5. April 2021

Coronavirus. Das Elend der Gastronomie als Farce

" Am Abend [d.h. jeden Abend!] gibt es die Menus ab 160 €"

"Kaviar, Champagner Menüs der ganz großen Küchenchefs und Abnehmen der Maske Pflicht … Unsere Journalisten [des Fernsehsenders M6] konnten sich Zugang verschaffen zu geheimen Festen des höchsten Luxus, die gerade [Freitag, 2. April 2021, 23 Uhr] in Paris stattfinden."

Updates, vom 6., 7. und 11. April 2021, im und unterm Text!

Der Skandal ist nicht so sehr das Treiben der Schickimickis, die finanzieren wenigstens einige sonst arbeitslose Köche und Bedienungen, als die Tatsache, daß die Regierung des Emmanuel Macron Hunderttausende von Gastronomen, deren Angestellte und Lieferanten, durch die Schließung der Gaststätten, seit Ende Oktober 2020 = seit mehr als fünf Monaten, in Elend und Tod treibt, sowie den Franzosen ihre sozialen Kontakte zerstört. Die spielen sich in Frankreich sehr viel mehr in Restaurants, Café-Restaurants und Bars ab als in Deutschland. Scheiß Pandemie!

Wer meint, ich könnte ja jetzt, wo's Frühling wird, so schön aufm Balkon frühstücken,
hätte meine Brasserie gar nicht nötig, dejienge kruit van mui ein anne Kössken!

Keine Sorge, Strafermittlungen dauern in Frankreich. Manchmal werden Urteile über tatsächliche oder behauptete Vergehen und Verbrechen 25 Jahre nach dem Ereignis gefällt.

"Extravagante [illegale?] geheime Dîners: Ein Strafverfahren ist eröffnet worden.
Der Beschuldiger der Minister bestreitet die Aussage"
Dîners mondains clandestins : une enquête pénale est ouverte, l'accusateur des ministres se renie

In dieser Reportage des Fernsehsenders M6 erklärt ein anonymer Organisator von geheimen Luxus-Dîners in Paris, er habe „diese Woche diniert“ mit „einer gewissen Anzahl von Ministern“ in „zwei oder drei“ „geheimen“ Restaurants, unter Mißachtung der Restriktionen, die im Angesicht der Epidemie von Covid-19 verordnet wurden.

"Pierre-Jean Chalençon, dieser 'Luftikus', der 'Witze' macht über Minister und geheime Restaurants"
Pierre-Jean Chalençon, cet hurluberlu qui fait «de l’humour» 
sur les ministres et les restaurants clandestins. Par Laurent Louët, Le Figaro télé, 5 avril 2021

"Pierre-Jean Chalençon, Besitzer des 'Palais Vivienne', im Zentrum von Paris, hat am Sonntagabend indirekt zugegeben, die Quelle zu sein, hat aber in einem Kommuniqué den Inhalt der  Aussage abgestritten. Er hat sich darauf berufen, daß das nur 'Spaß' war, er hätte sich 'der Bedeutung des Absurden' bedient, als er versicherte, daß Minister an solchen Essen teilnähmen."

"Offensichtlich hat ein #Minister regelmäßig Abende organisiert, und [die Zeitung] Ouest-France will den Namen nicht vor der Bestätigung preisgeben.
Es ist nur noch 1 Frage der Zeit, bevor andere Zungen sich lockern!!!"

Der Informant der Ouest-France betont, daß hochrangige Persönlichkeiten, Senatoren, ein pensionierter Stabschef der Armee, der Chef einer überregionalen Zeitung, aber keine Minister teilgenommen hätten an den geheimen Essen. Der Küchenchef aber hätte erklärt, daß er regelmäßig private Abende für einen Minister organisierte, dessen Namen er nannte.

"AUSSAGE. Geheime Essen. 'Ein Gefühl von Freiheit, offene Diskussionen'"
TEMOIGNAGE. Repas clandestins. « Un sentiment de liberté, les discussions sont sans filtre »

Updates, vom 6. und 7. April 2021


Gabriel Attal erklärt dazu, er hätte nie eine solche Einladung erhalten. Auf CNews tobt die Empörung.

