22. November 2013

Zakhor Pour La Mémoire verteilt die Preise 2013


Das Nationale Exekutivbüro von Zakhor, Präsidenten, Ehren- und Vizepräsidenten jüdischer Vereinigungen feiern am Sonntag, den 24. November 2013, nach einem Ausflug in die christlich-schiitische Zusammenarbeit wieder tote Juden und das zehnjährige Bestehen von Zakhor, "Erinnere Dich!", und verteilen wie jedes Jahr unter der Schirmherrschaft des Botschafters Israels in Frankreich, seit Dezember 2010 ist das S.E. Yossi Gal, Ehrenpreise, Erinnerungs- und Brüderlichkeitspreise, Geschichts-Erinnerungs- und Erziehungspreise in Katalonien sowie Medaillen und Ehrendiplome. 

Update. Interview des Indépendant mit S.E. Yossi Gal, Botschafter des Staates Israel in Frankreich (Einzelheiten am Schluß des Textes)


Anschließend gibt's das Große Festessen zu Ehren des Botschafters.


Dorthin, wo ich am Samstag, den 19. Oktober mit der Confrérie de l'escargot du Roussillon ein Menu für 40€ verzehrt habe, laden nun Präsidenten, Vizepräsidenten und Ehrenpräsidenten die Preisträger, Autoritäten der Zivilgesellschaft, ehemalige Ministerin, Militärs und Konsulatspersonal sowie ihre Freunde und Bekannten ein. Die Ehrenkonsulin der Bundesrepublik Deutschland freut sich sicher schon. Wenigstens muß sie nicht wie am Waffenstillstandstag, 11. November, auf dem zugigen Gelände des ehemaligen Lagers Rivesaltes stehen und den Sieg über Deutschland feiern.

Gutes Essen gibt's im Lager auch nicht.

Preis für das Mittagessen mit Preisverleihern und -trägern, mit dem Botschafter, der ehemaligen Ministerin, mit Präsidenten, Vize- und Ehrenpräsidenten? 40€. Es kocht Maître Franck Seguret, dessen Namen Zakhor nicht richtig schreiben kann, was aber nichts macht, er kriegt keinen Preis und kein Diplom von Zakhor. Der Chefkoch ist in unserer Region berühmt, er ist Mitglied der Toques Blanches du Roussillon, der Kochmützen Nordkataloniens, Meister Frankreichs für Desserts. Leider kann man sich nicht mehr anmelden. 


Update. Yossi Gal: "Israël a fait preuve de son engagement pour la paix." Recueilli par Serge Bonnery, L'Indépendant, 24 novembre 2013. "Israel hat seinen Einsatz für den Frieden bewiesen." (nicht online)

Yossi Gal wird vorgestellt als Sprecher der israelischen Delegation in den Verhandlungen mit den palästinensischen Arabern 1991 bis 1993. Es handelt sich um "Oslo II" oder "Taba". Ergebnis ist das "Non-Paper", vom 28. September 1995.  Im Indépendant wird es nicht erklärt, ebenso nicht, was unter der Äußerung des Botschafters deux Etats pour deux peuples, zwei Staaten für zwei Völker, zu verstehen ist, nämlich der Anspruch Israels von den Muslimen und der Welt als Staat der Juden anerkannt zu werden, was  schon auf Grund des Islam an der Ablehnung der Araber scheitert. 

Auf kein jemals islamisch gewesenes Gebiet der Welt dürfen Muslime verzichten, im Gegenteil, sie haben sich mit ihrem Leben dafür einzusetzen, es dem Islam zurückzuerobern. Im Hamas Covenant, vom 18. August 1988, ist dies in Artikel 11 ausgeführt. Daraus ergibt sich für die Hamas die logische Folgerung in Artikel 13, daß Verhandlungen mit den "Ungläubigen" nicht in Frage kommen, sie der arabischen Sache nicht nützen. Die Fatah sieht es nicht anders, verstellt sich aber und greift so jährlich Millionen Dollar und Euro von den USA und der EU ab.

Im Interview wird mitgeteilt, daß die Gedenkstätte im ehemaligen Lager von Rivesaltes im Laufe des Jahres 2015 eingeweiht werde. Na, endlich! Der Schirmherr von Zakhor pour la mémoire beschirmt eine Vereinigung von Juden, angereichert mit einigen Gojim, die gegen das Vergessen arbeiten: zakhor = erinnere dich. 

An was soll sich wer erinnern, aufgerufen von wem? Wäre es nicht die Aufgabe der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft, die Erinnerung nicht abreißen zu lassen? Meint einer, daß von Juden initiierte Gedenkvereinigungen, die Preise verteilen für Verdienste und Arbeiten, die sich mit der Vergangenheit der Judenvernichtung befassen, Preise, von denen jährlich ungefähr die Hälfte an Juden verteilt werden, also von Juden für Juden, daß solche Vereinigungen mehr sind als Peinlichkeiten, als Bekanntentreffs zum guten Mittagessen, als PR-Institutionen ihrer Präsidenten, Vizepräsidenten und sonstigen Funktionäre für Kultur und Unterhaltung? 

In der Rubrik Manifestations, Veranstaltungen sieht man unter Nos Rencontres, Unsere Begegnungen, eine umfangreiche Fotogalerie. Auf jedem der Fotos posiert der Zakhor-Präsident Philippe Benguigui mit Größen des öffentlichen Lebens, von Beate Klarsfeld bis François Hollande. Der Verein ist da zur Beweihräucherung dieses von Wuchs kleinen Mannes. Die bei Zakhor aktiven Mitglieder, dienen als Kulisse für dessen Auftritte. Um die Opfer der Judenvernichtung alias Holocaust geht es am Rande, sie werden für die Auftritte benutzt. Für die Juden, gegen Judenhaß und Israelfeindschaft, wird damit nichts bewirkt, im Gegenteil.

Wer solche Auftritte erlebt hat, der weiß, wovon ich schreibe.