18. Mai 2026

Frankreich versinkt in Neid, Haß und Mißgunst gegen Donald Trump

La France sombre dans l'envie, la haine et le ressentiment envers Donald Trump.

 In der Residenz Zhongnanhai des Staatspräsidenten Xi Jinping

"Xi demonstriert seine Stärke, hält Trumps Amerika in Schach und fördert Stabilität."
Affichant sa force, Xi tient en respect l’Amérique de Trump et promeut la stabilité
Par Sébastien Falletti, correspondant en Asie, Le Figaro, 16 mai 2026

Überschrift und Foto geben die Richtung vor, in der Sébastien Falletti argumentieren wird: Es geht nicht um die Beziehung Chinas zu den USA, sondern um zwei Personen, von denen die eine der anderen zeigt, wo der Hammer hängt. Das dazu passende Foto zeigt einen müde vor sich hindösenden Donald Trump neben einem ernst und sehr wach dreinblickenden Xi Jinping. Da ich vom Korrespondenten zahlreiche Sachberichte aus Asien kenne, behaupte ich, daß die Figaro-Redaktion ihm entsprechende Vorgaben gemacht hat. Um wem zu schmeicheln oder zu dienen?

Update, vom 27. Mai 2026 im Text 😍
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Franz Grillparzer  

Los geht's: Das gezeigte Einvernehmen der beiden Staatschefs ist une bonne entente de façade, "ein oberflächlich gutes Verständnis", zwischen den beiden ersten Weltmächten, mehr nicht. Vom Tiananmen-Platz bis zum Himmelsaltar entfaltet China eine einzige "imperiale Pracht" für den "New Yorker Immobilienmakler", der von einem "historischen Besuch" spricht, den Staatspräsidenten Chinas einen "großen Führer", einen "Freund" nennt, und den Anbruch eines "G2" verkündet, während sein Gastgeber an "konstruktiver strategischer Stabilität" interessiert ist. Aber die Leser wissen jetzt schon, daß daraus nichts werden kann bei dem Klassenunterschied zwischen den beiden.

"Trumps Besuch in Peking: 
Glauben Sie, daß sich das Machtgleichgewicht zugunsten Chinas verschiebt?"
Visite de Trump à Pékin : pensez-vous que le rapport de force tourne à l'avantage de la Chine ?
Par Le Figaro, 14 mai 2026 OUI 81%, NON 19%, votants 108 721 - 93 commentaires

Figaroo, le 15/05/2026 à 00:57
Avec une presse française 100% anti-Donald, l’avis des Français sur cette question n’a strictement aucun intérêt. "Da die französische Presse zu 100 % gegen Donald Trump eingestellt ist, ist die Meinung der Franzosen zu diesem Thema völlig irrelevant."

Hu Yaobang (20. November 1915 - 15. April 1989)

Ich versichere, daß nicht ich das so kommentiert habe, obgleich ich ohne Häme gegen die USA und gegen Donald Trump ebenfalls der Meinung bin. Vor mehr als 45 Jahren hat meine Zusammenarbeit mit Chinesen aus ASEAN-Staaten  begonnen, im April 1989 setze ich zum ersten Mal meinen Fuß auf den Tiananmen-Platz, wo ein riesiges Plakat mit dem Konterfei des am 15. April 1989 verstorbenen Hu Yaobang errichtet ist, des bei der Jugend Chinas sehr beliebten Generalsekretärs der PCC, bis 1987. Gruppen von jungen Leuten stehen darum herum. Schnell werde ich von meinen Partnern weggezerrt. Von da an habe ich beruflich mehr als ein Dutzend Jahre Gelegenheit die Fähigkeiten und die Bestrebungen der Chinesen zu bewundern, deren Einsatz für sich, ihre Familie und ihre Nation.

Aber weiter mit Sébastien Falletti und der Bestellung von nur 200 Boeing, einer viel niedrigeren Zahl, als erwartet. Boeing ist enttäuscht, der Aktienkurs fällt an der Wall Street um 4,73%, weiß Boursorama. Es geht um die fortgeschrittensten Chips der Welt und andere AI-Themen wie die Militarisierung von und mittels AI, wozu Nvidias Jensen Huang in Anchorage in die Air Force One zusteigt, und um Elon Musk und sein SpaceX. 

Which CEOs were on Air Force One during Trump's visit to China? By Mustufa Khan,

"Musk, Cook, Huang, Larry Fink sowie die Chefs von Unternehmen wie Boeing, Goldman Sachs, Blackstone und Citigroup sind alle in der Delegation vertreten."

