6. Februar 2026

Begegnungen zwischen Russen und Deutschen

Politische Statements werden nicht aufgenommen, lautet die Vorgabe des Verlags. Dabei ist das Bekenntnis eines Deutschen, auch nur einen einzigen Russen zu kennen, heutzutage bereits ein politisches Statement. Eine Anthologie mit Erzählungen, Gedichten, Berichten und Zeichnungen von 37 deutschen und österreichischen Autoren erst recht.

Herausgeber Alexander von Bismarck kennt sich schon seiner Familie wegen mit der Geschichte aus; er erinnert an die Hunderte von Jahren dauernde wechselseitige Prägung deutscher und russischer Kultur. Da aber beginnt beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) bereits die Propaganda; denn "Spuren führen nach Moskau". Verwiesen wird vom RND auf Correctiv, eine Art Außenstelle des BfV, zum "Geheimtreffen von Potsdam", an dem Alexander von Bismarck teilnahm, und anklagend auf seine Website Berlin 24/7, auf der regelmäßig Inhalte veröffentlicht würden, die pro-russische Narrative unterstützen.

Wie dieser Bericht über das letzte Treffen des Bismarck-Dialogs auf Schloß Döbbelin:

Diplomatie, Verhandlungen und Frieden für Europa statt Konfrontation
Eine Erklärung von Alexander von Bismarck und Michael von der Schulenburg

Es gab einst einen Petersburger Dialog, gegründet 2001 von Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder. Im Jahr 2021, bereits vor dem Beginn des Krieges Rußlands gegen die Ukraine, wurde einseitig seitens Deutschlands der Dialog eingestellt; im ersten Quartal 2023 wurde er aufgelöst. Der Bismarck-Dialog ersetzt den Petersburger Dialog:

Die Ströer-Gruppe ist ihm auf der Spur!

Spur führt nach Moskau. Bismarck-Nachfahre macht pro-russische Propaganda

Wettern gegen die liberale Demokratie. Mosern über den Westen. Stänkern gegen Selenskyj: Alexander von Bismarck agitiert für Russland und Wladimir Putin:

Geheimtreffen in Baku
Deutsche Politiker und Kreml-Vertreter. Beitrag von Markus Pohl und Daniel Schmidthäussler,

DIE ZEIT und RBB-Kontraste haben herausgefunden, daß das Gesprächsformat, wohl im Verborgenen weiterlebt. Und das mit Dr. Ralf StegnerEr heißt in Blogger-Kreisen "Pöbel Ralle", auch "Der Schwätzer". Diesen ihren Freund läßt DIE ZEIT unerwähnt. Warum? KONTRASTE hingegen kriegt sich nicht ein vor Geifern, vor offen demonstriertem Haß auf Rußland, als gäbe es keine Zukunft, keine Zeit nach dem Ukrainekrieg, aber es gibt in Deutschland noch Politiker, die Sinn für Geopolitik und für deutsche Interessen haben!

Auf diesem Hintergrund ist die Anthologie, die bereits am 31. Juli 2003 erschienen und mir bis jetzt entgangen ist, besonders empfehlenswert; denn jeder einzelne, der sich darin äußert, beweist Mut. Man denke nur an den Schweizer Oberst a.D. Jacques Baud, dem von der EU-Kommission angeblicher Rußland-Propaganda wegen willkürlich, ohne juristisches Urteil, seine Existenzgrundlage vernichtet wird. Auch er vertritt "die falschen Narrative".

Bismarck, Alexander von (Hg.): Begegnungen zwischen Russen und Deutschen. *****
Eine Anthologie der Verständigung. Mit 35 Zeichnungen von Sebastian Hennig. 31.7.2023 
159 S., 4 Abb., 35 Zeichn. 280 gr. ISBN 3-95930-272-X. Gb. 18,– €*

