6. November 2026

Wahlen in den USA und die Auswirkungen auf Israel

Midterm Election History: Seat Changes and Turnout Since 1946

In den letzten 80 Jahren gehen in den USA 18 von 20 Zwischenwahlen des Repräsentantenhauses für die jeweilige Regierungspartei verloren, wie die Graphik zeigt, teils mit massiven Stimmenverlusten. Die beiden Ausnahmen sind Bill Clinton, 1998, und George W. Bush, 2002. Im 21. Jahrhundert müssen Barack Obama, 2010, und Donald Trump, 2018, massive Verluste hinnehmen. Nun kommt die 19. Niederlage hinzu.

"Die Demokraten haben inzwischen mehr als 40 Sitze im Repräsentantenhaus hinzugewonnen. 
Hier sind alle Wahlkreise, in denen bei den Zwischenwahlen die politische Mehrheit gewechselt hat."
Democrats have now flipped over 40 House seats. 
Here are all the districts that changed control in the midterms.

New York Times: Team Trump's Historic Collapse. DER SPIEGEL: "Diese Wahl ist schon jetzt historisch". radiofrance : Midterms 2026 : "Défaite historique". LA RAZÓN: Derrota histórica de Donald Trump en las Midterms 2026. RADIO ONDA D'URTO: Usa, elezioni midterm 2026: disfatta storica per Trump e i repubblicani.

Was an der Zwischenwahl 2026 und der Zahl der Sitzverluste "historisch" sein soll, wie man von Medien der EU erfährt, wird nicht erklärt. Die Demokraten verlieren im Repräsentantenhaus 54 Sitze in den Zwischenwahlen von 1994 und 63 in denen von 2010.

Für die letzten 160 Jahre sind die Ergebnisse noch verhehrender; nur vier Mal war die Regierungspartei siegreich, je zwei Mal die Republikaner, 1902 und 2002, und die Demokraten, 1934 und 1998.

Midterm seat losses, 1862-2022. PollsAndVotes, December 8, 2025

"Das Ausmaß der Sitzverluste hingegen variierte beträchtlich und steht in Zusammenhang mit der Zustimmung zum Präsidenten (Clinton 1998 und Bush 2002 erfreuten sich – ebenso wie Roosevelt 1934 – einer ungewöhnlich hohen Beliebtheit) sowie mit der wirtschaftlichen Lage [!]. Beliebte Präsidenten müssen weniger Sitzverluste hinnehmen, unbeliebte hingegen mehr. Gute wirtschaftliche Zeiten gehen mit geringeren Verlusten einher, schlechte Zeiten mit größeren."

Das bestätigt sich auch am 3. November 2026, Donald Trump hat sich bei allen Wählerschichten weniger durch die Einleitung des gemeinsamen US-israelischen Krieges gegen den Iran, am 28. Februar 2026, unbeliebt gemacht, als dadurch, daß der Krieg bislang nicht beendet werden kann und für die Amerikaner seit acht Monaten negative wirtschaftliche Auswirkungen hat. Die Republikaner verlieren das Repräsentantenhaus, den Senat und die Mehrheit der Gouverneure. Zwar ist das Ergebnis noch nicht offiziell, aber es kann höchstens noch schlimmer kommen für Donald Trumps Partei.

Midi Libre/L'Indépendant konzentriert sich auf die Folgen der Niederlage für das Vorgehen der USA gegen den Iran - oder mit ihm, "Abkommen oder neue militärische Eskalation"? Dr. Ebtesam AlKetbi, Präsidentin des Emirates Policy Center Abu Dhabi, meint, daß die Entscheidung davon abhänge, wie Teheran die entstandene politische Lage in den  USA einschätzt, die Golfstaaten wünschten ein Ende des Krieges, aber nicht um jeden Preis. Dr. Abdulaziz Sager, Leiter des Gulf Research Center Jeddah, erklärt, wenn Teheran weiter Widerstand leiste, gar von Sieg rede, könnte Donald Trump "sich verpflichtet sehen, für seine Präsidentschaft einen unbestreitbaren Sieg zu erringen". Derweil verbreite der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Ghalibaf die originelle Kunde: "Die Bürger Amerikas sagen Nein zum Krieg".