Seitens der USA gibt's Soja und Erdöl, das freut die Wähler des Donald Trump, im Mittleren Westen. Themen sind die Öffnung der Straße von Hormuz und den Iran an der Entwicklung einer Atombombe zu hindern. Xi Jinping hilft gern, will auch dem Iran keine Waffen liefern, aber selbst mit den Revolutionsgarden verhandeln und den Iran "wieder flottmachen". 

Why Iran’s choice of Beijing envoy signals an ‘unprecedented’ commitment

"Teheran hat laut einem Bericht der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vom Sonntag den Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf zum Sondergesandten für die Beziehungen Irans zu China ernannt. Seine Ernennung wurde nur wenige Tage nach dem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Peking bekannt; dort war der Krieg gegen den Iran ein zentrales Thema."

Zurück zum Figaro: Da der chinesische Staatspräsident "besessen" ist von Taiwan, ist die Bedingung für seine Hilfe, daß die USA nicht mehr die Unabhängigkeitsbestrebungen Taiwans unterstützen. Den Regierungschef Taiwans Lai Ching‑te fürchte Xi Jinping als trublion, als Scharfmacher. 

Auf dessen Website findet man, daß die Einschätzung zutrifft und noch untertrieben ist; dort steht, wie er seit seinem Amtsantritt, am 20. Mai 2024, alle und jeden, der nicht 100% an der Seite des Donald Trump steht, für seine Zwecke mißbraucht, was bei der Bestimmtheit, mit der Peking Taiwan einfordert, immer einen weiteren Schritt zum Krieg bedeutet. Ab 27. Mai 2024, nach dem Ende der Feierlichkeiten zu seinem Amtsantritt, geht's damit richtig los; die EU macht gern mit, die US-Demokraten, die RINOs und ihre Rüstungsindustrie jubeln, und vielleicht fällt ja auch was ab für Dassault Aviation?

"Die tatsächlichen Abmachungen werden wahrscheinlich später bekannt werden," sagt Laurent Malvezin, seit 2025 Mitarbeiter des Institut Thomas More; er ist ehemaliger Student, 1990 bis 1993, der Universität Peking, hat ein Pariser Diplom in Chinesisch und war Analyst und Berater der französischen Armee. In dem Institut geht es auch um Themen wie "Frankreich zerrissen zwischen Amerikanisierung und Islamisierung", écartelée, gevierteilt. Bei dem Thema sollte das Institut bleiben.

Aber es ist noch nicht zu Ende, es geht auch nicht vielleicht zu Ende; denn auf Godot wartet hier niemand, sondern alle wissen Bescheid, und bestraft werden sie gewiß, wenn sie's nicht schon sind.

Forscherin Yun Sun, vom Stimson Center berichtet von hinter den Kulissen, wo eine "spürbare Spannung" herrsche, une tension palpable. "'Kernpunkt der Verhandlungen ist die Militarisierung der KI'." « L'enjeu clé de la négotiation est la militarisation de l'AI », weiß Chef-Ökonomin Alicia Garcia Herrero, von Natexis. Wer hätte das geahnt?! Man sollte umgehend Benjamin Netanyahu informieren!

Announcement, May 19 − 20, 2026. On May 19–20, Vladimir Putin will make an official visit to China

Following the talks, the leaders will sign a joint statement along with a number of bilateral intergovernmental, interdepartmental, and other agreements.

Nach weiteren Gemeinplätzen über Waffenlieferungen an Taiwan, "Wir bestätigen immer klar unseren Standpunkt", wird Marco Rubio zitiert, Warnungen des Donald Trump, auf dem Rückflug, vor Taiwans Unabhängigkeitsbesstrebungen, nach der Mitteilung über den Staatsbesuch des Wladimir Putin beim "alten Freund", « vieil ami » Xi Jinping, vom 19 bis 20. Mai 2026, der Bestätigung der Verankerung Chinas in der front anti-occicental, grüßt Sébastien Falletti zum Schluß den Maître de Mar-a-Lago.

"Das Weiße Haus warnt Taiwan vor jedweder Unabhängigkeitserklärung."
La Maison-Blanche met en garde Taïwan contre toute proclamation d’indépendance. 