Mit Beiträgen von Alexander von Bismarck, Sebastian Hennig, Uwe Steimle, Jens Lammla, Alexander Block, Bernd-Ingo Friedrich, Oda Schaefer, Jürgen Kuhlmann, Georg Steiger, Helmut Bartuschek, Hilko Gerdes, Uwe Lammla, Horst Köhler, Michael Klonovsky, Werner Ulrich, Norbert Zankl, Klaus Ender, Tanja Krienen, Alexander Ulfig, Rolf Schilling, Adorján Kovács, Helmut Roewer, Viola Schühly, Hansjörg Rothe, Uwe Haubenreißer, Franns-Wilfried von Promnitz, Árpád von Nahodyl Neményi, Uwe Nolte, Richard Reschika, Roman Koshmanov (Piligrim), Oliver Guntner, Marc Zoellner, Burkhard Jahn, Maria Vola-Vladykina, Rainer Hackel, Daniil Koshmanov und Jurek Haslhofer.

Inhaltsverzeichnis
(Informationen zu den Autoren verlinkt)

Es gibt Beiträge von vor und nach 1989/90. Alle Autoren berichten aufrichtig, auch mit Kritik wird nicht gespart. Lesenswert ist das Buch, ich gebe ihm fünf Sterne, für diejenigen, die Rußland nur aus dem AgitProp der westlichen, besonders der europäischen Medien kennen. In den USA läuft die Berichterstattung seit Donald Trump differenzierter, besonders von Politikern und Medien der Republikaner. Noch lesenswerter ist das Buch für solche, die schon mit Russen und mit Rußland zu tun hatten, gar im Land gereist sind. 

Mein Schlüsselerlebnis war im Herbst 1965, als ich im eigenen Waggon, Pompons umrahmten die Fenster, mit dem Zug von Teheran über Djolfa,Tiflis, Sotschi, Krasnodar nach Moskau zuckelte. Es war gerade Cholera in Indien, und ohne Impfnachweis kam man nicht rein in die SU. Die Grenzer sprachen Russisch, Armenisch und Persisch, vielleicht noch Türkisch; ich zeigte ihnen meinen Impfpaß in Deutsch, Englisch und Französisch, tippte auf die Malaria-Impfbescheinigung, und hinein ins Land! Sonst hätte ich in Quarantäne gemußt. Allein im Waggon mit einem dienstbaren Geist, kriegte Tee ausm Samowar und jeden Mittag Soljanka. Was ich dann an Zuwendung in Moskau erlebt habe, wunderbar empfangen überall, wohnte im Hotel Berlin Берлин als Einzelperson an einem kleinen Tisch inmitten von Reisegruppen, nicht unter einem Dutzend, und wurde bestaunt, führte Unterhaltungen im Park mit russischen gebrochen Deutsch sprechenden Kriegsveteranen, von denen das Gerücht ging, die würden, wenn sie sterben, nicht beerdigt, sondern mit ihren Medaillen verschrottet, hätte gut in die Anthologie gepaßt, auch die Schlange vorm Lenin-Mausoleum, ohne mich, was die eigens für mich abgestellte Stadtführerin dankbar annahm, dabei wäre ich als Ausländerin bevorzugt eingelassen worden, ach, ja, und die zwei Afghanen, einer der Sohn des Außenministers, die mir auf Persisch-Russisch beim Einkauf im Kaufhaus Gum halfen, weil ich nix Russisch wohl aber Persisch konnte, aber zuerst an der Kasse sagen und bezahlen mußte, was ich haben wollte: ein Viertelpfund Leberwurst usw., und das wunderbar durch drei Nebenstraßen duftende Brot, Geheimtipp! Warum kaufte ich das? Von Moskau nach Berlin gab es im Zug keinen Speisewagen, ich wäre verhungert trotz nicht eßbarem persischem Isfahan-Teppich, den ich im Jutesack zollfrei nach Berlin-Zoo schmuggelte.

20 Jahre nach Kriegsende habe ich nur Gutes bei meinem Aufenthalt in Rußland erlebt, und bei späteren Reisen ebenso. Zwischenlandung von Ulan-Bator nach Moskau in Irkutsk, Anfang der 90er Jahre, der Pilot hatte das Benzin in Dollarscheinen zu bezahlen, wie auch Außenminister Dietrich Genscher zwei Tage vorher. Na, und manches mehr. Спасибо!

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