittelmeer nicht die Rede sein kann. Ich wurde gegriffen, in einen Sack gesteckt, und ab ging's zur Schur. Der Scherer setzte mich hin, ich fürchtete, mir ginge es an die Klauen, aber nein, die elektrische, frisch geölte Schafschermaschine mit dem scharfen Scherkopf raus, und gleichmäßig, von meinem Kopf nach hinten, und von meinem Bauch zum Rücken, alles mußte weg. Ein schönes zusammenhängendes Vlies blieb übrig und lag, mein Mantel! zu Füßen des Scherers. Gemeiiin!

22. Mai 2012

Erich Wolfgang Korngold zum 115. Geburtstag, am 29. Mai 2012

In Brügge betrauert Paul den Verlust seiner jungen Frau Marie. Diese tote Stadt, deren Glocken, verfallende Altbauten, stille Gewässer, düstere Kirchen und Klöster ständige Erinnerungen an Tod und Vergänglichkeit darstellen, versinnbildlicht für ihn Frau und Vergangenheit ...

Ägypten. Moderate "Islamisten" und die westliche Dekadenz

Muslim Brotherhood's presidential candidate Mohammed Morsi Photo: AP
 
Der Kairo-Korrespondent des britischen Telegraph Richard Spencer berichtet über Entwicklungen im "arabischen Frühling": Vor den am Mittwoch stattfindenden ersten freien Wahlen verkündet der vom konservativen Flügel der Muslimbrüder aufgestellte Kandidat Mohammed Morsi, ein in den USA ausgebildeter Professor für Ingenieurwesen, seine Forderung zur Freilassung des in den USA lebenslänglich wegen Anstiftung zum Terrorismus einsitzenden "blinden Scheichs" Omar Abdulrahman, und nun sind alle erstaunt - das heißt, doch nicht alle, nur diejenigen, die sich bis heute etwas vormachen über den friedlichen Islam und davon auch nicht lassen mögen.

21. Mai 2012

Thilo Sarrazin. FAZke Nils Minkmar und seine Vorurteile

Sind jetzt alle in der FAZ und in den anderen MSM politisch links? Als ich Journalistin werden wollte, Ende der 60er Jahre, hätte ich es nicht gewagt, mich bei der FAZ zu bewerben, ganz ausgeschlossen, ich war eine in Berlin bekannte wenn auch nicht berühmte oder gar berüchtigte Linke, aber linker Juso, das reichte damals schon, und man war in allen Medien, die etwas auf sich hielten, in Rundfunk und Fernsehen und Printmedien, persona non grata.

NDR. Der Tatortreiniger


Die ersten vier Folgen des Tatortreinigers werden an folgenden Tagen wiederholt:

Folge 1: "Ganz normale Jobs"
28.05.2012 um 23:25 Uhr auf EinsFestival (ARD digital)
26.06.2012 um 23:30 Uhr auf NDR

Folge 2: "Spuren"
03.07.2012 um 23:30 Uhr auf NDR

Folge 3: "Nicht über mein Sofa"
10.07.2012 um 23:30 Uhr auf NDR

Folge 4: "Geschmacksache"
17.07.2012 um 23:30 Uhr auf NDR

20. Mai 2012

Thilo Sarrazin, Deutschland und die Meinungsfreiheit

Thilo Sarrazin. Mely Kiyak und das Niedrigste im Menschen

Unbedingt müsste man auch Günther Jauchs von Herzen gut gemeinte Werbemaßnahme für Sarrazins neues Buch erwähnen und die Verplemperung unserer Fernsehgebühren für diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur, die Sonntagabend in Ruhe das tun darf, was er [sic!] am besten kann; das niedrigste [sic!] im Menschen anzusprechen. Ich meine Sarrazin.

17. Mai 2012

16. Mai 2012

Deutschland und Frankreich. Regierungsmitglieder

Deutschland hat bei knapp 82 Millionen Einwohnern 16 Bundesminister.
Frankreich hat bei 65,1 Millionen Einwohnern 34 Minister.
Und da ist das Kabinett von 40 bis 60 Personen, geführt von der Kabinettsdirektorin, dem Generalsekretär des Elysée-Palastes, deren Stellvertretern, politischen Beratern des Präsidenten, vom Kabinettschef und einem von Nicolas Sarkozy geerbten Sonderstabschef noch nicht eingerechnet.

Bernward Vesper. AuschWitz

"Ein Witz", sagte er [Will Vesper], "hat immer etwas Negatives. Die meisten Witze werden von Juden erfunden. Mit den Juden hat auch diese ewige Witzelei aufgehört. Die Schottenwitze zum Beispiel, sind eine Erfindung der Londoner Juden, um ein tüchtiges und anständiges Volk in der ganzen Welt lächerlich zu machen. Es ist geistlos, Witze zu erzählen. Man kann Geschichten erzählen, Anekdoten, sie haben immer einen tieferen Sinn. Witze nie." Dann sagt er noch: "Von den Berlinern solltet Ihr [die Kinder von Triangel] so etwas nicht annehmen, auch habe ich gehört, daß Ihr nicht mehr die alten schönen Abzählreime benutzt, sondern: 'Auf einem Klavier/steht ein Glas Bier/wer daraus trinkt/der stinkt.' Das halte ich für keine Verbesserung."

