19. Februar 2020

Emmanuel Macron und die sexualisierte Politik


Im Laufe dieses Verfahrens des Benjamin Griveaux wird alles wieder hochkommen, was an Schlüpfrigkeiten der regierenden Politiker bekannt wurde, angefangen bei Alexandre Benalla.

Update, vom 20.2.2020
Schamlose führende Politiker der Macronie kennen keine Rücksicht auf das Privatleben anderer.


"Stinkefinger für Präsident Macron: Für die gleiche Geste wurde ein 61-jähriger Rentner in Untersuchungshaft gesteckt und vor Gericht gebracht."


Diese Vorhersage wird umgehend wahr. Nun geht es um den Freund und Anwalt des Pjotr Pawlenski, den politisch linken Anwalt Juan Branco, und dessen "Intimfeind" seit Studienzeiten, den 29-jährigen Gabriel Attal, in der Öffentlichkeit als Lebensabschnittspartner eines Beraters des Emmanuel Macron bekannt. Er hätte seinen Posten als Staatssekretär beim Erziehungsminister Jean-Michel Blanquer übers "Canapé" erhalten. Das sind die kleinen stichelnden Sätze, die sich die Journalisten des Figaro doch nicht verkneifen können. Der Minister ist seit 2012 nicht mehr ehelich gebunden.

In solchem Zusammenhang sollte man auch die neuen Bartträger der Nation in der Regierung des Emmanuel Macron einschätzen. Sie definieren sich nicht nur als Islam-kompatibel, sondern auch zugehörig zum Clan ihres Chefs. Die Frauen in der Regierung sind aus politischen und fachlichen Gründen im Amt, sie tun wie im Islam die Arbeit. Man kann es jetzt wieder an der Benennung der kompetenten Gesundheitsministerin Agnès Buzyn zum Griveaux-Ersatz sehen. Sie wird gegen ihren Willen abgezogen aus dem Ministerium, um für den Posten des Oberbürgermeisters von Paris zu kandidieren, wobei jetzt schon sicher ist, daß die Macronisten diesen Posten nicht gewinnen werden.

Die Männer liefern zusätzlich zu Politik und Expertise Plaisir und Perversionen in einem sexuell aufgeheizten Ambiente. Was meint denn einer, zu welchen Exzessen noch ein Benjamin Griveaux fähig ist, wenn er vor laufender Kamera onaniert und das einer Bekannten per Email schickt?


Frankreich. Ein Exhibitionist wird zum Opfer stilisiert. 15. Februar 2020

Update, vom 20.2.2020


Innenminister Christophe Castaner, heute La République en marche (LREM), davor Parti Socialiste (PS), Bartträger des Macron-Männerbundes, macht sich über den Ersten Sekretär des PS Olivier Faure her, mit dem er früher jahrzehntelang politisch verbunden und privat befreundet war. Der verheiratete "Erste Polizist Frankreichs" macht von sich reden und wird von Olivier Faure kritisiert, als er auf dem Höhepunkt der Gelbwesten-Krise, am 9. März 2019, nicht an der Seite seiner Polizisten steht, sondern sich in den Armen seiner Geliebten Donna Clara verlustiert, mit der er seit drei Jahren ein Verhältnis hat, und in der angesagten Disco Noto Wodka trinkt und schwoft

Die moralische Lektion, die Olivier Faure erteilt, der nicht "Scheidungen", sondern eine Scheidung hinter sich hat, und die vor zwanzig Jahren, lautet, er wünsche ein solches Mißgeschick wie das des Benjamin Griveaux nicht seinem ärgsten Feind, aber ein Minister, "der meint, er könnte sich solcher Art Emails erlauben," habe "den Beweis eines unglaublichen Leichtsinns erbracht". "Man darf sich nicht angreifbar machen." Diese einfache politische Lehre kommentiert Christophe Castaner: "Die Politiker müssen Frauen und Männer bleiben, sonst schneiden sie sich von der Wirklichkeit ab."

Der LREM-Kandidat zum Bürgermeisteramt von Perpignan Romain Grau, früher Les Républicains, ist eine eben solche Flitzpiepe. Gestern noch glattrasiert, heute mit dem Macron-Dreitage-Bart, und in seinem Wahlkampf-Team, das über die Märkte von Perpignan zieht, lauter Dreitagebärtler. Zum Beölen!

Wie abgeschnitten von der Wirklichkeit, wie halt- und schamlos der Männerbund  im Dunstkreis des Emmanuel Macron ist, wird jeden Tag mehr offenbar.

Diese Emporkömmlinge belegen den gesamten öffentlichen Raum und bilden sich ein, er wäre ihr Privatbesitz.

Die Bartträger der Macronie bekunden mit dem Pelz, daß sie ihrem Milchgesicht von Präsidenten keine Konkurrenz beim Beutemachen von virilen Sex-Objekten sind, sondern sich zu den Männermakronen zählen, die selbst auf Beute aus sind: "Wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn?"

Wie können seriöse Männer und Frauen eine solche Partei wählen, gar Ämter dort übernehmen?