In Deutschland beginnt die Karnevalszeit am 11.11. um 11 Uhr 11, und sie endet am Aschermittwoch. Einer der weniger glaubhaften aber bösen Mythen zur Zahl 11 besagt, sie beziehe sich auf die Französische Revolution und ihren Wahlspruch „Egalité, Liberté, Fraternité“, ELF. Im 19. Jahrhundert machen sich rheinische Karnevalsvereine über die Französische Revolution lustig und bilden Elferräte. Auch mit den Karnevalsuniformen werden die Franzosen verspottet. Am Aschermittwoch beginnt die sechswöchige Fastenzeit: carne vale = Leb wohl, Fleisch!
Update, vom 8. Mai 2026
Polen gegen pro-russische Gefühle und gegen die Vormachtstellung Deutschlands in der EU
Wie jedes Jahr ist heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich der Beginn der Fünften Jahreszeit. Sie wird zum zweiten Mal von Franz Holland eröffnet, dieses Jahr unter Protestrufen seiner Landsleute. "Holland, tritt ab!" ist einer der Schlachtrufe.
Frankreich käme nicht gut weg, dessen Bürger ja der Legende nach mehrheitlich Widerstand leisteten.
Noch nie hat es zur Feier der Siege über Deutschland, am 11. November und am 8. Mai, eine Veranstaltung gegeben, die sich zu einer Grabrede auf Frankreich entwickelt hat. Daran kann auch die Nationalhymne nichts mehr ändern, sie erklingt wie zum letzten Mal. Der schaurig dumpfe Chant des partisans, gleich danach angestimmt, nimmt ihr die etwa aufkeimende mobilisierende Kraft. Stattdessen: "Freund, wenn du fällst, tritt ein Freund an deiner Stelle aus dem Schatten!"
In Frankreich beginnt die Karnevalszeit ebenfalls jedes Jahr am 11.11., am Nationalfeiertag des Waffenstillstands von Compiegne 1918. "Um 11.00 Uhr gaben Trompetensignale an den Fronten das Ende der Kampfhandlungen bekannt, unmittelbar darauf schwiegen die Waffen." Der Karneval endet aber erst am 8. Mai, da feiern die Franzosen jedes Jahr die Kapitulation Deutschlands. Es folgt kein Fasten, sondern die Bürger nutzen den freien Tag zum Kurzurlaub, vor allem, wenn wie in diesem Jahr der 8. Mai ein Freitag ist. Es gibt ein verlängertes Wochenende, und mein Hallenbad ist geschlossen.
Mit der Erinnerung an die Verbrechen Deutschlands und des Nationalsozialismus verblaßt die Kollaboration der Bürger Frankreichs, ihrer Regierung und Verwaltung. Sie wird auf die Vichy-Regierung reduziert. Maréchal, nous-voilà, "wir sind bereit", singen aber Tausende von begeisterten Franzosen. Das vergessen zu machen, kann Deutschland nicht genug vorgeführt werden, und eine Erinnerung an diejenigen Franzosen, die Juden geholfen haben, darf in keinem Gedenken fehlen.
Seit 2002 verfolge ich die Gedenkveranstaltungen, anfangs nehme ich an einigen teil, und es gibt einige Berichte; die von 2002 bis 2010 sind im Orkus meiner alten Website verschwunden. Auf meinem Blog geht es mit dem Gedenken los ab 11.11.11:11 2011.
Am 11. November 2011 staune ich, daß auch dieser Gedenktag der Judenvernichtung gewidmet ist. Unsere Juden, die aus dem Lager Rivesaltes, acht Kilometer von Perpignan, sie stehen heute ganz oben, ihrer wird einmal mehr von Zakhor Pour La Mémoire gedacht. Das Camp de Rivesaltes bezeichnet Serge Klarsfeld als "Drancy der unbesetzten Zone"; sie wird erst 1942, am 11.11. (sic), von deutschen Truppen besetzt.
