Es beginnt mit dem Begriff Homophobie. Er ist eine griechisch-römische Zusammensetzung und heißt übersetzt: Angst bzw. Furcht vor Männern. Zwar bedeutet homo auch Mensch, aber im Lateinischen sind beide Bezeichnungen identisch, ebenso im Gotischen guma und Althochdeutschen gomo, Mensch = Mann, wie Schüler auf der Seite 242 des
Kleinen Stowasser der Auflage von 1958 lernen. Im Begriff Bräutigam ist gomo bis heute erhalten, der Mann der Braut. Diese Einschränkung besteht bis in die Gegenwart fort, sie umfaßt im Deutschen auch den Begriff Junge, der mancherorts mit Kind gleichgesetzt wird. So fragt man auf dem ostwestfälischen Lande bei einer Geburt: Es dat n Kuind oder n Wicht? Mit Wicht bezeichnet man in diesem Fall nicht eine verachtete männliche Person, wie der
Duden meint, sondern ein Mädchen, aber das könnte auf das gleiche hinauslaufen.