Le lynchage de Quentin Deranque. Les Furies et l'Humanité
Pour la première fois, le Ministre de l'Intérieur Laurent Nuñez évoque à l'Assemblée la possible dissolution du collectif Némésis qu'il qualifie de "groupuscule identitaire" - Regardez
"Innenminister Laurent Nuñez erklärt, daß das Collectif Nemesis 'eine kleine Gruppe innerhalb der identitären Bewegung ist, die wahrscheinlich einem Auflösungsverfahren unterzogen wird.' Dies ist das erste Mal, daß die Regierung diese Auflösung, die von La France Insoumise gefordert wird, erwähnt."
Die Regierung geht vor gegen die Rachegöttinen des Kollektivs Nemesis, das von dem totgeschlagenen und totgetretenen Quentin Deranque beschützt wurde. Lisette Pollet, eine Abgeordnete des RN, kommt mit unter den Hammer. Über sie hat Mediapart herausgefunden, daß sie einen Rechtsextremen als Assistenten beschäftigt, Vincent Claudin, einen "Bewunderer des Dritten Reiches", der Pro-Hitler- und antisemitische Nazi-Texte veröffentlicht und zur rechtsextremen Gruppierung Lyon populaire gehörte, die gleichzeitig mit der Jungen Garde aufgelöst wurde; zumindest letztere existiert weiter.
Die linken Medien Frankreichs toben vor Begeisterung. Es reicht, Lisette Pollet bei Google einzugeben. Die Abgeordnete trennte sich umgehend von ihm. Ob sie von seinen Aktivitäten wußte, bleibt offen. Auf X veröffentlichte der Assistent unter Pseudonym, schreibt AFP. "Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt für die Abgeordnete", laut L'Indépendant, am 25. Februar 2026, und daß sie ihren Assistenten zunächst verteidigt hätte.
Vincent Claudin hat tatsächlich nichts ausgelassen: "Hitler und Goebbels, 'Leseempfehlung';" er "wünscht die Errichtung eines faschistischen und eugenischen Regimes in Frankreich. Er äußert außerdem häufig haßerfüllte Bemerkungen gegen Juden, Farbige und Homosexuelle."
Wie geht das vor sich, die Anstellung von Assistenten? Was die sonst so tun ist nicht wichtig? Wen schickt der Rassemblement National ins Rennen? Kandidaten, die nicht kümmert, wer bei ihnen Assistent wird? Das überpüft niemand? In der Partei gibt es keine Stelle, die dafür zuständig ist?
Comment fonctionne le recrutement des assistants ? Leurs autres activités ou relations sont-elles sans importance ? Qui le Rassemblement National envoie-t-il en lice ? Des candidats qui se moquent de l’identité et le passé de leur assistant ? Personne ne vérifie cela ? N’y a-t-il aucun service au sein du parti chargé de cette question ?
Hier eine Dokumentation aus Beträgen der kommunistischen Humanité, L'Huma, aus der Mitte der Menschlichkeit. Deren Titelseite sollte man regelmäßig konsultieren. Man bekommt die linke Ideologie anders als bei den meisten bürgerlichen Medien ungefiltert und unverstellt.
Wie in allen linken Medien gibt es grundsätzlich keine Nachrichten, bei denen sich der Journalist um Sachlichkeit bemüht, bevor er seine Meinung kundtut. Überlegungen, nach dem Lynchmord an Quentin Deranque durch die Miliz des "Ungebeugten Frankreich", LFI, zu der Partei auf Distanz zu gehen, sind ein "brauner Traum":
"Der RN ist überzeugt, daß dies der Schlüssel zu ihrem Aufstieg zur Macht ist. ... "Die extreme Rechte und die Regierung träumen offen von einer 'republikanischen Front', die sich gegen die Linke richtet."
Genossen, geht's noch? Die Macronisten können ohne Euch nicht (über)leben! Das wißt Ihr nicht? Schon bei der letzten Wahl wären sie weg vom Fenster gewesen, wenn sie sich nicht Eurer bedient hätten! Gekriegt dafür habt Ihr, das Stimmvieh, nichts, was Euch weitergeholfen hätte.
Euren Judenhaß und Eure Israelfeindschaft kann Emmanuel Macron im Zweifel besser als Ihr.
Leider sind einige Artikel nur Abonennten zugänglich. Einen Eindruck erhält man dennoch, meine ich.
"Diese von L’Humanité ausgewerteten Gespräche geben Aufschluß über die verborgenen Ziele
hinter den regelmäßigen Aktionen der Mitglieder des feministischen Kollektivs Némésis."