Von der AFP gibt's noch einen Nachschlag mit nix Neuem, hier ist die Position des Marco Rubio 
« inchangée à ce jour », "bis heute unverändert", und man weiß wieder nicht, wie die ist, nach der Mitteilung, daß Taiwan immer brav in strategische Unternehmen der USA investiere und seinen Verteidigungshaushalt vergrößert habe, Waffenlieferungen der USA von 11 und von 14 Milliarden Dollar anstehen, zumindest letztere aber verschoben würden, nach der Mitteilung, daß Donald Trump und Xi Jinping unterschiedliche Prioritäten hätten, was bis dato völlig unbekannt ist, erfährt man, daß trotz der auf dem Staatsbesuch angekündigten Unterstützung Chinas für die USA, das kein Hindernis für China bedeute, sich Taiwans gewaltsam zu bemächtigen. Diese Neuigkeit kommt vom Post-Doktoranden Alexandre Gandil, von der Universität Bordeaux Montaigne. Wer hätte es gewußt?

Update, vom 27. Mai 2026

"1 große Sache: Ich wüßte gern, wie es mit den Waffen aussieht."
1 big thing: Wondering about weapons. By Colin Demarest, Axios Future of Defense, May 27, 2026

"Ein von US-Abgeordneten bereits genehmigtes Waffenpaket im Wert von 14 Milliarden Dollar für Taiwan steckt im Fegefeuer von Trump 2.0. Die Verantwortlichen hier kommen angesichts der Umstände ins Schwitzen."

2026 NDS
RESTORING PEACE THROUGH STRENGT
FOR A NEW GOLDEN AGE OF AMERICAH

Nach der Lektüre der 2026 NDS des Department of War dürfte die Antwort nicht schwer fallen: Donald Trump ist wie die Oppositionspartei Kuomintang (KMT) im Gegensatz zur Regierung Taiwans nicht der Ansicht, daß noch mehr Waffen für Taiwan dem Frieden in der Region dienen. Die japanischen und philippinischen Freunde der Separatisten fühlen sich ebenfalls von China bedroht? Das entbehrt auf dem Hintergrund der japanisch-chinesischen Geschichte nicht der Komik. 7. Juli 1937?

Und nun muß Frankreich, dem eh kaum noch einer zuhört, auch noch seinen Senf dazugeben. 😡

Wie man's auch anders angehen kann: 60 Artikel von der nicht als übermäßig Trump-freundlich bekannten South China Morning Post (SCMP), Hongkong:

60 articles, from February 13th to May 16th, 2026

Hat man sich vom AgitProp des Figaro ein wenig erholt durch die Lektüre von La grande mise au point, "Die große Klarstellung", eines sehr informativen ganzseitigen Artikels über "die Wichtigkeit des Besuchs", mit Zahlen und Fakten von Régis Le Sommier, im Journal du Dimanche (JDD), vom 16./17. Mai 2026 - kein Immobilienmakler, kein Milliardär, trifft es einen am Montag, den 18. Mai 2026, um so härter. Dagegen sind alle Figaro-Artikel, die in den letzten Jahren über Donald Trump veröffentlicht wurden, seit er vor gut zehn Jahren als Präsidentschaftskandidat auftritt, preisverdächtige Tatsachenberichte. 

Auf dem Titel und den Seiten 2 und 3 findet eine nie vorher im Figaro gefundene Schlammschlacht statt - ich lese das Blatt schon, da kostet es noch 1,20€, wenn nicht noch länger. Auf den drei Seiten wird alles, wirklich alles als Waffe verwendet, was sich findet; es wird gereimt und geleimt, was gegen den Feind geschossen werden kann. La Une und l'Éditorial, und dann geht's los.

Wie der Trump-Clan üble Geschäftemacherei ins Zentrum der Macht stellte

"Leitartikel von Philippe Gélie: „Die lukrativen Geschäfte von Präsident Trump“
L’éditorial de Philippe Gélie : « Les bonnes affaires du président Trump »
Par Philippe Gélie, Le Figaro, 17 mai 2026

Obby, le 18/05/2026 à 06:15
Un aigri de plus qui se prend pour un éditorialiste. Il peut se dire directeur de tout ce qu’il veut, il n'en est pas pour autant détenteur de la vérité. "Nur ein weiterer verbitterter Mensch, der sich für einen Leitartikler hält. Er kann sich Direktor nennen von allem, was er will, aber das macht ihn noch lange nicht zum Besitzer der Wahrheit." [Der Kommentar ist von der Redaktion entfernt worden.]