Bernward Vesper (1. August 1938 - 15. Mai 1971): Die Reise, Zweitausendeins, 21. Auflage, Oktober 1981, Seite 379

Anna Maria Borowska-Stankiewicz: Mein Vater als Mensch und als Schriftsteller, S. 119f.

15. Mai 2012

Frankreich. Sozialisten erwarten vom Präsidenten die Rettung

"François ist angekommen. Jetzt ist es an ihm, uns aus all dem herauszuholen. Er wird das schaffen, weil er Mark in den Knochen hat." Eine sehr bodenständige Art zu sagen, daß er die Macht hat.
(Ein junger Anhänger des François Hollande, in dessen Wahlheimat Tulle, Corrèze, laut Indépendant, 15. Mai 2012, S. 16; nicht online)

"François il est arrivé. Maintenant c'est à lui de nous sortir de tout ça. Il va y arriver parce qu'il a de la moelle." Une façon très terroir de dire qu'il a de la force.

14. Mai 2012

Frankreich. "Hollande wird nach der Wahl ein anderer sein"

Photo : Jean-Pierre Muller, AFP
Et la rose parmi les roses ne ressemble pas a une autre rose
Que d'illusions et de désillusions.

Seit dem 6. Mai 2012, als François Hollande den Sieg über Nicolas Sarkozy erringt, überschlagen sich in Frankreich die Nicht-Ereignisse. François Hollande ne donne aucun signe sur rien, er gibt zu nichts das geringste Zeichen, sagt ein Mitglied des Führungskreises um die politisch links positionierte Erste Sekretärin des Parti socialiste Martine Aubry. Seit dem Wahlabend hat sie den gewählten Präsidenten weder persönlich gesehen noch gehört. Die Schlacht um den Posten des Premierministers läuft auf Hochtouren, titelt Le Figaro, Schläge unter die Gürtellinie, Manipulationen.

13. Mai 2012

ARD. Der Salafist Hassan Dabbagh in der Talkshow

KAFIR protestiert gegen angekündigten Fernsehauftritt eines Salafisten in der Sendung 'Menschen bei Maischberger'

Das aggressive Auftreten der Salafisten, bei dem in Bonn durch Messerattacken drei Polizisten lebensgefährlich verletzt wurden, hat Teile der bislang eher zur Ausblendung und Verharmlosung neigenden Öffentlichkeit alarmiert. Der integrationspolitische Sprecher der FDP forderte sogar: „Salafisten, die gewaltsam gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung vorgehen, müssen ausgebürgert werden.“ (Neue Osnabrücker Zeitung vom 10. Mai 2012, S. 1)

Frankreich. "Keineswegs ein Aufbruchssignal"

Thomas Schmid hat keine Ahnung, was "Hollande wird nach der Wahl ein anderer sein" angeht. Ihn einen französischen Schröder zu nennen, das ist die Inkompetenz im Redaktionssessel und eine Beleidigung für Gerhard Schröder. Die Europäische Kommission rechnet im Gegensatz zu François Hollande, der von 3% träumt, mit einem Haushaltsdefizit 2013 von 4,5% BIP, und von den Eurobonds gedenkt er sich zum Leidwesen der Bundeskanzlerin nicht zu verabschieden, nicht von der Rente mit 60, der 35-Stunden-Woche, den Hunderttausenden von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst für Jugendliche, den 60 000 Stellen für Lehrer und Erzieher sowie der Legalisierung der illegalen Einwanderer.

9. Mai 2012

Frankreich feiert den Sieg über Deutschland


Les Trois Glorieuses, die Glorreichen Drei. Dreimal im Jahr veranstaltet die Regierung Frankreichs große Feiern, am 14. Juli, am 11. November und am 8. Mai, aufgezählt in der Reihenfolge der Ereignisse, 1789, 1918, 1945. Am 14 juillet begeht Frankreich den Jahrestag der Französischen Revolution. Nicht nur, daß diese samt ihrer liber-, égali- und fraternité 13 (dreizehn) Jahre später als die Revolution in den USA beginnt, deren Verfassung bereits 1787 als Gesetz verabschiedet wird, dessen Ratifizierung am 21. Juni 1788 vollendet ist, sondern der angebliche Sturm auf die Bastille ist nichts als Legende.

8. Mai 2012

Bernward Vesper über Günter GraSS

Literat im Wahlkampf. zwölfseitiger Bericht m. sw. Abb. im Spiegel v. 11. August 1969


Das Mädchen blätterte Seite für Seite des Magazins um, schaute auf die Reklamen und die in den Text eingestreuten Photos (auf dem Cover, weiß Gott, wölbte sich die Visage von Günter Grass).

Sleep well, Europe!


We are told that austerity in Europe has failed. The elections in France and Greece, for instance, are supposedly evidence of people’s opposition to severe cuts in spending. However, the growing anti-austerity backlash against Europe ignores one fundamental point: If there is austerity in Europe, in most cases it hasn’t taken the form of massive spending cuts.

