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23. Oktober 2022

Dorothee Schmitz-Köster: Unbrauchbare Väter. Rezension

Die Autorin entdeckt die Lebensborn-Väter, die für sie wie für manche Autoren zum Thema Lebensborn e.V. bislang Randerscheinung geblieben seien. Ihre Empörung über diese Männer sei aber mit der Zeit gewachsen, berichtet sie gleich auf der ersten Seite ihres neuesten Werkes über den Verein Lebensborn e.V. (S. 7).

Dorothee Schmitz-Köster: Unbrauchbare Väter 
Über Muster-Männer, Seitenspringer und
flüchtende Erzeuger im Lebensborn
Wallstein Verlag, 160 S., 47 Abb., geb., Schutzumschlag, 14 x 22,2 cm
ISBN 978-3-8353-5325-1 (Oktober 2022)

"Vielen Männern des SS-Lebensborn ist es gelungen, anonym zu bleiben – aber nicht allen: eine Geschichte über Doppelmoral, Geheimnisse und unendliches Leid."

Update, vom 11. Juni 2023
In dem Buch gibt es trotzdem viele interessante Beiträge! 😁

23. Januar 2013

Lebensborn. In der Zuchtanstalt Heinrich Himmlers

Am 14. März 2012 veröffentlicht der Verlag Flammarion, im Besitz der Verlagsgruppe Madrigall, Holding der Gruppe Gallimard, Umsatz 573,899 Millionen Euro, 2018, und drittgrößter Verlag Frankreichs, ein Buch des Enthüllungsjournalisten Boris Thiolay, vom Express : Lebensborn. La fabrique des enfants parfaits. Enquête sur ces Français nés dans les maternités SS Lebensborn. Die Fabrik der vollkommenen Kinder. Untersuchung über die in den Entbindungsheimen der SS geborenen Franzosen. Es geht um das Lebensborn-Heim "Westwald", in Lamorlaye bei Chantilly, 40 Kilometer nördlich von Paris. Der Autor wählt den Begriff "la fabrique", von fabriquer = herstellen, machen, und weist damit bereits im Titel die Richtung, in die seine Untersuchungen gehen, den Verein Lebensborn e.V. hinzustellen als eine Zuchtanstalt, in der dem Rassenwahn der Nazis genügende Kinder "nordischer Rasse" fabriziert werden, "die zukünftige Elite eines Dritten Reiches, das 1000 Jahre dauern sollte." Gleichzeitig wird dadurch die Verbindung hergestellt zur fabrique de mort, wie die Vernichtungslager der Nazis genannt werden, Fabrik des Todes. Dieser Zusammenhang zum Lebensborn besteht durchaus: "Einrottung" als Komplementär zur Ausrottung.

27. Januar 2013

Lebensborn. Im Zeugungshaus der Sarah Cohen-Scali

Vorbei die Zeit, da Philosophen und Schriftsteller Frankreichs wie Descartes und Diderot das Licht der Vernunft in die Welt bringen! Heuer wird frau als Philosophin Kinderbuch- und Krimiautorin, wogegen nichts einzuwenden wäre, wenn sie dabei bliebe. Das ersparte den Lesern die Erkenntnis, daß nicht mehr cogito ergo sum, sondern mentior ergo sum angesagt ist. Worum geht es?

Die Pariser Schriftstellerin Sarah Cohen-Scali, 1958 geboren in Fes, begibt sich an das Thema Lebensborn und preßt es in das Prokrustesbett für "Jugendliche ab 15". Titel, kurz und knapp: Max. Ein über 472 Seiten ausgebreiteter Text erscheint im Mai 2012 bei Gallimard und wird wochen-, monate- und jahrelang einhellig bejubelt von der französischen und anglophonen Kritik: Un coup de cœur, un coup de masse. Eine besondere Empfehlung, ein Keulenschlag, schreibt die 16-jährige Büchernärrin Kyeira; für sie ist das Buch un trésor de culture, eine Schatztruhe der Kultur.

7. August 2018

Kanada. Kindesraub in gigantischen Ausmaßen


Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1971 wurden in Kanada zwischen 300 000 und 600 000 Neugeborene ihren ledigen Müttern bei der Geburt weggenommen, um sie Familien zur Adoption zu übergeben. Man tendiert eher dazu, daß es 600 000 waren. Sie wurden zu "schlechten Müttern" erklärt, ihre Kinder galten als illegitim. Manche Mütter wissen bis heute nicht, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen geboren haben.

Der Grund für diesen Kindesraub soll der Wunsch nach traditionellen Familien gewesen sein.

25. Februar 2023

Heime für Himmlers Väter

Im Gerhard Hess Verlag ist mein Buch erschienen, in dem ich meine Geschichte erzähle, die etwa so anfängt:

Als ich elf Jahre alt bin, vergißt meine Mutter zu Hause ihr Schlüsselbund. Ich kann nicht widerstehen, endlich zu lesen, was ich nicht lesen soll, öffne die verbotene Stahlkassette und lese alles, was darin liegt. Den Satz auf der letzten Seite der Urkunde über meine Geburt in einem Heim des Vereins Lebensborn e.V. habe ich entweder nicht gelesen oder gelesen, nicht verstanden und deshalb vergessen. ....