Der Generalsekretär der Polizei des Vichy-Regimes René Bousquet sicherte die Festnahme von 10 000 Juden in der unbesetzten und von 20 000 in der besetzten Zone zu. "Vom 4. September 1942 an erfüllte das Lager Rivesaltes im Süden Frankreichs eine ähnliche Funktion wie Drancy in der besetzten Zone: all jene Juden, die im Süden verhaftet oder in anderen Lagern eingesperrt worden waren, wurden nach Rivesaltes geschickt, und von dort weiter nach Drancy und schließlich nach Auschwitz."
"Frankreich der Lager: Internierung (1938-1946)"
Denis Peschanski : La France des camps: L'internement (1938-1946)
Schon mit dem Dekret vom 12. November 1938 [!] über die administrative Internierung 'unerwünschter Ausländer' wurde in Frankreich die Politik der Internierung etabliert, die sich gegen alle Personen richtete, die als 'potenzielle Gefahr' für Frankreich galten, allen voran gegen Juden. Diese Informationen sind auf der Website der Gedenkstätte des Lagers Rivesaltes verfügbar.
Das Karnevalsjahr 2012 gegen Deutschland, gleichzeitig Jahr der Präsidentschaftswahlen, beginnt mit Selbstbeweihräucherung. Da wird dem 94-jährigen Lügenbaron Stéphane Hessel, grand résistant, co-rédacteur de la Déclaration universelle des droits de l’homme de 1948 et ambassadeur de France, dem angeblichen Widerstandskämpfer, dem angeblichen Mitverfasser der Erklärung der Menschenrechte, und Botschafter Frankreichs, dem Verfasser des Bestsellers Indignez-vous ! Empört Euch!, übersetzt in 30 Sprachen, ein Kulturpreis überreicht."
Der Antisemitismus in Frankreich: ein Krebsgeschwür
Peter Sloterdijk fordert gemeinsam mit Edgar Morin, Michel Rocard und Richard von Weizsäcker gar den Friedensnobelpreis für Stéphane Hessel.
Der Abgeordnete des Europaparlaments Daniel Cohn-Bendit, hält die Lobrede auf Stéphane Hessel.
Dabei macht sich Daniel Cohn-Bendit über Deutschland lustig: "Deutscher zu sein, ist heute ziemlich à la mode. Unsere Gesellschaft hat Deutschland noch nie so sehr geliebt." Großes Gelächter der Gäste, in der ersten Reihe die in Norwegen gebürtige Eva Joly, Präsidentschaftskandidatin der Grünen/Ökolos. Vor den Nachkommen der Kollaborateure ist gut spaßen!
Im März 2012 findet man Beate Klarsfeld im Einsatz. Die Familie Klsrsfeld kommt aber zum Glück für den Ruf Frankreichs im Laufe der folgenden Jahre zu differenzierteren Erkenntnissen. Danke dafür!
Les Trois Glorieuses, die Glorreichen Drei. Dreimal im Jahr veranstaltet die Regierung Frankreichs große Feiern, am 14. Juli, am 11. November und am 8. Mai, aufgezählt in der Reihenfolge der Ereignisse, 1789, 1918, 1945.
Nach der Zweiten nun zur Dritten Glorieuse, der dritten Ruhmreichen. Auch hier ist die Übersetzung angebracht. 2 400 000 Ergebnisse bringt die Suche nach der commémoration 8 mai 2012. Am 8. Mai, dem Tag der Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, steht ganz Frankreich kopf. Google-Bilder gibt's 4 590 000. So ein Tag, so wunderschön wie der 8. Mai, so ein Tag, der dürfte nie vergeh'n.
Am 8. Mai 2012 nehmen der scheidende Präsident Nicolas Sarkozy und sein zwei Tage zuvor gewählter Nachfolger François Hollande gemeinsam an den Gedenkfeierlichkeiten zum 67. Jahrestag des 8. Mai 1945 auf dem Place de l'Étoile teil.
