L'Indépendant – Charles Baron
„Tod von Jean-François Leroy: 'Ich darf ihn nicht enttäuschen, ich muss der Aufgabe gewachsen sein'.
Wer ist Delphine Lelu, die 'rechte und linke Hand' des langjährigen Direktors von Visa pour l’Image?"
Décès de Jean-François Leroy : "Je ne peux pas le décevoir, il faut que je sois à la hauteur"…
Qui est Delphine Lelu, "bras droit et bras gauche" de l’historique directeur de Visa pour l’Image
Par Diane Sabouraud, L'Indépendant, 31/08/2026 à 18:55, papier 1 septembre 2026, p. 3
Heute erfahre ich, daß Delphine Lelu seit 1990 mitmacht bei Visa pour l'image, damals 17-jährig und Jurastudentin; seit 1999 stellt sie die Ausstellungen zusammen, die ersten drei Jahre davon mit kleinen Änderungen durch ihn. Sie beschreibt sich selbst [!] als "les petites mains de l'ombre", als "Handlangerin im Hintergrund"; er nennt sie "mon bras droit… et mon bras gauche", "mein rechter Arm … und mein linker Arm", stattdessen ist sie außer seinem Schwanz alles und vor allem sein Kopf.
Sie ist Gesellschafterin und stellvertretende Direktorin des Unternehmens und er Präsident des Unternehmens, genannt Images Evidence, Christine Ternau, die ehemalige Assistentin des Roger Thérond, seinerzeit Redaktionsdirektor des Paris Match, ist im Unternehmen zuständig für die Verwaltung. Diese drei führen ganzjährig den Betrieb, aber während des Festivals arbeiten 250 Personen am Gelingen.
Dieses Jahr [2011]wird auch das Attentat auf die Zwillingstürme vorgestellt, jubilée oblige. Stellen die internationalen Zeitungen in einigen ihrer besten für den Wettbewerb um den Daily Press Award eingereichten Aufnahmen des Jahres einmal die USA nicht negativ dar, sondern einfach nur sachlich? Und Israel, werden der Staat und seine Bevölkerung als eigenes Subjekt und nicht in Abhängigkeit des Bedarfs an linker Propaganda für die Palästinenser erwähnt?
Je suis un festival de photojournalisme, pas un festival de photos militaires. "Ich bin ein Festival des Fotojournalismus, kein Festival für Militärfotos.
Emmanuel Macron darf nicht fehlen mit seiner Würdigung des Verstorbenen, schwätzen kann er am besten, das beweist er, ohne daß ihn einer um Äußerungen bittet. Es ist herzzerreißend:
"Ableben von Jean-François Leroy"
Disparition de Jean-François Leroy. Élysée, 31 août 2026
"Als leidenschaftlicher Verfechter des Fotojournalismus und unermüdlicher Anwalt der Realität ist Jean-François Leroy verstorben – nach einem Leben, in dem er Bilder zu einer Art und Weise machte, die Welt zu betrachten und von ihren Wunden Zeugnis abzulegen. Als Kind hatte er eine Leidenschaft für die Zauberkunst entwickelt."
Der Realität hat er noch nie gedient, Zeugnis hat er nie abgelegt, sondern diejenigen Fotografen ausgestellt, die sein Weltbild vermittelten. Zauberkunst trifft's schon eher, nämlich das Wegzaubern der Wirklichkeit. Informationsfotografie war das nie, sondern die Ausstellungen erzählen die Geschichten ihrer Fotografen.
Hier mache ich jetzt erst einmal Schluß, will Face à linfo nicht verpassen, das jetzt immer schon um 18:30 Uhr beginnt. Morgen geht's präsidentiell weiter. Das ist eine Drohung! 😂
„Tod von Jean-François Leroy: 'Er würde nicht wollen, dass es aufhört; Visa pour l’Image darf nicht mit ihm sterben,' fordert Pierre Conte, Präsident des Festival-Vereins."
Décès de Jean-François Leroy : "Il ne voudrait pas que cela s’arrête, Visa pour l’Image
ne doit pas s’éteindre avec lui", milite Pierre Conte, président de l’association du festival
Propos recueillis par Diane Sabouraud, L'Indépendant, 31/08/2026 à 19:20
Pierre Conte ist Präsident der Vereinigung, die das Festival von Perpignan trägt. Er erklärt den Verstorbenen zum "Mann von Charakter", sei aber nicht Mitglied des inneren Zirkels gewesen. Das läßt hoffen, daß endlich Schluß gemacht wird mit der Propaganda für den Islam, die Palästinenser und mit der Entwicklungsländerexotik. Für jemanden wie mich, die Jahrzehnte mit und in Entwicklungsländern gearbeitet hat, darunter in nicht wenigen islamischen, sind die Ausstellungen von Visa pour l'image das nackte Grauen. Der Vertrag für 2027 steht. Wie geht es weiter?
Der Stadt Perpignan und seiner Wirtschaft ist zu wünschen, daß Visa weiterbesteht. Ich, unten links, in der Ecke des Hexagon, habe oft das Gefühl, daß wir nicht allzuviel zählen, man denke an den TGV, den Bummelzug nach Montpellier. Von den Ministern der Regierung kommt nicht einer aus dem Departement Ostpyrenäen, gar aus Perpignan, wenn aus dem Süden, dann aus dem Südosten. Wie wenig unser Departement zählt, zeigt sich sogar bei dem nicht linksverdächtigen TV-Sender CNews, wo bei Einblendung der Karte von Frankreich oft unsere Ecke von einem Textband verdeckt wird.
Leroy est mort, der König ist tot, soll das heißen.
1988 wird er Agent der Modefotografin Dominique Issermann. In Zusammenarbeit mit Yann Arthus-Bertrand realisiert er 1989 „Trois jours en France", ein Projekt, das ein Porträt Frankreichs im Jahr 1989 zeichnet, 150 Jahre nach der Erfindung der Fotografie.
1989 geht's los mit Visa pour l'image, zwar nicht mit islamischer Reiterei, aber mit viel islamischer und sonstiger politischer Exotik.
Möge Leroy wirklich tot sein! 🙏