Heime für Himmlers Väter
Ein Lebensbornkind fordert Auskunft
Gudrun Eussner
260 Seiten
ISBN 978-3-87336-767-8
DIN A 5 Klappenbroschüre
Preis: 19,90 Euro

Update, vom 28. April 2023
Rezension von Prof. Dr. Günter Buchholz

1. Februar 2013

Ehe für alle. Katy, Imma und Retortenmax


und Ehefrau Imma mit Max, Katys Sohn

Heute sollen nicht die Gegner der Ehe für alle zu Wort kommen, nicht die religiösen Würdenträger, nicht die Straße, sondern ein seit sechs Jahren verheiratetes Paar lesbischer Frauen aus Barcelona, Katalonien, jenseits unserer Grenze. In Spanien gilt das Gesetz zum Matrimonio entre personas del mismo sexo en España, das Gesetz zur Heirat zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern in Spanien,  bereits seit 2005. Spanien ist nach den Niederlanden und Belgien das dritte Land der Welt, das "Gleichheit" neu definiert, dem Gleichen ist alles gleich, und das ist eines der Wahlversprechen des José Luis Rodriguez Zapatero im Wahlkampf 2004 zur Anpassung der Gesellschaft an den Zeitgeist, wie die Förderung der Islamisierung des Landes und der Welt sowie die Unterstützung der Araber für den Phantasiestaat Palästina. Wer zu spät kommt, den bestrafen die Linken. François Hollande sieht das in allen Punkten ebenso und will das Gesetz unbedingt durchziehen. In Frankreich können dann aber im Gegensatz zu Spanien alle alle heiraten, jedenfalls intendiert das die Bezeichnung le mariage pour tous.

12. Dezember 2025

Zum 90. Jahrestag der Gründung des Vereins Lebensborn e.V.

Am 1. März 2023 ist Im Gerhard Hess Verlag mein Buch erschienen, in dem ich die Geschichte eines im Lebensbornheim "Harz" unehelich geborenen Kindes erzähle, meine! 

Aus ihren Gräbern heraus informieren der RFSS, der Führer, Max Sollmann, mein Ur-Oppa und andere über den am 12. Dezember 1935 von zehn SS-Offizieren gegründeten Verein Lebensborn e.V.

Dabei räumen sie auf mit den Märchen und Lügen vom arischen Nachwuchs, gezeugt in Zuchtanstalten, kalten Hinterzimmern oder in Bordellen. Auf meinem Blog gibt's dazu Artikel zum Schnuppern.

Ich garantiere eine spannende Lektüre! Da bleibt kein Auge trocken! 😂

18. Mai 2013

Nationalsozialismus. Neue Historiker bei der Arbeit

Nicht nur Israel, sondern auch andere Landstriche der Welt werden von "neuen Historikern" heimgesucht. Sie alle haben miteinander gemein, daß sie mehr vertrauen auf das, was Zeitzeugen und deren nicht bei den Ereignissen anwesende Familienangehörige berichten, Kinder und Enkel beispielsweise, als was der Sachlichkeit verpflichtete Wissenschaftler in ihren Forschungen herausgefunden haben. So verfahren auch Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall in einem Forschungsprojekt, dessen Abschlußbericht sie am 18. April 2002 auf 256 Seiten als Fischer-Taschenbuch vorlegen: "Opa war kein Nazi". Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis.

5. August 2019

Herford. Freude meiner Jugend

Ich heiße Gudrun, nach der Tochter des RFSS Heinrich Himmler. Oma und Opa Aschoff wohnen mit Tante Emmi in der Hämelingerstr. 6, in einem "Lumpenbau", wie Opa die Wohnung dem Hausbesitzer Carl Titgemeyer gegenüber im Winter 1939/40 bezeichnet. Aber da bin ich noch nicht auf der Welt, ich werde im Mai 1942 im Lebensbornheim "Harz" , in Wernigerode [Foto: Brockenweg 1], geboren. Das ist ein Entbindungsheim der SS. Wieso ich dort geboren bin und dann noch ins Heim "Hochland", ein weiteres Lebensbornheim der SS, verschoben werde, ist eine andere Geschichte, die ich erst seit November 2011 kenne und aufarbeite.

Meine Mutter gibt mich jedenfalls, da bin ich noch kein Jahr alt, bei ihren Eltern ab und verschwindet wieder Richtung München, wo sie in der Zentrale des Lebensborn e.V. angestellt ist. Ihr Vorgesetzter ist SS-Standartenführer Max Sollmann.

Offiziell ist sie ab November 1943  wieder in Herford und wohnt ebenfalls in der Hämelingerstraße 6. Das weiß ich aus den Herforder Meldekarten, von denen mir der Herforder Stadtarchivar Christoph Laue dankenswerterweise Kopien überlassen hat.

Tatsächlich arbeitet sie noch bis zum Frühjahr 1944 beim Verein und kommt dann erst nach Herford.