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18. August 2012

Max Raabe in Israel und deutsche Befindlichkeiten


Im Berliner Wintergarten Variété werden am 28. und 29. Mai 1993 von einem mir unbekannten Sänger Max Raabe, begleitet vom Palast Orchester, Lieder aufgenommen, "oder wie man zu deutsch sagt: Songs", würde Paul O'Montis vielleicht säuseln. Ein Freund, der in Berlin dabei ist, besucht mich, die ich zu der Zeit in Paris wohne, einige Monate später und bringt mir Volume 3, die CD mit dem Song Kein Schwein ruft mich an. Er will mir eine Freude bereiten, er weiß nämlich, daß die Lieder, die Max Raabe singt, seit langem meine Favoriten sind. Wie lange, das weiß er nicht, als er mich besucht sind das mehr als 45 Jahre, heute sind's 65.

15. April 2026

Sag beim Abschied leise Servus

Populäre jüdische Künstler aus Berlin, Hamburg, München und Wien
Musik & Entertainment 1903 - 1936

Ich war gewiß nicht die einzige, die 1998 die von Robert Dachs initiierten Ausstellung "Sag beim Abschied ....", im Berliner Zeughaus, Unter den Linden, dreimal besuchte.

Unbeschreibliche Gefühle der Trauer und der Freude, beide gleichzeitig, wurden dort geweckt. Geschenkt wurden uns einmalige Eindrücke vom Wirken der großen jüdischen Künstler Deutschlands und Österreichs, von Dichtern, Schriftstellern, Schauspielern, Musikern, quer durch die Klassik und Unterhaltung. Tonaufnahmen erklangen aus den Kulissen, ein Wiener Caféhaus war aufgebaut, und Fritz Grünbaum und Karl Farkas, "der Gescheite und der Blöde", brachten ihre Witzeleien aus dem echten Wiener Cabaret.

Diese Kunst ist für alle Zeiten aus Deutschland und Österreich verschwunden. Mit der Vertreibung oder Ermordung der Künstler, deren Schicksale dokumentiert waren, wurde unsere gesamte Kultur zerstört.

12. August 2023

Ausstellung im Zeughaus, Unter den Linden: 25 Jahre "Sag beim Abschied ..."

Populäre jüdische Künstler aus Berlin, Hamburg, München und Wien
Musik & Entertainment 1903 - 1936. Artikel, vom 29. November 2001

Ich war gewiß nicht die einzige, die 1998 die von Robert Dachs initiierten Ausstellung "Sag beim Abschied ....", im Berliner Zeughaus, Unter den Linden, dreimal besuchte.

Unbeschreibliche Gefühle der Trauer und der Freude, beide gleichzeitig, wurden dort geweckt. Geschenkt wurden uns einmalige Eindrücke vom Wirken der großen jüdischen Künstler Deutschlands und Österreichs, von Dichtern, Schriftstellern, Schauspielern, Musikern, quer durch die Klassik und Unterhaltung. Tonaufnahmen erklangen aus den Kulissen, ein Wiener Caféhaus war aufgebaut, und Fritz Grünbaum und Karl Farkas, "der Gescheite und der Blöde", brachten ihre Witzeleien aus dem echten Wiener Cabaret.

Die Trauer konnte nicht ausbleiben, denn diese Kunst ist für alle Zeiten aus Deutschland und Österreich verschwunden. Mit der Vertreibung oder Ermordung der Künstler, deren Schicksale eindringlich dokumentiert waren, wurde unsere gesamte Kultur zerstört.

23. November 2011

ARD / WDR will die "Schellack Schätzchen" einschmelzen

Siegfried Arno in "Ihr dunkler Punkt" (1928)  Source: DIF 

Manchem sind meine Nörgeleien über die Programmpolitik der öffentlich-rechtlichen Anstalten vielleicht schon auf den Keks gegangen, meine bissigen Bemerkungen über die Zerstörung der Krimis, aus denen inzwischen entweder Propaganda gegen Immobilienhaie, Pharmaindustrie, Investmentbanker und skrupellose Menschenhändler oder Klamotten à la Wilsberg Im Namen der Rosi geworden sind. Die Zwangsgebühren für den Niedergang belaufen sich laut Wikipedia auf 9,1 Milliarden Euro / Jahr,
9 100 000 000 €. Davon gehen 6,3 Milliarden Euro an die ARD.

5. August 2019

Herford. Freude meiner Jugend

Ich heiße Gudrun, nach der Tochter des RFSS Heinrich Himmler. Oma und Opa Aschoff wohnen mit Tante Emmi in der Hämelingerstr. 6, in einem "Lumpenbau", wie Opa die Wohnung dem Hausbesitzer Carl Titgemeyer gegenüber im Winter 1939/40 bezeichnet. Aber da bin ich noch nicht auf der Welt, ich werde im Mai 1942 im Lebensbornheim "Harz" , in Wernigerode [Foto: Brockenweg 1], geboren. Das ist ein Entbindungsheim der SS. Wieso ich dort geboren bin und dann noch ins Heim "Hochland", ein weiteres Lebensbornheim der SS, verschoben werde, ist eine andere Geschichte, die ich erst seit November 2011 kenne und aufarbeite.

Meine Mutter gibt mich jedenfalls, da bin ich noch kein Jahr alt, bei ihren Eltern ab und verschwindet wieder Richtung München, wo sie in der Zentrale des Lebensborn e.V. angestellt ist. Ihr Vorgesetzter ist SS-Standartenführer Max Sollmann.

Offiziell ist sie ab November 1943  wieder in Herford und wohnt ebenfalls in der Hämelingerstraße 6. Das weiß ich aus den Herforder Meldekarten, von denen mir der Herforder Stadtarchivar Christoph Laue dankenswerterweise Kopien überlassen hat.

Tatsächlich arbeitet sie noch bis zum Frühjahr 1944 beim Verein und kommt dann erst nach Herford.