Die Sachlichkeit derjenigen, die inmitten des Krieges leben, hebt sich angenehm ab von der irren Begeisterung, die mir gestern und heute über die Niederlage der Republikaner aus dem Figaro entgegenschwappt. Am 5. November 2026: "Die schwere Niederlage verurteilt Trump zu einem schwierigen Ende seiner Amtszeit", Foto des gebeugten schmallippigen Präsidenten anbei.

"Die Republikaner eröffnen den Krieg der Zeit nach Trump".  Das ist dem Blatt heute, am 6. November 2026, am wichtigsten. "Wenn er doch endlich weg wäre!" hätte es ehrlich heißen müssen.

Für Adrien Jaulmes ist Donald Trump schon erledigt: Inflation, guerre en Iran, corruption: L’Amérique a répudié le trumpisme. "Inflation, Krieg im Iran, Korruption: Amerika hat den Trumpismus zurückgewiesen." Le Texas vire au bleu, "Texas wird demokratisch", eine "perönliche Niederlage für Donald Trump", James Talarico wird der erste Senator der Demokraten seit 1988. Auch der Gouverneursposten geht verloren, an Gina Hinojosa, die "vor sechs Monaten noch fast unbekannt war". 

Korrespondentin Mayeul Aldebert setzt nach: Le plan des démocrates pour reprendre la main. "Der Plan der Demokraten, die Initiative zurückzugewinnen". Die Demokraten werden Donald Trump die Budgets diktieren, zahlreiche Untersuchungen gegen ihn und sein Umfeld einleiten, Barack Obama fasse die Agenda der Demokraten zusammen: "Die Ärmel aufkrempeln, um weitere Schäden zu vermeiden und die Zukunft vorbereiten". "Ab dem nächsten 3. Januar werden die Demokraten eine schädliche Macht für den amerikanischen Präsidenten," à partir du 3 janvier prochain, un pouvoir de nuisance redoutable pour le président américain. So geht das auf der halben Seite 4. Der Artikel schafft es nicht ins Internet.

Heute geht's weiter, da ist Donald Trump 'n canard boiteux, 'ne lahme Ente, Lame duck, viele Abgeordnete der Republikaner distanzierten sich von Donald Trump, nicht nur sein Stellvertreter JD Vance. « Vous allez assister à des batailles monstres » : dans une ambiance crépusculaire, les Maga se déchirent. „'Ihr werdet gewaltige Schlachten erleben': In dämmriger Atmosphäre zerfleischen sich die Maga", füllt eine Dreiviertelseite 8/9 des Figaro, vom 6. November 2026, der Abrechnung des Adrien Jaulmes mit dem verhaßten Donald Trump.

Vollständig fehlt, weil es entweder nicht erkannt wird, oder verschwiegen werden soll, daß dieses Wahlergebnis die Partei der Demokraten zerstören wird. Die Islamisierung, die in Frankreich, dem Vereinigten Königreich und in minderer Stärke in Deutschland tobt, wird sich auch in den USA verschärfen, die Übernahme der Demokraten durch den Islam ist in eine qualitativ neue Phase getreten. Das ist historisch. 

"NEU: Machtkampf bei den Demokraten nimmt eine dramatische Wendung"
NEW: Democrats’ Power Struggle Just Took a Dramatic Turn. By Jack, 

"Der für Michigan gewählte Senator Abdul El-Sayed hat die bestehende Kluft nun unübersehbar gemacht. Anstatt sich hinter den langjährigen demokratischen Fraktionschef Chuck Schumer zu stellen, erklärte El-Sayed, er werde den Senator von Maryland, Chris Van Hollen, unterstützen – sollte dieser für die Spitzenposition kandidieren." Geburtsdatum und -ort: 10. Januar 1959 in Karachi, Pakistan (als Sohn eines US-Diplomaten)

Einen Juden von AIPAC wählt der ägyptisch-stämmige Muslimbruder eh nicht. Aber da steht er nicht allein. Weite Kreise der Demokraten wollen ihn nicht, seiner mangelnden Bereitschaft wegen, gegen Donald Trump vorzugehen, wegen der fortgesetzten Annahme von Geldern durch das AIPAC und der überaus großen Rücksichtnahme gegenüber der israelischen Regierung wegen.

