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2. November 2026

Was Arslan zu Thilo Sarrazin einfällt

 Artikel vom 1. September 2010



Die deutsche Streitkultur wird maßlos überschätzt. Von Jacques Schuster,

Die WELT-Zensoren muten es ihren Lesern nicht zu. Meinen sie vielleicht, der heldenhafte Arslan mache die Muslime lächerlich durch unfreiwillige Satire? Ich lese den Kommentar um Mitternacht, zur Geisterstunde, als die Zensoren, nach Hause zurückgekehrt, vollständig übermüdet und ausgepowert in die Kissen sinken - schließlich haben sie in letzter Zeit alle Hände voll zu tun, die WELT zu entsarrazinisieren. Irgendwann ist bei jedem einmal Schluß, dann müssen die Leser solche Kommentare selbständig und verantwortungsvoll überlesen, bis sie gen Morgen wieder an die Hand genommen werden können.

18. April 2026

Elhanan Yakira: Holocaust-Leugnung und die Linke

Teilweise aktualisierter Artikel vom 26. September 2010

Holocaust-Leugnung und die Linke

So lautet der Titel des ersten der drei Essays, die der Autor 2006 im israelischen Verlag Am Oved (Die arbeitende Nation) veröffentlicht; er ist 61 Seiten lang. Die beiden folgenden Essays behandeln den Holocaust und die guten Israelis und elaborieren Über das Politische und Antipolitische: Hannah Arendt, Eichmann und Israel. Das Buch ist in diesem Jahr in englischer und französischer Übersetzung erschienen. Es heißt in drei Sprachen unterschiedlich. Englisch geht es um Holocaust, Leugnung, Vergessen und die Delegitimierung Israels, französisch um Shoah, Negierung, Delegitimierung und Verteuflung (sic) Israels, und im Original ist's die Shoah. So ist es im Buch der Cambridge University Press angegeben.

27. Januar 2026

Wer hat das Vernichtungslager Auschwitz befreit?


Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. 

"Als sich die Rote Armee dem KZ Auschwitz im August 1944 näherte, begann die SS mit der stufenweisen Evakuierung des Lagers. .... Die SS schickte etwa 56.000 Häftlinge auf 'Todesmärsche' in Richtung Westen, um ihre Befreiung durch die Rote Armee zu verhindern. Tausende kamen dabei ums Leben. Am 26. Januar ließ die Lagerleitung das letzte Krematorium sprengen. Als die sowjetische Armee am 27. Januar 1945 Auschwitz befreite, befanden sich noch etwa 8.500 kranke und erschöpfte Häftlinge im Stammlager und seinen Nebenlagern.."

Update, vom 29. Januar 2026
Gedenkstunde 2026. Rede von Tova Friedman

13. Februar 2020

Das Denkmal der Schande

Risse im Beton der deutschen Demokratie werden zum Normalfall!

Da Björn Höcke und mit ihm die AfD insgesamt jetzt wieder verschärft von deutschen Politikern und Medien zum Abschuß freigegeben sind, hier noch einmal auszugsweise meine Beiträge, vom 25. März 2004 und vom 22. Mai 2014, zur "dämlichen Bewältigungspolitik".

Dieses Denkmal der Schande, der Schande der Deutschen, ist auch ein Denkmal der Schande im Sinne von schändlich. Wer eine solche Beleidigung aller Nazi-Opfer, nicht nur der Juden, zu verantworten hat, handelt schändlich, von der Ideengeberin Erika alias Lea Rohs über den Architekten Peter Eisenman bis zum Bundeskanzler Gerhard Schröder, der meinte, es müßte ein Ort geschaffen werden, „an den man gerne geht“.

22. Mai 2014

Berlin. Am Stelenfeld hat noch nie etwas gestimmt



Nicht einmal die deutsche Sprache bleibt im FOCUS unbeschädigt; denn es sollte der [!] Juden gedacht werden. Aber was kann man heuer im allgemeinen Niedergang erwarten?

18. August 2012

Max Raabe in Israel und deutsche Befindlichkeiten


Im Berliner Wintergarten Variété werden am 28. und 29. Mai 1993 von einem mir unbekannten Sänger Max Raabe, begleitet vom Palast Orchester, Lieder aufgenommen, "oder wie man zu deutsch sagt: Songs", würde Paul O'Montis vielleicht säuseln. Ein Freund, der in Berlin dabei ist, besucht mich, die ich zu der Zeit in Paris wohne, einige Monate später und bringt mir Volume 3, die CD mit dem Song Kein Schwein ruft mich an. Er will mir eine Freude bereiten, er weiß nämlich, daß die Lieder, die Max Raabe singt, seit langem meine Favoriten sind. Wie lange, das weiß er nicht, als er mich besucht sind das mehr als 45 Jahre, heute sind's 65.

7. Juni 2012

Thilo Sarrazin und der Weltökonom Helmut Schmidt


Das Buch Europa braucht den Euro nicht ist eines, das Fachleute rezensieren sollten. Ich als Nicht-Finanzwissenschaftlerin, die ich aber jahrelang mit solchen zusammengearbeitet habe, begnüge mich deshalb damit, hin&wieder einige markante Stellen zu dokumentieren - bin erst auf Seite 140. Nicht alle Nicht-Fachleute sehen das wie ich, sondern phantasieren munter darauf los, was Thilo Sarrazin in seinem Buch angeblich geäußert hat. Alan Posener macht keine Ausnahme, daß er kein Fachmann ist, merkt man sofort, daß er aber obendrein weniger über das Buch informieren als dem Thilo Sarrazin ans Bein pinkeln möchte, das sieht man schon an der Überschrift Sarrazin - ein Gefangener der Ressentiments, und er schreibt es ausdrücklich.