Die Berichterstattung in den Medien ist meist bestimmt von Neid und Mißgunst. Anstatt aus den Informationen die Öffnung der Gaststättenbetriebe für unsereine zu fordern, für mich und mein Schaf! sollen die Privilegien der Eliten abgeschafft, die Sünder bestraft und aus dem Amt entfernt werden. 


liberté. Freiheit 
frei, den Gesetzen und Verordnungen zu gehorchen

égalité. Gleichheit  
alle gleich arm und elend

fraternité. Brüderlichkeit
sich verbunden fühlen mit den anderen verelendeten Untertanen

@TPMP
"'Mein Name [Pierre-Jean Chalençon] wird benutzt, um die Regierung zu stürzen'!" #TPMP

Kommuniqué der Gesellschaft der Journalisten von M6, 6. April 2021 Zur Behauptung des Pierre-Jean Chalençon, daß seine Äußerungen ein "Aprilscherz" gewesen wären: Kein Wort wahr!

Es ist unglaublich! Auf CNews tobt, am 7. April 2021, ab 10:45 Uhr, ein Interview von Jean-Marc Morandini mit Pierre-Jean Chalençon, der vom Moderator und anschließend von im Studio anwesenden Politikern auseinandergenommen wird. Anstatt sich darum zu sorgen, daß die Bürger Frankreichs die ihnen von der Regierung aberkannte Freiheit wiedererlangen, nageln sie den Gastgeber der Abende fest. Was soll er bei dieser Hysterie denn antworten als "kein Regierungsmitglied war anwesend"?

Derweil wird Brigitte Macron durch ein Dutzend Sicherheitsbeamte beschützt, wenn sie "illegal" mit Freunden Kaffee trinkt. Wann ist endlich Schluß mit der Heuchelei? Alle wissen, daß die Willkürmaßnahmen der Regierung ganz Frankreich schaden, daß sie am Ende Tausende von Toten und Hunderte von Milliarden Euro Verluste bringen, die Quittung für das Mißmanagement!


Das sensationsgeile Pack in den Redaktionsstuben der Sender hat den Beruf verfehlt! 👿👿👿

Unzählige Neider sind unterwegs, die sich niemals trauen würden, dem Diktat ihrer Regierung zuwiderzuhandeln. Der Baske Philippe Etchebest ist ein solcher: "Jämmerlich und idiotisch", womit er nicht sich meint, sondern diejenigen, denen es aufgrund ihrer finanziellen und gesellschaftlichen Position möglich ist, dem Regierungsterror zu entgehen. Ich bin nicht neidisch, aber ich beneide sie!

"Das ist ein wenig ein zweischneidiges Schwert. Ich selbst habe in Restaurants teilgenommen an geheimen Essen. Ich sehe die Gastwirte eher als Widerstandskämpfer gegen die Gesundheitsdiktatur und die Gäste wie Leute, die die Bewegung unterstützen. Das ist nun sechs Monate, daß sie nicht mehr arbeiten können, und diese Maßnahme ist ausschließlich politisch motiviert. Bürger sein, bedeutet auch, Verordnungen nicht zu gehorchen, die unsere Grundrechte verletzen.

Ja, es gibt Hilfen, aber das ist nicht alles, und manchmal decken sie nicht einmal das Gehalt des Geschäftsführers. Ich kenne welche, die bekommen kein Gehalt mehr, ihr einziges Einkommen erzielen sie durch die geheimen Essen. Darüber hinaus ist es psychisch sehr schwierig. Ja, diese Essen, das ist Solidarität!"

Untergrundrestaurants 🍛🍴🍷
Trotz Corona-Pandemie: Empörung über illegale [?] Luxus-Dinner in Paris, euronews, 4. April 2021

Ich übersetze clandestin mit "geheim"; denn für illegal halte ich die Maßnahmen der Regierung.