Der Verlag Gallimard ist eine Schrapnell gegen Adolf Hitler und die deutschen Nazis. Es vergeht inzwischen kaum ein Monat, in dem nicht ein weiteres Buch im Kampf gegen das Dritte Reich erscheint. Die Frequenz wird nur noch von Prof. Dr. Guido Knopp und seinen Nazi-Anekdoten auf ZDFinfo überboten. Zuletzt habe ich im Artikel Nationalsozialismus. Neue Historiker bei der Arbeit den kämpferischen Einsatz des Verlages gewürdigt. Für die klingelnden Kassen sind dort von Pierre Drieu de la Rochelle bis Sarah Cohen-Scali alle zu finden, die im Panthéon der versifften Intellektuellen Frankreichs Platz haben.
"Er praktizierte den Faschismus wie einen Sport, wie Alkohol, wie eine Art Wundermittel gegen seine inneren Widersprüche. Er wünschte sich den Triumph des Totalitarismus nur, weil er sich innerlich zerrissen fühlte. Nach der Niederlage von 1940 schloss er sich bekanntlich der deutsch-französischen Kollaboration an, doch weniger bekannt ist die Enttäuschung und der Ekel, die Hitler, Pétains Politik und seine eigene Rolle bald in ihm auslösten."
Der Verlag Gallimard, dessen Gründer Gaston Gallimard zur Zeit der deutschen Besatzung zum Wohle des Verlagsgeschäfts, dem Zeitgeist und der politischen Lage angepaßt, mittels Kompromissen gegenüber der Vichy-Regierung mit den deutschen und französischen Nazis kollaboriert, Vichy und deutsche Besatzung bestens überlebt, was der Verlag heuer unter "Patriotismus" verbucht, wird nicht müde, immer neue Bücher auf den Markt zu werfen, in denen der Kampf gegen Hitlerdeutschland und seine Nazi-Bevölkerung im nachhinein unerbittlich und oft mit Lügen geführt wird. Jonathan Littell und Sarah Cohen-Scali sind zwei Beispiele dafür. Einzelheiten liest man im Artikel Lebensborn. Im Zeugungshaus der Sarah Cohen-Scali.
Das Buch "Grand-père n'était pas un Nazi". National-socialisme et Shoah dans la mémoire familiale erscheint in der Collection NRF Essais. In die renommierte Literaturzeitschrift Nouvelle Revue française (NRF) stellt Gaston Gallimard zur Zeit der Besatzung den Faschisten und Antisemiten Pierre Drieu de la Rochelle (1893 - 1945), den talentierten Schriftsteller, als Leiter ein. Heute ist Pierre Drieu de la Rochelle Autor in Gallimards vornehmstem Produkt, La Pléiade, und die intellektuelle Elite Frankreichs ist begeistert. Der Nazi-Opa paßt bestens zu diesem braunen Sumpf, in dem nur eines zu zählen scheint, aus Eigennutz Nazi-Deutschland den Widerstand zu leisten, den man aus Eigennutz versäumt hat, als er angebracht war.
Da es jedes Jahr gleich abläuft, lohnt es sich nicht mehr, auf diesem Blog eigens Artikel dazu zu veröffentlichen. Das ändert sich allerdings mit dem Auftritt des Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron; er bringt eine ganz neue Dynamik ein in den Kampf gegen Adolf Hitler.
Die tatsächlichen Widerstandskämpfer gegen die Nazis, die deutsche Besatzung und gegen die Vichy-Regierung werden immer weniger. Einige von ihnen bekommen, nachdem das letzte Filmsternchen und der vorletzte Hinterbänkler der Nationalversammlung ihn erhalten hat, auch noch kurz vorm Grabe oder gar posthum den Orden der Légion d'honneur, der Ehrenlegion. So wird's dem Denis Macia geschehen, wie L'Indépendant aus Le-Barcarès, im Roussillon, am 15. Juni 2017, berichtet.