7. Mai 2012

Bonne nuit, la France !

Et dors bien !

« vous comprenez, on ne peut pas non plus accueillir toute la richesse du monde »
Die Präsidentschaftswahl gesehen aus der Schweiz:
"Sie verstehen, man kann auch nicht mehr allen Reichtum der Welt aufnehmen."

6. Mai 2012

Deutschland, gute Nacht!

Hotelpreise. Frau Schnarres Gewerbe

Diese Frau ist inkompetent, und das ist sie in allen ihren Zuständigkeitsbereichen, nicht nur in ihrer Einschätzung des Islam in Deutschland. Nun hat Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eine Maßnahme getroffen, bei der die Herzen deutscher Neider und Geizhälse höher schlagen, sie hat Generalbundesanwalt Harald Range in Günstig-Hotels verwiesen, nix mehr mit Luxus zum Spezialpreis von 150€ am Gendarmenmarkt, die laute Leipziger Straße für 80€ tut's auch! Was dabei unter Luxus verstanden wird, das ist so herzzerreißend komisch, daß es schon wieder Unterhaltungswert hat, das Berlin Hilton!

4. Mai 2012

Iran. BILD entdeckt FDP-Freizeitdiplomaten

Foto: BILD/dpa

Seit einer Woche berichten Blogs über die vom Schiitenführer des Vereins Islamischer Weg Dr. Yavuz Özoguz, aus Delmenhorst, geleitete Delegationsreise zu Mahmud Ahmadinejad, dem Präsidenten der Islamischen Republik Iran, am 28. April findet man bei mir das Gruppenfoto mit Pinguin und Hejab-Dame, Informationen sickern nach und nach durch, wer alles zur Delegation gehört.

3. Mai 2012

Débat présidentiel ? Mon coup de gueule ! – Par Michel Garroté

Michel Garroté – Bon. Cette fois je retire mes gants blancs. Et je cogne comme un malade sur le clavier de mon d’ordinateur. Je me suis donc – volontairement et librement – infligé l’irritante, que dis-je, la masochiste corvée de regarder, hier soir, les deux clowns à la télé. Ils m’ont fatigué les nerfs pendant deux heures, de 21h00 à 23h00, si j’ai encore un peu de mémoire après cette fumeuse prestation télévisée à vous griller les neurones. Oh oui ! Je sais ! J’ai écrit il y a peu : « Je vous incite à voter pour Sarkozy le 6 mai prochain ». Aujourd’hui, je persiste et je signe : « Je vous incite à voter pour Sarkozy le 6 mai prochain ». J’ai aussi écrit il y peu : « C’est uniquement le fruit de la raison. Et absolument pas le fruit de l’émotion ». Et là encore, je persiste et je signe : « Je vous incite à voter pour Sarkozy le 6 mai prochain. C’est uniquement le fruit de la raison. Et absolument pas le fruit de l’émotion ».

2. Mai 2012

Berlin. Deeskalation einst und jetzt

Dank an die Achse des Guten, ich habe solche Ereignisse wie den Auftritt von Werner Textor damals selbst erlebt, darunter auch künstlerisch weniger wertvolle. Ich wohnte von 1966 bis 1972 am Sophie-Charlotte-Platz, fünf Minuten zu Fuß von der Krummen Straße und zehn Minuten von der Lützower Lampe entfernt, Spagat zwischen Kampf, Kabuff und Kabarett. In der Information fehlt allerdings: Wieviele Muslime aller Art, vom Salafisten bis zum "moderaten Islamisten" gab es damals unter den Demonstranten? Wieviele Parteien wie Die Linke, die Grünen/Alternative Liste (AL), die Piraten waren in den Parlamenten der Bundesrepublik Deutschland und Westberlins vertreten? Und heute: Wieviele von einer Organisation wie dem SDS in M/L oder überhaupt in Geschichte geschulte Studenten gibt's unter den Demonstranten?

1. Mai 2012

Iran. Größenwahn trifft "Maulheld"

Einer in der langen Reihe kriegt die Hand geschüttelt

Endlich, der heißersehnte erste Bericht des Jürgen Elsässer ist erschienen: Elsässer trifft Ahmadinejad, in Privataudienz, nicht anders herum, etwa: Ahmadinejad empfängt Jürgen Elsässer und Freunde. Wenn man nun aber meint, die 14-köpfige Delegation werde insgesamt vorgestellt, so bleibt man weiter im Ungewissen. Es sind halt zu viele Feiglinge unter den Delegationsmitgliedern, einige von ihnen zieren nicht einmal das Gruppenfoto, so konspirativ sind sie in Teheran aufgetreten. Immerhin wird der Alibijude genannt, der mitreisen durfte, aber wie auch für Ahmi, der weder ihm noch den Frauen der Delegation des Vereins Islamischer Weg die Hand gibt, ist er dem Jürgen Elsässer keiner genaueren Beachtung wert, und so schreibt er seinen Namen nach Gehör. Der "9/11-Forscher" heißt aber Elias DavidSSon, mit "SS", wie Günter GraSS.