Wie meistens bei Geschichten der Bobos, ist, wenn's rauskommt, angeblich alles nicht wahr. Eines ist jedoch sicher: Mit Pierre-Jean Chalençon wird es sich die Regierung des Emmanuel Macron nicht verderben, langfristig des napoleonischen Erbes, kurz- und mittelfristig der unvergleichlichen Abende im Palais Vivienne und anderen Luxusherbergen wegen. Heut' gehn wir ins Maxim!


@DestiNapoleon
"Das Ei ist Teil der Sammlung Matilda Geddings Gray de Fabergé und gegenwärtig Dauerleihgabe im @metmuseum  von New-York. Frohe Ostern"

"Wichtige Zwischenstation in seinem Lebenslauf: Er wurde der Freund von Charles Trenet und erzählte dessen Leben, von 1989 bis 2001, in einem Buch, das 2005 herauskam. Einige Jahre später [März 2014], im Alter von 43 Jahren, sieht Pierre-Jean Chalençon sich an als wahrhaftiger Experte von Napoleon I. Er hat einen kleinen Schatz zusammengebracht und besitzt eine der berühmtesten Sammlungen der Welt; sie umfaßt mehrere Millionen von seltenen und einzigartigen Einzelstücken."

"Man führt ein Volk nur, indem man ihm eine Zukunft zeigt, 
ein Chef ist ein Händler der Hoffnung."
"On ne conduit le peuple qu'en lui montrant un avenir, un chef est un marchand d'espérance."
(Napoléon Bonaparte)

Update, vom 11. April 2021

Nur so viel: Die Verfolgung der "illegalen" Gastronomen, ihres Personals und ihrer Gäste wütet unvermindert weiter. Durchsuchungen, Verhöre, Anklagen der Verbrecher - nein nicht der Verfolger, sondern derjenigen, die zu retten versuchen, was ihnen die Gesundheitsdiktatoren seit einem Jahr zerstören, hält Hundertschaften von Polizisten, zig Ermittlungsrichter und die geilen Medien in Atem.

Derweil kündigt die Regierung an, daß ich Ende Mai, wenn alle artig waren, in meine Brasserie darf:

"Jordan Bardella hat 'Probleme damit, moralisch' die Restaurants 'zu verurteilen', die heimlich öffnen"
Jordan Bardella a «du mal à condamner moralement» les restaurants qui ouvrent clandestinement. 

"Auch wenn er zugesteht, daß das Gesetz 'das gleiche für alle' sein muß, sagt der Vizepräsident des Rassemblement National (RN), daß er die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verstehe, die die Restaurants dazu bringen, heimlich zu öffnen."

Inzwischen, am 11. April 2021, um 18:20 Uhr, gibt es 300 Kommentare mit Kampagnencharakter von politischen Gegnern. In vielen der Kommentare wird über den RN auf übelste Art hergezogen. Ich schätze, auch von denjenigen, die mindestens an einem "illegalen" Essen teilgenommen haben. Alle Schlechtigkeit der Welt sagen sie Jordan Bardella nach, für manchen ist er ein gesetzloser Halunke. 

Neid und Mißgunst von Franzosen, die Meister sind im Umgehen von Gesetzen und Verordnungen! 

Die Regierung Frankreichs führt Krieg gegen das eigene Volk, und das schlägt zurück!

"Paris: Die Gäste eines geheimen Restaurants greifen die Ordnungshüter an"
Paris : les clients d'un restaurant clandestin s'en prennent aux forces de l'ordre


Das war in der Nacht vom Samstag auf Sonntag, 10./11. April 2021. Jetzt warte ich gespannt, ob und wie die Ordnungshüter die Iftar-Abende im Ramadan in Schach halten. Darf ich wetten? Sie machen auf Weisung der Regierung Frankreichs die drei Affen. 🙈🙉🙊


Wer meint, ich könnte ja jetzt, wo's Frühling wird, so schön aufm Balkon frühstücken,
hätte meine Brasserie gar nicht nötig, dejienge kruit van mui ein anne Kössken!

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