Derweil werden die Gedenkveranstaltungen zur Libération, der Befreiung von der Besatzung durch deutsche Truppen, zum 8. Mai und auch die des 11. November, zum Gedenken an den Waffenstillstand des WKI von Jahr zu Jahr immer mehr zu Auftritten gegen Deutschland.
Daran beteiligt sich Emmanuel Macron seit seiner Präsidentschaftskandidatur und bis heute mit jugendlichem Elan: Das große Theater (Vidéo 1:24) hört seit seinem 15. Lebensjahr nimmer auf!
Nachdem er, am 28. April und am 10. Mai 2017, Oradour-sur Glane beehrt hat, zwischen den zwei Durchgängen zur Präsidentschaftswahl bzw. einen Tag vorm ersten Durchgang der Wahlen zur Nationalversammlung, wird er zum zweiten Durchgang werbewirksam an der traditionellen Zeremonie auf dem Mont-Valérien, der "Hinrichtungsstätte im Zweiten Weltkrieg", teilnehmen und wie nach Oradour-sur-Glane Tausende den Erlöser Frankreichs bewundernde Gaffer mitbringen und anziehen. Der Präsident feiert dort den "Geist des Widerstandes", wie er selbst verkündet. Ob er den Aufruf vom 18. Juni 1940 selbst verliest, läßt Figaro-Redakteur Alain Barluet offen.
Es leben die toten Widerstandskämpfer! Sie leben hoooch!
2020 ght's auf meinem Blog um das Coronavirus sowie um die Präsidentschaftswahlen in den USA.
2021 geht's hauptsächlich um Donald Trump. Aber für den Kollaborateur Robert Brasillach ist noch Platz, für Alice Kaplan und The Collaborator: The Trial and Execution of Robert Brasillach. Der ist schon auf meiner alten Website Thema. Aus gegebenem Anlaß ein Artikel, vom 19. Januar 2003, veröffentlicht auch auf HaGalil, am 19. Januar 2003:
"Der Name 'Sie sind überall' bezieht sich auf die Wochenzeitschrift 'Ich bin überall', den wichtigsten Kollaborations- und antisemitischen Pressetitel unter der Nazi-Besatzung (1940 [sic] - 1944)"
Ist es "Le Figaro" peinlich, daß dieses antisemitische Blatt bereits seit 1937 existierte?
Emmanuel Macron überbietet - manche sagen auch: unterbietet - alles, was je von Staatspräsidenten Frankreichs zu den Daten 14. Juli, 11. November und 8. Mai geäußert wird.
Emmanuel Macron veranstaltet die Totenfeier für Frankreich. 11. November 2021
Noch nie hat es zur Feier der Siege über Deutschland, am 11. November und am 8. Mai, eine Veranstaltung gegeben, die sich zu einer Grabrede auf Frankreich entwickelt hat. Daran kann auch die Nationalhymne nichts mehr ändern, sie erklingt wie zum letzten Mal. Der schaurig dumpfe Chant des partisans, gleich danach angestimmt, nimmt ihr die etwa aufkeimende mobilisierende Kraft. Stattdessen: "Freund, wenn du fällst, tritt ein Freund an deiner Stelle aus dem Schatten!"
Im Figaro steht Ihr Treffen nicht einmal mehr auf der Startseite; es sei denn, ich hätte das nach eingehendem Suchen übersehen. Wohl aber steht ein unsäglicher Artikel des Berlin-Korrespondenten Pierre Avril dort, eines Korrespondenten, der erst Rußland und jetzt Deutschland nicht positiv gegenübersteht, daß er Deutsch kann bezweifle ich. Jetzt spielt er den Holocaust herunter, zwischen NS und AfD befinde sich nur ein dünner roter Faden. Er belegt es durch das Zeugnis des bis an sein Lebensende traumatisierten heute 86-jährigen Niklas Frank, Sohn des Hans Frank, und kopiert dazu eine Rezension dessen Buches Le père : un règlement de comptes, Der Vater. Eine Abrechnung, von 1987. In Frankreich wird es schon im Jahr 2021 entdeckt. Solches ist im Figaro und in ganz Frankreich dran, am 80. Jahrestag des Sieges Frankreichs über Deutschland:
"Sohn eines Nazis und erbitterter AfD-Kritiker ...