"Wie der Trump-Clan die Macht nutzt, um sich selbst zu bereichern"
Comment le clan Trump profite du pouvoir pour s’enrichir. Par Adrien Jaulmes, 

"HINTERGRUND - Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat der Milliardär seine Präsidentschaft in ein lukratives Geschäft verwandelt und profitiert dabei vom Schweigen des Kongresses und der Schwächung der Behörden, die mit der Bekämpfung der Korruption beauftragt sind."

Die FSB-Reform, le 18/05/2026 à 12:44
"Ich frage mich, ob Le Figaro uns nicht als Sommerspiel tägliche Quizze über die Familie Trump anbieten könnte. Die Multiple-Choice-Fragen würden dann darauf abzielen, die Summen der von ihm veruntreuten Gelder, die Anzahl seiner Aufenthalte auf Epsteins Insel oder die ihm drohende Haftstrafe zu ermitteln. Vielleicht würden seine ewigen Betrogenen, die seinen Fanclub bilden, dann endlich aufhören, sich über die Kosten [Zeitung 4€/Tag] zu beschweren und ihr Abo [17,99€/Monat] kündigen."

Und dann setzt's noch einen Hieb gegen das scheinheilige bigotte Pack der Trumpisten:

Die Menschenmenge umringt das Washington Monument. Seth Herald / REUTERS

"In Washington organisieren Trump und religiöse Konservative ein 'Gebetsfestival'.“
À Washington, Trump et les religieux conservateurs organisent un « festival de prières »
Par Mayeul Aldebert, correspondant à Washington, Le Figaro, 17/18 mai 2026

MAJAX, le 18/05/2026 à  6:51
"LJD Vance und Marco Rubio nehmen an einer christlichen Gebetsversammlung in Washington teil. Sofort findet die französische Presse – darunter auch Le Figaro – den passenden Ton: höfliche Ironie, eine hochgezogene Augenbraue, jenes wissende Lächeln, das den Lesern von Paris aus signalisiert, daß sie ein Amerika beobachten, das entschieden zu fromm ist, um ernst genommen zu werden. 
Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten betet öffentlich? Amüsant. Verlegen wir die Szene woanders hin. In New York, in London, manchmal auch in Paris, füllen Tausende muslimischer Gläubiger eine Straße, rollen ihre Gebetsteppiche aus und verwandeln den öffentlichen Raum in einen Ort der Anbetung unter freiem Himmel. Wie viele ironische Kolumnen? Wie viele redaktionelle Kommentare zu dieser 'Rückkehr der Religion'? Keine. Stattdessen Zurückhaltung. Dieser plötzlich ernste, kontextbezogene Ton, der auf Sensibilitäten achtet, jedes Wort abwägt, um niemanden zu beleidigen. Die Asymmetrie ist nicht länger subtil; sie ist zur Norm geworden. Ein praktizierender Christ wird wie ein Verdächtiger behandelt, dem vorgeworfen wird, einen Aktivisten der Identitätsbewegung unter seinem Gebetbuch zu verstecken. Ein praktizierender Muslim erfährt eine redaktionelle Behandlung, die kein Priester auf dem Land fordern würde. Zwei Glaubensrichtungen, zwei Maßstäbe, zwei Sprachen."

Frankreichs Elite, hier repräsentiert durch Le Figaro, versinkt in Neid, Haß und Mißgunst gegen Donald Trump. An den Kommentaren zu den Artikeln sieht man aber, daß es auch einige wenige andere Ansichten gibt, vor allem beim Vergleich der USA mit Frankreich.

"Die Europäische Union, ein gigantischer, ohnmächtiger Glaspalast, hat Machtinitiativen erstickt."
L’Union européenne, gigantesque palais de verre impotent, a cassé les initiatives de puissance

Liveticker Iran-Krieg, RT DE, 18. Mai 21:38 Uhr
Trump kündigt Verschiebung des geplanten Angriffs auf Iran an

@realDonaldTrump
..... Es wird ein Abkommen erzielt, das für die Vereinigten Staaten von Amerika sowie alle Länder im Nahen Osten und darüber hinaus sehr akzeptabel sein wird. Dieses Abkommen wird – und das ist entscheidend – Folgendes beinhalten: KEINE ATOMWAFFEN FÜR DEN IRAN! .....
Thank you for your attention to this matter! President DONALD J. TRUMP

Trump mit dem Rücken zur Wand Xi. 14. Mai 2026
Staatsbesuch des Immobilienmaklers beim Gebieter Pekings. 15. Mai 2026