© Bastien Ohier / Hans Lucas via AFP
Dans les conversations secrètes entre Némésis et des néonazis
pour agresser des militants de gauche à Lyon. Par Thomas Lemahieu, L'Humanité, 22 février 2026
"In Lyon planten die Feministinnen und andere rechtsextreme Gruppen in internen Gesprächen, die bis in den vergangenen Herbst zurückreichen und die L’Humanité heute enthüllt, ganz beiläufig reale Fallen, um antifaschistische Aktivisten in Hinterhalte zu locken.
An jenem Dienstag, gegen Mittag, plante Nemesis ihre wöchentliche Agitprop-Veranstaltung in Lyon, die wie üblich dazu dienen sollte, die sozialen Medien anzuheizen. Das Datum war der 14. Oktober 2025. In der Vorwoche hatten einige ihrer Aktivistinnen Flugblätter auf dem Carnot-Campus der Katholischen Universität Lyon (UCLy) verteilt und planten, zufrieden mit dem Ergebnis, noch am selben Abend zurückzukehren. Über einen sicheren Kanal beriet sich eine Anführerin der lokalen feministischen Bewegung, die sich als Ornella ausgab, mit ihren Mitstreiterinnen.
Zwischen Witzen und Prahlereien entfaltet sich ein Chatverlauf von 154 Nachrichten, die L’Humanité heute veröffentlichen kann. Er wirft ein grelles Licht auf all das, was die rechtsextremen Lügenmärchen seit dem Tod von Quentin Deranque am 14. Februar zu verschleiern versucht haben:"
Action Française, Nemesis, Neonazi-Parade…
Quentin Deranque, am Scheideweg der extremen Rechten
Action française, Némésis, défilé néonazi… Quentin Deranque, au carrefour des extrêmes droites
"Der junge Mann, der in Lyon unter tragischen Umständen ums Leben kam, war Mitglied bei Action française, Academia Christiana, den Allobroges, Némésis, Audace Lyon… Er hatte auch an der Neonazi-Parade des Komitees vom 9. Mai teilgenommen."
"Nichts Außergewöhnliches, vielleicht auf den ersten Blick, doch dahinter verbirgt sich der Schaden dieser Banalität, die in der routinemäßigen Koproduktion einer Falle durch Nemesis und Neofaschisten gipfelt. Es genügte, jenseits der mehr oder weniger getragenen Kostüme und Masken am Samstag in den Straßen von Lyon die wahren Gesichter derer zu erkennen, die versuchen, dem Land ihre Narrative und vor allem ihre politischen Vorstellungen aufzuzwingen.
'Wir können zu zweit oder zu dritt da auftauchen, wo du sie fangen willst, quasi wie ein Köder'.“
Leider weiß ich nun nicht, wie's weitergeht mit den 154 konspirativen Nachrichten, weil ich die Huma nicht abonniert habe. Ich kann es mir aber vorstellen, weil ich Euch von früher kenne.
Auf sat1GOLD werben sie für die Sendereihe Criminal Minds immer mit dem Spruch, man müßte wie der Täter denken, wenn man ihn zur Strecke bringen wollte. Das hilft mir bei der Lektüre Eurer Beiträge. Am besten kommt man anscheinend zurecht, wenn man selbst einstens Täter war, wie Dennis Stanton, der Juwelendieb, der jetzt als Versicherungsagent arbeitet, in Mord ist ihr Hobby.
„'Blau, Weiß, Rot, Frankreich den Franzosen!':
Das war der Slogan des rechtsextremen Marsches zu Ehren von Quentin Deranque in Lyon."
« Bleu blanc rouge, la France aux Français ! » :
au cœur de la marche d’extrême droite en hommage à Quentin Deranque à Lyon
Par Bruno Rieth, L'Humanité, 21 février 2026
Un homme, grand sourire, apostrophe les sympathisants d’ultra-droite, leur parle en arabe. Sous les cris de « retourne en Algérie ! », il évite de peu de se faire lyncher, d’abord par l’intervention du SO puis par celle de la police.
"Ein Mann mit breitem Lächeln spricht die Sympathisanten der extremen Rechten auf Arabisch an. Unter Rufen „Geht zurück nach Algerien!“ entgeht er nur knapp einem Lynchmord, zunächst durch das Eingreifen der Sicherheitskräfte und dann durch die Polizei."
Da wäret Ihr ja beinahe selbst gelyncht worden! Wie entsetzlich! 😡
Das ungebeugte Frankreich kämpft gegen den Faschismus. 24. Februar 2026