Der Kampf für das Erinnern des Deutschen Niklas Frank"
Wenn Frankreich nicht den General Charles de Gaulle und seinen 18. Juni 1940 gehabt hätte, wäre seine Regierung 1945 neben den Deutschen auf den Anklagebänken von Nürnberg platziert worden.
Zum 8. Mai 2026 übernimmt Le Figaro die Stafette gegen Deutschland und gibt sie nicht mehr ab:
„'War Dein Großvater ein Nazi?':
Deutsche von gestern und heute im Angesicht der Verbrechen des Dritten Reichs"
«Ton grand-père était-il un nazi ?» :
les Allemands d’hier et d’aujourd’hui face aux crimes du IIIe Reich.
Par Aude Bariéty de Lagarde, correspondante à Berlin, Le Figaro, 11 avril 2026
Sirigolo, le 11/04/2026 à 15:35 [les commentaires ont disparu; die Kommentare sind alle weg!]
Ils ne s'arrêteront donc jamais d'en parler. "Sie werden also nie aufhören, darüber zu sprechen."
Revenons à la culpabilité collective des Allemands !
Nachdem Guillaume Perrault einen ganzseitigen Artikel über einen Nazi-Kollaborateur veröffentlichen darf: Jean Luchaire, la véritable histoire d'un journaliste de gauche devenu le roi de la collaboration parisienne, "Jean Luchaire, die wahre Geschichte eines linken Journalisten, der zum König der Pariser Kollaboration wurde", geht es in der zweiten Runde zügig weiter mit den Nazi-Großvätern und ihren Enkeln; die sind heute Ende 50, Anfang 60 und wurden schon vor einem Vierteljahrhundert zu Recht oder zu Unrecht bezichtigt, so zu tun, als wüßten sie von nichts. Urenkel werden subsummiert unter "Deutsche von heute", wie die ethnisch zusammengesetzt sind? Wayne interessiert's!
Jean.Martin MARTINI, X, 12:33 PM · Apr 21, 2026 · 328 Views
@JMMartini20
Le pire de tous, le responsable de la déchéance de la France aujourd'hui mitterand le collabo francisqué, et Hollande juste après, c'est quand même lui qui nous a sorti macron
"Der Schlimmste von allen, derjenige, der für den heutigen Niedergang Frankreichs verantwortlich ist, Mitterrand, der Francisque-Kollaborateur, und Hollande direkt nach ihm, er war es schließlich auch, der uns Macron beschert hat."
Und jetzt, kurz vor der Zielgeraden zum 8. Mai 2026 gibt's kein Halten mehrr.
"'Wir sind aufgrund unserer externen Abhängigkeiten verwundbar':
In Armenien bilden Kanada und Europa eine gemeinsame Front gegen Donald Trump""
« Nous sommes vulnérables en raison de nos dépendances extérieures » : en Arménie, le front uni du Canada et de l’Europe face à Donald Trump. Par Florentin Collomp, correspondant à Bruxelles,
Le Figaro, 4 mai 2026, journal, le 5 mai 2026, p. 8
Das achte Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft, 4. Mai 2026 in Jerewan, Armenien
Der Termin ist bewußt gewählt worden, vier Tage vorm 8. Mai.
Emmanuel Macron weiß, daß Friedrich Merz an einer solchen Veranstaltung nicht teilnehmen kann, auf der die Umfrage unter Kanadiern stolz verlesen wird: 58% wollen lieber 28. Mitglied der EU sein, als 51. US-Bundesstaat, wo ihr liberaler Premierminister Mark Carney hofiert wird, daß einem die Schamesröte ins Gesicht steigt; Friedrich Merz ist "anderer Verpflichtungen wegen verhindert". Recep Tayyip Erdogan kann auch nicht teilnehmen; seine Kenntnis der Geopolitik sagt ihm, daß die Türkei und ihre Zukunft in Asien liegen. An der Rumeli Hisarı ist Schluß mit Avrupa.
