"Philippe Gélies Leitartikel: 'Donald Trump und der neue Iran'“
L’éditorial de Philippe Gélie : «Donald Trump et le nouvel Iran». Par Philippe Gélie
L’éditorial de Philippe Gélie : «Donald Trump et le nouvel Iran». Par Philippe Gélie
Schon heute morgen, bevor ich den Leitartikel in der Brasserie bei Café und Croissant las, hatte ich auf der Internet-Seite des Figaro genug gelesen. Ich habe zum n-ten Mal das Foto des Stellvertretenden Direktionsdirektors betrachtet, und ich wüßte immer noch gern, ob ihm durch die zwei kleinen Punkte an seiner Stirn, links, wie in eine Buchse seine inzwischen nur noch als Lügen zu bezeichnenden Texte eingegeben werden. Als ob das nicht genug wäre, macht Le Figaro sogar auf mit den Bezichtigungen:
Le peuple iranien, grand perdant de la guerre de Trump
Le Figaro papier, 25 juin 2026
Auf den Seiten 2 und 3 geht es dann rund mit dem Kahlschlag. Dazu bedient sich die Redaktion der in Istanbul lebenden Korrespondentin Delphine Minoui. Zehn Jahre hat die Franco-Iranerin als Journalistin im Iran gearbeitet, von 1997 bis 2007, unter der Diktatur des Ayatollahs Ali Khamenei. Trump-Hasser Adrien Jaulmes setzt nach:
"Gegner des Krieges, Vizepräsident JD Vance – widerwilliger Verhandlungsführer für den Frieden mit dem Iran"
Opposé à la guerre, JD Vance, négociateur malgré lui de la paix avec l’Iran. Par Adrien Jaulmes, correspondant à Washington, Le Figaro.,25 juin 2026, 11h
Wer das Kriegsgeschehen seit Juni 2025 verfolgt - auf meinem Blog gibt es dazu mehrere Artikel, zu finden unter Iran 2025 und Iran 2026, der traut seinen Augen nicht und fragt, was den Figaro aus dem Hause Dassault Aviation veranlassen könnte, so schamlos zu lügen. Bezeichnenderweise gibt es keinen aktuellen Beitrag von Georges Malbrunot.
Alles, aber alles wird verdreht und böswillig verfälscht dargestellt.
Weil es hier krachheiß ist, z.Zt. 33°C, und ich es nicht bringe, Behauptungen der drei Figaro-Journalisten konsequent und im einzelnen zu kritisieren, begnüge ich mich mit einem Kommentar zu Philippe Gélies Leitartikel; darin ist alles gesagt:
Saruman the White, le 25/06/2026 à 06:11
Dans les faits, rien de ce que dit Gélie est vrai. De Un, non les GCC ne se détournent pas de la puissance américaine, bien au contraire. Pour rappel, c'est avec la France que les Émirats ont coupé les ponts sur le volet militaire. Les autres restent de fidèles alliés des USA. De deux, les Mollahs ne sont absolument pas renforcés puisque ce sont les laïcs qui négocient avec les Américains. Gélie le sait, mais entretient volontairement la confusion. De trois, le fameux péage soi-disant conclu avec Oman est de la pure foutaise qui n'aboutira pas. Pendant ce temps, les GCC développent des infrastructures pour s'affranchir de passer par le fameux détroit. Une belle démonstration de la "puissance régionale" iranienne, en effet. Enfin, Trump n'est pas fatigué de se battre, il est simplement fidèle à son engagement de ne pas se lancer dans des guerres sans fin comme ses prédécesseurs. Je peux comprendre qu'un dirigeant qui fait ce qu'il dit a de quoi surprendre un Européen."In Wirklichkeit trifft nichts von dem zu, was Gélie sagt.
- Zum einen wenden sich die GCC-Staaten nicht von der amerikanischen Macht ab – ganz im Gegenteil. Es lohnt sich, daran zu erinnern, daß die VAE ihre militärischen Beziehungen ausgerechnet zu Frankreich gekappt haben; die anderen bleiben treue Verbündete der USA.
- Zweitens sind die Mullahs keineswegs gestärkt worden, da es die Säkularisten sind, die mit den Amerikanern verhandeln. Gélie weiß das, schürt aber bewußt Verwirrung.
- Drittens ist die viel diskutierte Mautvereinbarung, die angeblich mit Oman geschlossen wurde, völliger Unsinn, der zu nichts führen wird. Unterdessen bauen die GCC-Staaten eine Infrastruktur auf, um die Durchfahrt durch die berühmte Meerenge zu vermeiden. Wahrlich eine eindrucksvolle Demonstration iranischer 'Regionalmacht'.
