« C’était l’apocalypse » :
au pied de la tour nord, un rescapé raconte son 11 Septembre, vingt-cinq ans après
Par Mayeul Aldebert, correspondant à Washington, Le Figaro, 10/09/2026, mis à jour le 11/09/2026
„'Es war die Apokalypse': Am Fuß des Nordturms schildert ein Überlebender seinen 11. September – fünfundzwanzig Jahre danach."
In der westlichen Welt gibt es wohl kein Medium, das heute nicht an den 11. September 2001 erinnert; so auch meine Lokalzeitung L'Indépendant und Le Figaro, die beide auch Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. L'Indépendant widmet seiner Zeitzeugin den Titel vom 11. September 2026, Le Figaro weist auf seinem Titel, am rechten Rand, in einer kleinen Notiz, auf 25 Jahre 9/11 hin.
Es gibt dazu eine ganze Seite 6, davon auf der unteren Hälfte ein Interwiew mit dem damals 19-jährigen Mikaël Benfredj, im Juli und August, zwei Monate Praktikant bei Merrill Lynch, im World Financial Center, gegenüber den Zwillingstürmen, und am 11. September 2001 auf dem Absprung zurück nach Frankreich am Fuß der Türme, eben dabei einen Abschiedstrunk für Kollegen zu organisieren. Am Vorabend feiert er als Besucher des Konzerts von Michael Jackson, im Madison Square Garden. Er verpaßt ein Treffen in den oberen Etagen der Zwillingstürme des World Trade Centers, weil er verschläft; ein Zufall, der ihm das Leben rettet.
Von Mikaël Benfredj stammt das obige Foto. Er ist Jude und will eigentlich zum Praktikum nach Tel Aviv, aber das findet seine Mutter zu gefährlich.
11. September:
"Ein Vierteljahrhundert später gedenkt New York der schlimmsten Anschläge seiner Geschichte"
11 Septembre : un quart de siècle après, New York commémore les pires attaques de son histoire
"New York gedenkt am Freitag der Opfer der Anschläge vom 11. September vor 25 Jahren – ohne Donald Trump, aber mit dem ersten muslimischen Bürgermeister in der Geschichte der Stadt; eine Anwesenheit, die von einigen Konservativen kritisiert wird."
während die Angehörigen der Opfer während der Verlesung der Namen weinten."
Zohran Mamdani and AOC spotted laughing at 9/11 ceremony
while victims’ families weep during reading of names. By Chris Nesi
"Der Auftritt des Bürgermeisters bei der Gedenkfeier erfolgte trotz einer Kampagne verärgerter Angehöriger von 9/11-Opfern, die ihm Anfang der Woche persönlich eine Petition überreicht hatten, in der sie ihn aufforderten, den Gedenkveranstaltungen für die Anschläge fernzubleiben."
Die lebenden ex-Präsidenten versammeln sich am Ground Zero. Donald Trump hält im Pentagon eine Rede: "The Islamic Republic of Iran will never, ever have a nuclear weapon," Trump said. The crowd applauded. „'Die Islamische Republik Iran wird niemals, absolut niemals eine Atomwaffe besitzen,' sagte Trump. Die Menge applaudierte."

Osama bin Laden - Die verbotene Wahrheit. Das Schicksal des FBI-Beamten John O´Neill
Die Autoren schildern in dem Buch, wie jahrelange Versuche, Osama bin Laden zu verhaften und al-Qaida zu zerschlagen, durch die US-Regierung verhindert wurden.
"Der Treibsand der saudischen Politik"
The quicksand of Saudi politics. By WND Staff, September 27, 2001
9/11 bin ich aus Berlin zu Besuch in Perpignan. Eine dort lebende deutsche Freundin schlägt mir vor, nach Perpignan umzuziehen, als sie hört, Paris, wo ich mich in den 90er Jahren trotz privater Probleme vier Jahre wohlgefühlt habe, könnte ich mir finanziell nicht leisten. Von Paris aus hatte ich sie schon einmal in der wunderbaren Touristenstadt einige Tage besucht, ich, die Berlinerin und Pariserin aus Herford in Ostwestfalen. 😂
Nun sitze ich am Nachmittag des Dienstags, 11. September, auf der Terrasse der Bar La Source und lese gemütlich Le Monde, blicke auf und sehe, daß alle im Schankraum sitzen. Ich also auch hinein, und da ist im Fernsehen Patrick Poivre d'Arvor, der vom Terroristenanschlag berichtet. Zwischendurch wird mehrmals gezeigt, wie sich ein Mensch aus höchster Höhe des brennenden Turmes in den Tod stürzt.
Es ist der letzte Tag meines Aufenthalts, da meine Gastgeberin dienstlich verreisen muß. Ich fahre am 12. September los Richtung Berlin. Im Autoradio höre ich Kommentare und Erklärungsversuche. Es beginnt mitleidig, die Sprecher können kaum an sich halten vor Rührung, Bedauern, Sympathie für die Opfer und ihre Angehörigen, für New York, für die USA. Nach und nach gibt es auch Beiträge mit Erklärungen, warum es zu einem solchen kriegerischen Angriff kommen konnte. Als ich am 13. September durch Deutschland fahre, traue ich meinen Ohren nicht: Kein einziges Wort des Mitgefühls mehr, sondern nichts als Kälte, Häme und Besserwisserei, Motto: Das geschieht ihnen recht!
Da beschließe ich, meine Bedenken gegen den Umzug in ein anderes Land aufzugeben und nicht mehr zu zögern, sondern aus Berlin weg und nach Perpignan zu ziehen.