Den Regierungschefs von Armenien, Aserbaidschan und Georgien scheinen diese Kenntnisse zu fehlen. Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev ist allerdings nur zugeschaltet. Italiens Giorgia Meloni besucht ihn in Baku, am 4. Mai 2026, zu bilteralen [!] Gesprächen.
Emmanuel Macron, mit UvdL Initiator dieses Theaterdonners in Erevan, spricht von seinem Kollegen nur als "Mark". Sind sich die Armenier klar, auf was sie sich einlassen, gegen die USA und gegen Deutschland, mit einer European Political Community, communité politique européenne (CPE), von Island bis zum Kaukasus? Daran basteln die Totengräber der europäischen Nationalstaaten seit 2022.
"Die Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) ist eine Plattform für die politische Koordination zwischen den europäischen Ländern. Das Forum steht allen Ländern in Europa [!] offen, die die Werte [?] der EU teilen. Die Europäische Politische Gemeinschaft hängt nicht mit der Europäischen Union und nicht mit dem Europarat zusammen, sondern ist ein informelles Format."
Das CPE ist ein Projekt gegen die USA und gegen Rußland en même temps, gleichzeitig. Donald Trump ist, ohne daß er genannt wird omniprésent auf dem Treffen, er ist allgegenwärtig. Wenn das keine erfolgreiche Strategie ist, die "leere Strategie der Koalition der Willigen"!
Kanada zählt demnach schon zu Europa. Armenien gehörte für mich bislang immer zu Asien. Ich bin seinerzeit vom Iran über Jolfa nach Armenien eingereist; das war asiatisch, aber sowas von!
Am 5. Mai 2026 bringt Patrick Saint-Paul in Le Figaro eine "deutsche Enttäuschung". Die ist Friedrich Merz, der in Deutschland nur noch 15% Zustimmung hätte, dessen Ablösung offen diskutiert werde, Angela Merkel hielte ihn für "niveaulos", deutsch geschrieben. Das Kanzleramt werde machine à laver genannt, "Wachmaschine". Der Leitatikler meint also, daß das nicht so geht wie in Frankreich mit Emmanuel Macron, den kaum noch einer will, der aber selbstverständlich bis Mai 2027 amtiert?
Den Todesstoß setzt es am 5. und 6. Mai 2026, in der Zeitung auf den Seiten 10f.. Einer Gedenkveranstaltung zum 8. Mai 1945 bedarf es nicht mehr, obgleich sicherlich noch eins draufgesetzt wird, Deutschland nun restlos in den Boden zu stampfen. Ich übertreibe? Wieso kommen die beiden Artikel vom Berlin-Korrespondenten David Philippot gerade jetzt?
„'Sobald sein Name fällt, gehen die Leute auf die Barrikaden':
Friedrich Merz, ein gescheiterter Kanzler an der Spitze Deutschlands"
« Dès qu’on mentionne son nom, les gens montent sur les barricades » : Friedrich Merz, un chancelier en panne à la tête de l’Allemagne. Par David Philippot, Berlin, Le Figaro, 5 mai 2026
"Impulsiv, unpopulär: Friedrich Merz, ein Kanzler in der Krise"
Impulsif, impopulaire : Friedrich Merz un chancelier en panne. Par David Philippot,
Le Figaro, journal, 6 mai 2026
Vlaming, le 06/05/2026 à 13:24
Starmer, Macron, Mertz [sic], le trio le plus nul depuis les frères Dalton
Starmer, Macron, Mertz – das schlimmste Trio seit den Dalton-Brüdern.