- Schließlich ist Trump nicht kampfmüde; er bleibt lediglich seinem Versprechen treu, sich nicht – wie seine Vorgänger – auf endlose Kriege einzulassen. Ich kann verstehen, daß es für einen Europäer überraschend sein mag, einen Staatschef zu erleben, der seinen Worten auch Taten folgen läßt."
Nun ein Artikel, aus dem zu ersehen ist, was wirklich ansteht, wo Probleme und Streitpunkte liegen. Bitte den ganzen Text lesen. So informieren Journalisten, die keine vor Neid und Mißgunst fast platzenden Trump-Hasser sind. Autor ist der aserbaidschanisch-amerikanische Journalist Alex Raufoglu, RFE/RL-Korrespondent in Washington und somit Kollege des Adrien Jaulmes.
begrüßt US-Außenminister Marco Rubio bei seiner Ankunft in Bahrain am 24. Juni."
"Rubio kündigt neue technische Gespräche mit dem Iran an
und will Golf-Verbündete hinsichtlich der Sicherheit beruhigen."
Rubio Announces New Iran Technical Talks, Seeks To Reassure Gulf Allies On Security
By Alex Raufoglu, RFE/RL, June 24, 2026
"MANAMA – US-Außenminister Marco Rubio kündigte an, daß Ende Juni in der Schweiz eine neue Runde technischer Gespräche zwischen den USA und dem Iran aufgenommen wird; er äußerte sich dazu zum Abschluss des zweiten Tages einer für die Region entscheidenden Reise, mit der Bedenken hinsichtlich des vorläufigen Abkommens zwischen Washington und Teheran ausgeräumt werden sollen. ...
Rückversicherung der Verbündeten am Golf
Rubios Reise durch die Golfregion – die ihn in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Kuwait und nun nach Bahrain führte – konzentrierte sich maßgeblich darauf, arabischen Verbündeten, die dem Abkommen nach wie vor skeptisch gegenüberstehen, Sicherheit zu vermitteln – insbesondere angesichts der direkten iranischen Raketen- und Drohnenangriffe, denen sie während des viermonatigen Konflikts ausgesetzt waren. ...
Er betonte, daß die militärischen Verpflichtungen der USA am Golf greifbar und nicht bloß theoretischer Natur seien. 'Die Sicherheitszusagen sind real,' sagte er. 'Es sind keine bloßen Versprechen; sie sind faktisch.' ...
Straße von Hormus: Keine Gebühren, keine Kompromisse
Eine der schärfsten Äußerungen Rubios bezog sich auf den vom Iran gemeldeten Vorschlag für einen neuen 'Mechanismus' am Golf, der Transitgebühren für die Schiffahrt durch die Straße von Hormus vorsehen könnte.
Rubio lehnte diesen Gedanken kategorisch ab. 'Mir ist kein Land auf der Welt bekannt, das Maut oder Gebühren für die Nutzung von Meerengen befürwortet,' sagte er. 'Die ganze Welt wird sich dagegen aussprechen.' ...
Rubio drängte den Iran zudem, Atominspektoren 'so bald wie möglich' wieder ins Land zu lassen; er betonte, daß Inspektionen eine zentrale Verpflichtung im Rahmen des Abkommens darstellten.
'Das muss geschehen. Es ist eine Verpflichtung, die sie eingegangen sind und die sie einhalten müssen.'
Dennoch bleiben wesentliche Bedenken bestehen.
Das vorläufige Memorandum geht weder direkt auf die Fähigkeiten des Iran im Bereich ballistischer Raketen und Drohnen ein – ein zentrales Anliegen der Hauptstädte am Golf – noch auf den Verbleib von Teherans Beständen an bis zu 60 Prozent angereichertem Uran, das damit knapp unterhalb des waffenfähigen Grades liegt. ....
Als Rubio in Bahrain eintraf und sich auf weitergehende Konsultationen mit den Staats- und Regierungschefs des Golf-Kooperationsrats vorbereitete, blieb die Herausforderung, den Drang von US-Präsident Donald Trump nach Diplomatie mit der tiefen regionalen Skepsis darüber in Einklang zu bringen, ob Teheran vertrauenswürdig ist, und ob ein Abkommen wirklich Bestand haben kann."
Am 29. oder 30. Juni 2026 werden die Verhandlungen der technischen Gruppe weitergehen, إن شاء الله