Anti-Israel Senator-Elect El-Sayed Refuses To Back Chuck Schumer As Democratic Senate Leader

"Schumer, der ranghöchste jüdische gewählte Amtsträger in der amerikanischen Geschichte, ist ein langjähriger Unterstützer Israels – auch wenn er Premierminister Benjamin Netanjahu zugleich scharf kritisiert und 2024 dessen Rücktritt gefordert hat.

El-Sayed hingegen profilierte sich im Wahlzyklus 2026 als einer der entschiedensten Israel-Gegner; er warf dem jüdischen Staat wiederholt Völkermord vor und machte die Ablehnung amerikanischer Militärhilfe für Israel zu einem zentralen Bestandteil seiner politischen Botschaft."

Die USA europäisieren sich, die Wähler honorieren den Entrismus des Islams bis zur Zerstörung ihrer Kultur und ihrer Freiheit. Sie werden den Weg der Dhimmis gehen. Die verläßlichsten linken Unterstützer werden wie seinerzeit im Iran als erste liquidiert.

Artikel vom 21. März 2008, mit Ergänzungen. Links aktualisiert

Das handschriftliche arabische Original und die englische Übersetzung findet man hier:

Scott Burgess: The Muslim Brotherhood "Project". Investigativ Project, December 1, 2005


"Ein Kongreß mit demokratischer Mehrheit – welche Auswirkungen hat das auf Israel?"
Un Congrès à majorité démocrate, l’impact pour Israël ? Par Jonathan S. Tobin,

Kosher Chutzpah, X, 6:45 AM · Nov 5, 2026 · 8,322 Views
@KosherChutzpah
Another Jewish useful idiot learns he's no longer useful.
"Ein weiterer jüdischer 'nützlicher Idiot' erfährt, dass er nicht mehr nützlich ist."

"Der für Michigan gewählte Senator Abdul El-Sayed lehnte es ab, Chuck Schumer als Fraktionsvorsitzenden der Demokraten im Senat zu unterstützen – ungeachtet der Tatsache, daß Schumer seinen Wahlkampf unterstützt hatte."

Hat Israel die US-Zwischenwahlen verloren? RT-Redaktion, 5 Nov. 2026 16:48 Uhr

@MOSSADil
"Ra'am trifft in der Residenz von Präsident Herzog ein – könnte dies der Schlüssel zu einer Minderheitsregierung sein?
Die Delegation von Ra'am ist zu Beratungen darüber eingetroffen, wer die nächste israelische Regierung bilden wird."

Benjamin Netanyahu - בנימין נתניהו, X, 2:11 PM · Nov 5, 2026 · 15.6K Views
@netanyahu
"Präsident Herzog stellt Abbas eine Frage: Ist die Hamas eine terroristische Organisation?'
Abbas’ Antwort: 'Wir können dieser Prüfung nicht unterzogen werden.'
Was das Wahlsystem betrifft: Abbas hat heute [Benny] Gantz als Premierminister vorgeschlagen, da dieser ohne die arabischen Parteien keine Regierung bilden kann."

@isaacrrr7
Translated from Spanish
🚨🇮🇱 BREAKING NEWS: Hundreds of Israelis, from the right and the left, are demonstrating together in Jerusalem to demand a national unity government between Netanyahu and Eisenkot, to prevent Muslim Arab parties from being part of the government.
I'm proud of my people.

"EILMELDUNG: Hunderte Israelis – aus dem rechten wie aus dem linken politischen Spektrum – demonstrieren gemeinsam in Jerusalem. Sie fordern eine Regierung der nationalen Einheit unter Beteiligung von Netanjahu und Eisenkot, um zu verhindern, dass muslimisch-arabische Parteien Teil der Regierung werden. Ich bin stolz auf mein Volk." 😂

@MOSSADil
🚨 ELECTION COMMENTARY 
IS EISENKOT SETTING CONDITIONS THAT MAKE HIS OWN COALITION IMPOSSIBLE?
"WAHLKOMMENTAR
STELLT EISENKOT BEDINGUNGEN, DIE SEINE EIGENE KOALITION UNMÖGLICH MACHEN?"

Ja, gern, Verhandlungen mit den Arabern und Islam-Linken platzen und es gibt eine Große Koalition.

Affaire à suivre ...

Israel. Werden Benjamin Netanyahu und Gadi Eisenkot gemeinsam regieren? 30. Oktober 2026
Israel. Will Benjamin Netanyahu and Gadi Eisenkot govern together?