Darunter, auf der Seite 10, teilt David Philippot mit, wer der Gegner Deutchlands ist, bzw. zu sein hat:
"Cyberangriff, Industriespionage, Sabotage... Deutschland im Visier russischer hybrider Kriegsführung"
Cyberattaque, espionnage industriel, sabotage... L'Allemagne ciblée par la guerre hybride russe.
Par David Philippot, Le Figro, 5 mai 2026
Wer sagt es nur dem Wladimir Putin? Nach allem, was bislang vorgebracht wird, ist Deutschland doch für die Russen völlig uninteresant! "Miele, Miele, sagte Tante, die alle Waschmaschinen kannte".
"870 nochmalige Teilung – zwei große Reiche: Ost- und Westfranken. Aus dem Ostfrankenreich
wird das Deutsche Reich, aus dem Westfrankenreich Frankreich."
Seit 870 n.Chr. gibt es weder ein Paar, noch eine Freundschaft, sondern es gibt zwei Reiche mit einigen gemeinsamen, aber sehr vielen gegensätzlichen Interessen. Es gibt zwei unterschiedliche Kulturen, und da habe ich die dritte, die islamische in Frankreich, noch nicht berücksichtigt.
Morgen geht die Karnevalszeit in Frankreich zu Ende. Da gibt's noch einmal Großauftritte. Dieser Artikel ist mein Beitrag zum Gelingen. Deutschland wird doch niederzuringen sein?!
Es lebe die "deutsch-französische Freundschaft!" Sie lebe hoch! Wie hätten wir Ostwestfalen früher gewitzelt? Sie lebe hoch, hoch, hoch! So hoch, daß keiner dran kann! 😂
Update, vom 8. Mai 2026
Staatssekretär, Leiter des Büros für Internationale Politik, Kanzlei des Präsidenten der Republik Polen
"Marcin Przydacz: 'Es gibt zu viele Emotionen
und zu wenig Dialog zwischen den beiden Ufern des Atlantiks'.“
Marcin Przydacz : « Il y a trop d’émotion et trop peu de dialogue entre les rives de l’Atlantique »
Propos recueillis par Laure Mandeville, Le Figaro, 7 mai 2026 - Journal, Opinion, 8 mai 2026, p. 13
Heute, am Tag der Feier des Sieges Frankreichs über Deutschland, geht Le Figaro gnädig mit uns um. Im Interview mit dem Staatssekretär für Internationale Politik Polens im Kabinett des Präsidenten Karol Nawrocki gibt es Schelte für alle europäischen Staaten die "pro-russische Gefühle" hegen, Polen habe die entsprechenden Parteien kritisiert. Besonders erwähnt er die AfD, deren diesbezügliche Einstellung er "beunruhigend" findet. Die EU-Kommission spiele aber zum Glück eine parteipolitische Rolle, un rôle partisan [sic] gegenüber den von ihr bevorzugten Parteien. Die PiS habe 2003 dem Beitritt zur EU zugestimmt, 20 Jahre später sei die EU aber anders, zu viel Green Deal, zu wenig getan gegen die Migration, zu bürokratisch, zu zentralisiert, vor allem "zugunsten der stärksten Wirtschaft (allemande, NDLR, deutsche, Anmerkung der Redaktion)".
Es ist irre! Emmanuel Macron stakst beim Arc de Triomphe herum, schüttelt unzählige Hände von Militärs und Politikern, bei den besonders netten greift er mit der Linken nach und drückt die Hand des geehrten Mannes, dann kommt er zu einer ukrainischen Delegation, in der einige kleine, ca. 10-jährige Jungen ukrainische Fähnchen schwingen, und Emmanuel Macron beugt sich zu einem nach dem anderen runter und küßt alle ab.
Macron est fort attiré par les jeunes enfants, je viens de voir lors d'une commémoration il est toujours à embrasser et toucher les gosses!!!!
"Macron ist stark angezogen von kleinen Kindern; ich habe ihn gerade bei einer Gedenkveranstaltung gesehen, er hat die Kinder ständig geküßt und berührt!"





